Wie sieht eine Privatinsolvenz aus?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hallo Neu91, Du bist frühestens nach 6 Jahren schuldenfrei und musst dann warten bis der Erledigungsvermerk vom Amtsgericht an die Schufa übermittelt wird. Erst dann erfolgt eine Löschung der Einträge und auch die Schufa ist wieder "sauber". Hier wird der Weg der Privatinsolvenz sehr gut dargestellt: http://www.focus.de/finanzen/banken/kredit/tid-7291/privatinsolvenz_aid_131277.html

Am besten wäre es, wenn Du mit den Gläubigern zusammen mit einem Schuldnerberater einen Vergleich triffst und die Schulden abstotterst.

Ich empfehle Dir den Besuch einer Schuldnerberatung, denn der Betrag von 5.000 Euro ist meines Erachtens so gering, dass dieser auch von Dir zurückgezahlt werden kann und dies sicherlich in zwei bis drei Jahren. Die Schuldnerberatung kann für Dich mit Deinen Gläubigern einen Schuldenplan erstellen. Ich denke, es muss bei Dir eine Person oder eine Institution die Aufstellung und die notwendigen Verhandlungen in die Hand nehmen. Damit vermeidest Du die Insolvenz.

Die Insolvenz inklusive Restschuldbefreiung geht maximal 6 Jahre. Bis die Einträge gelöscht werden, dauert es im Regelfall noch einmal 3 Jahre. Bei einer Schuldenmasse von 5000 Euro solltest du dir diesen Schritt aber gut überlegen.

Für 5000€ würde ich niemals in die PI gehen...zahl das doch schrittweise in Raten ab. Bei der PI wird über einen langen Zeitraum dein Gehalt, was über der Pfändungsgrenze liegt eingezogen und zum begleichen deiner Schulden genommen. Luxusgegenstände wie Auto oder ein teurer Fernseher werden ebenfalls erstmal gepfändet. Wie wärs mit einem Schuldnerberater?

Ich glaube, dass 5.000.- Euro einfach zu wenig sind, dass sich eine Privatinsolvenz lohnt. Ich würde versuchen mit Vergleichen da günstig raus zu kommen.

Eine Privatinsolvenz dauert 6 Jahre. Danach ist der Eintrag noch weitere 3 Jahre in der Schufa. Hier einmal eine Info dazu:

Du solltest mal zur Schuldnerberatung gehen! So einfach ist das mit der Insolvenz nicht!

Das habe ich natürlich auch vor, nur wollte ich mir vorher schonmal ein Bild machen, was da auf mich zukommt.

0
@Neu91

Die Verbraucherinsolvenz – in Zeiten einer zunehmenden Verschuldung vieler Haushalte gewinnt dieses Thema immer wieder an Brisanz, da jedes Jahr eine wachsende Zahl der Bundesbürger davon betroffen ist. Neben den Voraussetzungen, die für das Eröffnen einer Privatinsolvenz gegeben sein müssen, ist natürlich der generelle Ablauf von großem Interesse. Neben dem Schuldner sollten sich auch Gläubiger als unmittelbar Betroffene damit befassen. Schließlich hängt vom Erfolg des Verbraucherinsolvenzverfahrens ab, ob die Besitzer von Online-Shops oder andere Dienstleister wenigstens einen Teil ihres Geldes erhalten. Grundsätzlich können sich alle natürlichen Personen einem solchen Insolvenzverfahren unterziehen, Gleiches gilt für ehemalige Selbstständige unter gewissen Voraussetzungen. An erster Stelle steht immer ein außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern, in denen der Schuldner versuchen muss, die Tilgung der bestehenden Verpflichtungen zu regeln. Schuldnerberater von Caritas, DRK oder Verbraucherzentralen und auch Anwälte bieten hierbei ihre Unterstützung an. Können sich Betroffene und Gläubiger nicht auf einen gemeinsamen Kurs bei der Bereinigung von Forderungen einigen, greift das Gericht zum ersten Mal ein. Im Rahmen des gerichtlichen Schuldenbereinigungsverfahrens kann es sogar soweit gehen und die Stimmen von einzelnen Gläubigern, welche der Mehrheit entgegen stehen, ersetzen. Bleibt auch diese Variante ohne Ergebnis, wird das Verfahren zur Verbraucherinsolvenz endgültig eröffnet und nach dem Ende der Wohlverhaltensphase ggf. mit einer Restschuldbefreiung beendet.

http://www.privatinsolvenz.eu/privatinsolvenz/ablauf.html

0

Was möchtest Du wissen?