Wie sieht die Sonne Weltraum aus?

6 Antworten

Ich habe selten so eine merkwürdige Meinung eines Professors gehört. Das war sicher kein Astrophysiker. Kommt mir so ähnlich vor, wie die Behauptung vom "Club der Flacherdler", dass die Erde doch eine Scheibe ist, und dass der Horizont und die Himmelswölbung durch unsere Augenhöhle hervorgerufen werden. Das einzige was man sagen kann ist, dass die Sonne aus einer Entfernung von mehr als 10 Milliarden Kilometern (etwa doppelt so weit wie der Planet Neptun nur noch sternenartig erscheint.

Beim Anblick der Sonne im Weltraum ergibt sich eine Scheibe, mit einem scheinbaren Durchmesser des dreifachen Vollmondes, mit vermelzendem Rand und Strahlen, die in alle Richtungen schießen. Ein Blick auf die Scheibe ohne Filter wäre recht unangenehm. Die Scheibe ist noch in 15 Miliarden km Entfernung gut sichtbar, dann tritt die Heliopause ein, und die Sonne besitzt nur noch eine scheinbare Helligkeit, die der des Vollmondes gleich ist, jedoch der Durchmesser viel kleiner als der des Mondes.

Spiegelung, Krümmung -jein, äh nein. Diffraktion zeigt die Sonne (je nach Zustand der Atmosphäre) leicht versetzt, das war es aber schon, Man erlebt sie sie visuell im NEO (Near Earth Orbit) deutlich weniger gelblich (als streuungsbedingt durch die Erdatmosphäre). Abgesehen davon versuchen unsere Augen immer einen Weiß-Abgleich. Ein Astronaut sieht sie (siehe diverse Aussagen) - klar - ohne Streuungseffekekte, das war es aber schon. Der Professor wollte vielleicht nur den erkenntnistheoretischen, wissenschaftsmethodischen Sinn sanft anklingen lassen ... traut nicht "nur" Euren Augen ... ich nehme das schwer an

ok datum nicht gesehen ... LG

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