Wie sieht es aus, wenn ich als Schüler (18 Jahre) einem ordnungsgemäß angemeldeten Job nachgehe, dies mein erster Minijob ist und ich...?

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3 Antworten

Hallo TgGt23061997,

Sie schreiben unter anderem:

Wie sieht es aus, wenn ich als Schüler (18 Jahre) einem ordnungsgemäß angemeldeten Job nachgehe, dies mein erster Minijob ist und ich...?

Antwort:

Wie von Kevin schon sehr gut angemerkt wurde, sollten Sie auf gar keinen Fall auf die Rentenversicherungspflicht verzichten, denn da Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind, haben Sie in der DRV keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Sollten Sie in gesundheitliche Bedrängnis geraten, zählt im Extremfall jeder einzelne Beitragsmonat!

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/49858/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

Unter folgenden Links können Sie sich in die Materie einlesen und die Weichen von Anfang an richtig stellen!

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/node.html;jsessionid=0435C3B8E087F09E8E80A9CF807FB4F4

Klicken Sie sich am Besten durch die einzelnen Links durch, damit Sie nichts übersehen!

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/09_versicherungspflicht_rv/node.html

Ein sehr wichtiger Punkt, der von vielen jungen Leuten total übersehen wird, ist die rechtzeitige, private Vorsorge für den Fall der Berufsunfähigkeit, denn sind Sie erst einmal gesundheitlich angeschlagen, kommen Sie an diesen sehr wichtigen Versicherungsschutz ggf. gar nicht mehr heran und außerdem sind die Beiträge in jungen Jahren sehr preiswert! 

http://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

http://www.finanztip.de/altersvorsorge/

Tip:

Sprechen Sie auch mit Ihren Eltern, ob diese Ihnen in der ersten Zeit die Kosten für eine private BUV vorstrecken, denn oft werden Dinge verschenkt, welche keinen effektiven Nutzen haben!

Eine private BUV ist eine sehr gute Zukunftsinvestition, vorausgesetzt, man läßt sich gründlich und unabhängig beraten!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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  1. Minijobs sind nicht steuerfrei. Sie sind für den Arbeitnehmer steuerneutral, sofern, der Arbeitgeber die Pauschalsteuer von 2% zahlt. Diese kann er aber auch auf den ArbN abwälzen. Unglücklich wäre die Konstruktion über die Steuerklasse, besonders, wenn der Minijob neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ausgeübt wird.
  2. Minijobs sind rentenversicherungspflichtig. Der Arbeitnehmer hat die 3,7% zwischen der ArbG-Pauschale und dem Regelbeitrag aus seinem Lohn zu zahlen (max. 16,65 € im Monat). Dadurch zählt der Minijob als vollwertige Beitragszeit im Bezug auf die Rente. Auf Antrag ist eine Befreiung möglich, sollte man aber nicht machen, wenn es keine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung gibt.
  3. Ein Minijob alleine hat keinen Einfluss auf den Status in KV oder PV. Er löst keine Versicherungspflicht aus.
  4. Minijobs sind nicht arbeitslosenversicherungspflichtig.

Kannst du die Abrechnung einstellen?

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Wenn Du nur eine Mini-Job-Stelle hast und die unter €450,-- liegt, bekommst Netto für Brutto. Also muss Dein Arbeitgeber für Lohnsteuer und Soz,-Versicherung aufkommen.

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Kommentar von TgGt23061997
18.04.2016, 14:06

Nun habe ich aber per Mail die Abrechnung zugeschickt bekommen, darin sind aber diese Beiträge abgezogen worden, obwohl ich meinen Schülerausweis beim Arbeitgeber vorgelegt hatte und auch entsprechend steuermäßig "Schüler ab 16 J." angekreuzt habe, wenn ich meinem Arbeitgeber das also mitteile, müsste er diese zuviel gezahlten Beiträge also zurückfordern und dann an mich weitergeben?! ;-)

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