Wie sieht die Rechtslage aus? (Ex- Freund, Schulden...)

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8 Antworten

Eine Kollegin von mir hatte auch so einen Freund, nur dass es da am Schluss 3.500 Euro waren.

Sie ging zum Amtsgericht und beantragte einen Mahnbescheid. Auf den hat er nie reagiert. Er erging ein Versäumnisurteil und sie hat seinen Lohn gepfändet. Nach etwas weniger als einem Jahr hatte sie sein Geld.

Solche Sachen gar nicht mit dem Ex oder dessen Eltern diskutieren. Sie soll zum Gericht gehen und fertig. Das kostet zwar etwas Geld im voraus, aber die Kosten muss dann er auch begleichen.

Wenn Beweise für die Leihe und die Verfügung vorliegen kann man auf Rückzahlung klagen. Ansonsten steht das Wort gegen Wort und die Freundin hat rd. € 500 Lehrgeld bezahlt - was soll´s wenn´s schön und Lehrreich zugleich war!?!

Was heißt das "Was soll's wenn's schön war!?!" ?

500 € sind für 'ne Auszubildene, die im Monat gerade mal 500 € verdient, eine Menge holz! Das hat nichts mit Lehrgeld bezahlen zu tun - Meiner Meinung nach!

Was ich oben vergessen hab zu erwähnen - Ihr Ex-Freund hat das Geld nicht für normale Dinge (Zum Überleben) ausgegeben, da er noch bei seinen Eltern im Haus wohnte, sondern er verzockte das Geld - Regelmäßige Casino besuche.

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@BillY95

Har er ihr irgendeine Quittung für die ein oder andere Leihe gegeben oder kann sie beweisen, dass er Geld vom Konto ohne ihre Zustimmung verfügt hätte?

Es ist ja nett, dass Ihnen das Schiksal Ihrer "Freundin" soviel engagiertes Kopfzerbrechen bereitet; aber bei aller Freundschaft sollte man doch ein wenig der Realität besonnen ins Auge blicken!

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@BillY95

Das ist schlimm, aber der Spruch "Beim Geld hört die Freundschaft auf" bedeutet auch, dass man auch auch mit denen, die man lieb hat, beim Leihen besser einen Kontrakt macht. Du siehst ja, wie das dann läuft...

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@Injure

Liebe beschenkt sich gegeseitig, sie ist selbstlos und kennt nicht Leihe noch noch Zins - sonst wäre es geschäftliches Kalkül und eben keine Liebe! Man merkt dies umso mehr desto länger man mit einem geliebten Partner zusammenlebt. Mein und Dein fließen im Laufe der Jahre in gegseitiger Liebe und respektvollen Umgang völlig ineinander.

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Deine Freundin hätte sich damals, als sie ihrem Freund das Geld geliehen hat, mal besser Schuldscheine unterschreiben lassen. Kann sie denn überhaupt beweisen, dass ihrem Ex so viel Geld geliehen hat? Dieser Fall ist jedoch nicht Sache der Polizei, hiermit muss sie sich an einen Anwalt wenden.

Und ja, bei der Sache mit der Kreditkarte handelt es sich um Betrug, da er von ihr keine Vollmacht für die Kreditkartenbenutzung bekommen hat. Da stellt sich allerdings wiederum die Frage, wie er an ihre PIN-Nummer gekommen ist. Wäre im Zweifelsfall aber in dieser Hinsicht tatsächlich mal einen Versuch wert, bei der Polizei wegen dieser Sache vorzusprechen.

Grüss dich, kannste knicken... Sie ist verpflichtet ihren Pin zu schützen und wenn sie ihm Kohle gibt ohne sich einen Schuldschein oder Quittung ausstellen zu lassen dann hätte sie das Geld auch in den Ofen werfen können! Einen großen, wirklich großen, Kerl suchen der dir das Geld für 40% zurück presst ;-)) Tipp: Sich nicht mit solch Typen einlassen (der war kostenlos :-)) )

Das "Leihen" lässt sich innerhalb einer Partnerschaft nicht belegen, wenn sie keine Quittung über den geliehenen Betrag hat kann sie das Geld abschreiben,genauso verhält es sich mit der Kreditkarte. Sie muß ihm die Pin ja irgendwie zugänglich gemacht haben. Das Geld ist weg. Beim nächsten sollte sie etwas vorsichtiger sein.

Welchen Grund gibt es denn da für eine Anzeige? Vielleicht, dass er erklären kann, das Sie ihn unter Bekanntgabe der Geheimzahl beauftragt hat, oder er generell diese Verfügung bestreitet?

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@schelm1

Es gibt keinen Grund für eine Anzeige. Sie kann ja nicht mal beweisen das sie nicht selbst das Geld abgehoben hat.

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wenn sie das geld wieder haben will muss sie zu Polizei und eine Anzeige machen , heißt nicht das sie es auch bekommt. Zur Kreditkarte kann sie eine Anzeige machen wegen Betrug, stellst sich die Frage woher hat er die Nummer bekommen, wie auch immer wenn die Eigentümerin mit der Abhebung nicht einverstanden war ist es ein Straftatbestand.

Man kann auch zur Polizei gehen und es denen erzählen die sagen schon was rechtlich zumachen ist.

Die fragen bei der Polizei vermutlich nach Beweisen für die leeren Beschuldigungen - und dann?

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Wegen dem 1.: verklagen, dazu muss sie nur einen Brief schreiben mit der Aufforderung das Geld bis zu einem bestimmten Datum zu überweisen. Wichtig: Jemand anderes muss den Brief gelesen haben und auch gesehen haben, wie sie ihn einwirft (Zeuge!) oder per Einschreiben verschickt. Das hat Gültigkeit vor Gericht.

Wegen dem 2. Anzeigen. Das ist Diebstahl.

Was geschieht, wenn der Beschuldigte beides bestreitet!?!

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@schelm1

Er bestreitet es nicht - Aber er will die ganze Sache "unter den Tisch kehren" und "vergessen".

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@schelm1

Das ist dann Sache der Staatsanwaltschaft bzw. des Richters. Dafür sind ja unsere Gerichte da, das zu untersuchen!

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@user1192

Also falls er das Geld nicht zurückzahlen wird, würde es sich durchaus empfehlen sich einen Rechtsanwalt zu suchen?

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@user1192

...und es bleibt zu hoffen, dass er vor Gericht nicht bestreitet! Ansonsten kann sich die Sache wegen falscher Beschuldigung im Falle des Bestreitens gegen die Klägerin wenden und ihr zum Ärgernis werden.

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@schelm1

Nein, falsche Beschuldigung ist keine Straftat... Sie hat doch das Geld verliehen. Das kann man auch nachweisen (Kontoauszug) und sie weiß ja wohl auch an wen.

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Das mit den 100 € kann angezeigt werden. Alles andere, sofern es darüber nichts Schriftliches gibt, muss wohl als Lehrgeld abgeschrieben werden.

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