Wie sieht Integration in der Praxis aus?

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5 Antworten

In soziologischen Untersuchungen gibt es "Integrationsindikatoren". Damit versucht man messbare Größen zu definieren, mit denen man den Status der Integration erfasst. Dazu gehören:

Höhe der Transferleistung (ALG, Grundsicherung etc.)

Höhe der Bildungsabschlüsse

Binationale Heiraten (mit Deutschen).

Je nachdem, woher die Migration stattfindet gibt es hierbei sehr unterschiedliche Ergebnisse, so dass man nicht pauschal von der Integration von "Ausländern" sprechen kann.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EB514F79F3EE14328AAD16DF29E0A7154~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Das alleine ist es auch nicht.In Wahrheit hängt alles mit der Kultur zusammen die man ablehnt.Die alte Kultur um jeden Preis bewahren will.Da hilft auch nicht der Drang zum deutsch lernen.Die Kultur geben einem die Eltern,nicht das Land.Wenn diese Eltern ihre Kinder nicht loslassen und hier integrieren lassen ,verändert sich nichts.

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Ich unterrichte seid 10 Jahren-Deutsch als Fremdsprache- und führe Integrationskurse durch!! Es gibt da nicht die Wahrheit!! Wie bringt man jemanden Deutsch bei, der nur 5 Jahre in der Schule war, oder kaum die eigene Landessprache beherrscht?? Welche deutsche Familie freundet sich mit Russlanddeutschen an?? Für die Meisten sind es doch Russen!!...und dann deutsche Schüler als Vorbild an Hauptschulen??? Eher nicht! Die kommen zum Unterricht erst garnicht!!...spricht man allerdings solche Wahrheiten aus, muß man mit disziplinarischen Folgen rechnen!! Leider aber verfügt man da nicht über die Beziehungen eines Sarazin und bekommt 1 Mille Abfindung!!

Integration ist ein weitläufiger Begriff und wird aktuell mit der Ausländerthematik in Deutschland stark in Verbindung gebracht. Sinn und Ziel dieses Begriffs ist ein gemeinsames, friedliches Zusammenleben von Migranten und Bürgern der BRD. Wie du selbst weist, ist dies zur Zeit ein akuter Brandherd in der Deutschen Politik, woran Randgruppen der in Deutschland lebenden Ausländer sicherlich nicht unschuldig sind. Das wichtigste Kriterium ist meiner Meinung nach, das beherrschen der Deutschen Sprache. Wenn ich mich als Ausländer längere Zeit in einem fernen Land aufhalten möchte, muß ich Sprache erlernen, mich mit der Kultur befassen und vor allem der Landeskultur anpassen ! Keiner von uns möchte diesen Menschen ihre Religionsfreiheit nehmen, oder sie anzweifeln. Aber muß es denn sein daß Türken oder Kurden die schon über 20 Jahre in der BRD leben, immer noch mit Kopftüchern und langen Mäntel durch die Gegend rennen? Kann es sein das unser christlicher Glaube in der Schule (durch aufhängen des Kreuzes) diese Menschen iritiert, und sie ihre Kinder aus dem Unterricht entfernen, oder wie einige Muslimische Eltern die Kinder überhaupt nicht zur Schule schicken ? Man sollte diese Migrantenpolitik völlig neu überdenken und auch gestalten. In vielem hat Thilo Sarrazin recht. Dieses Buch wäre auch von keinem angezweifelt bzw. verteufelt worden, hätte er sich in seinen plumpen, dummen Äußerungen etwas zurückgenommen ! Aber er war der Stein des Anstosses und wird hoffentlich die deutsche Politik zu mehr Engagement bewegen !

Nach deiner Meinung ( es ist ja eig. die richtige Def. von Integration) erfülle ich alle Voraussetzungen, die ein Ausländer in einem fremden Land erfüllen muss. Ich finde aber es wird immer irgendwas gefunden und erfunden, um wieder Türken/ Muslime als nicht Integrationsfähig zu bezeichnen.

Ich bin in Deutschland geboren, hier aufgewachsen, habe viele Deutsche Freunde, bin auf'm Gymnasium, wie viele andere Türken ( :D ) , bin auch immer bei Klassenfahrten+ Schwimmunterricht dabeigewesen, beachte die Gesetze in diesem Land...etc.kann noch vieles aufzählen, aber trotzdem wird von mir erwartet, dass ich auf weiteres verzichte. Ich trage seit 2 1/2 Jahren ein "Kopftuch", also ich bin verhüllt, und bin die Einzige auf meiner Schule die ein Kopftuch trägt, und mitlerweile sprechen wir fast nur darüber, dass man Kopftuch auf Schulen verbieten soll. Und ich finde Integration ist niemals einseitig, man kann nicht alles von den Türken erwarten. Man sagt immer Türken wären ungebildet. Das ist ja auch normal, man wird so runtergemacht in der Schule. Da denkt man einfach es geht nicht mehr. Ich schreibe aus Erfahrung, ich bin sicherlich auch nicht die Einzige. Man will nicht, dass die Ausländer schulisch weiterkommen. Die Direktorin hat mir persönlich mal gesagt, ich soll Kassiererin werden und nicht Abitur machen. -.-* haha Jetzt bin ich in der 12. und will mein Abitur machen und ihr zeigen, dass ich das kann und trotz ihren Hindernissen die sie mir und anderen Freunden gestellt hat weiterkommen. =)

Bravo,mache weiter so. Aber das ist nicht bei allen so,trotz der Geburt in Deutschland und guter Sprache in deutsch.Es hat was damit zu tun ,dass im Elternhaus etwas schief lief.Sie pochen mehr auf ein Leben nach Tradition und nicht in ein Leben nach westlichem Muster.Sie lehnen sogar das Leben hier ab.Das läßt sich nicht vereinbaren wenn man hier leben will.

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Intergration bedeutet fuer mich, dass die auslaendischen Mitbuerger akzeptieren die Kultur in dem Land, in dem sie nun leben. Das heisst die Gesetze beachten, sich der deutschen Sprache bemaechtigen, d.h. lernen, sich politisch beteiligen, durch Teilnahme an den Wahlen zu den Parlamenten. Ihren Kinderen die Moeglichkeit geben sich mit deutschen Kindern zu befreunden, keine Verweigerung von Klassenfahrten, Schwimmunterricht usw. Gleichzeitig muessen die Deutschen endlich akzeptieren, dass bei uns viele unterschiedliche Kulturen bei uns sind und diese nicht diffamieren oder die Auslaender beschimpfen und niedermachen. Ihnen in allen Lebenslagen behilflich sein. Selbstverstaendlich muessen die Auslaender nicht ihre eigenen Traditionen, Kultur und Sprache entsagen, wenn sie bei uns sind. Schliesslich haben sie ja auch noch verwandtschaftliche Beziehungen in ihre Heimatlaender. Aber es gibt auch Deutsche, die im Ausland leben und sich in dem Land sie nun leben ueberhaupt nicht intergrieren. Sie lehnen alles ab in dem Land wo sie leben, sie weigern sich eine fremde Sprache zu sprechen, wollen nicht zusammenleben mit den Einheimischen.

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