Wie sieht es mit der Umsatzsteuer aus, wenn ich als Unternehmer in Deutschland an einen Kunden in der Schweiz (Drittland) Beratungsdienstleistungen erbringe?

1 Antwort

Eine Beratungsleistung fällt nicht unter den §3 Absatz 3 Nr. 3a USTG. Diese Nummer bezieht sich auf künstlerische Leistungen im weitesten Sinne.

Du müsstest präzisieren, worin Deine Beratung besteht. Bei Grundstücken ist das anders geregelt als bei Finanzberatung.

Grundsätzlich kennen auch die Schweizer die Umkehr der Steuerschuld. Wenn also der Ort der Leistung in der Schweiz liegt, kannst Du eine Rechnung ohne Umsatzsteuer schreiben. Vergiss aber bitte nicht, auf der Rechnung die Steuerpflicht des Leistungsempfängers zu vermerken.

Vielen Dank erstmal für die rasche Antwort.

Du müsstest präzisieren, worin Deine Beratung besteht.

Die Tätigkeit besteht aus dem Musizieren mit einer indianischen Flöte und Klangschalen, sowie Beratung zu Lebensfragen der Klienten.

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@pj0505

Das vereinfacht die Sache. Ich definiere das jetzt mal als Lebens- bzw. Gesundheitsberatung und nicht als künstlerische Leistung.

Wenn Du eine Rechnung an einen Schweizer Privatmenschen schreibst, dann mit 19 % deutscher Umsatzsteuer.

Schreibst Du sie an einen Schweizer Unternehmer bzw. Unternehmen, dann ohne Umsatzsteuer, aber Reverse-Charge-Vermerk.

§3a, Abs. 1 und 2 USTG

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@Seeheldin

Vielen Dank für die Bestätigung, habe mir das schon gedacht.

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@Seeheldin

Seeheldin,

die Schweiz ist ein Drittland, womit andere Regelungen gelten.

Wenn die Leistung in der Schweiz erbracht worden ist, fallen natürlich überhaupt keine Umsatzsteuer für den deutschen Unternehmer an.

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