Wie sieht eigentlich die Arbeit in einem mechanischen Stellwerk der Deutschen Bahn aus (Arbeitsschritte/Ablauf)?

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2 Antworten

In der Schweiz gibt es kaum mehr mechanische Stellwerke. Aber vor vielen, vielen Jahren lief es folgendermassen ab. Der Zug hat soeben die Nachbarstation verlassen und fährt auf "meinem" Bahnhof durch

- prüfen ob Gleis frei ist

- Schranken schliessen wo vorhanden

- Fahrstrasse einstellen

- Einfahr-, Ausfahr- und Durchfahrsignal (Klappscheibe) öffnen

- die Durchfahrt des Zuges überwachen und vorallem auf das      Zugschlusssignal achten

- Signale in umgekehrter Reihenfolge schliessen und Fahrstrasse auflösen

- Zug zurückmelden, am Blockapparat oder wenn nicht vorhanden telefonisch

Wie in jedem anderen Stw auch:

Einstellen der Zugstrasse

Sichern der Zugstrasse

Durchführung der Zugfahrt

Kommunikation

Dokumentation

usw..usw..

Bei mechanischen Stws kommt dazu dass fast keine 2 gleich sind,

Fdl-, Wärter-, Stw... unterschiedlichste Technik von Altbayrisch bis Ex-RB...


usw, usw..


Das Stellwerk des Bahnhofs Eggolsheim, wo mein Opa als Bahnbeamter gearbeitet hat, ist aus der Reichsbahnzeit von 1932 und heute noch mit einem Fahrdienstleiter besetzt. Es hat mich nur interessiert, da der Fdl da ganz schön zu arbeiten hat (Schranken runterdrehen, Weichen/Signallstellhebel) . Warum läutet eigentlich da immer eine Glocke am Stellwersgebäude, wenn ein Zug kommt?

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@maddin2003

Also zuerst läutet (bimmelt) es wenn der Schrankenbaum sich bewegt.

Am Stw läutet eigentlich nur die Außenglocke des Zugmeldetelefons damit der Fdl das auch mitbekommt wenn er mal raus muss. Musst mal aufpassen, jeder Nachbarfdl hat ein eigenes Klingelzeichen.

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