Wie sichert man sich am besten gegen Miet-Nomaden ab?

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5 Antworten

Ich habe gute Erfahrungen gemacht, indem ich den Mietinteressenten nach dem Vorvermieter gefragt habe. Wer nichts zu verbergen hat, gibt bereitwillig Auskunft und hat auch nichts dagegen, dass man sich "rückversichert". Ist in dem Moment zwar ein wenig unangenehm, aber das Risiko, ein paar 1000 Euro mal schnell zu verlieren, ist es mir wert.

Verlange von Deinem neuen Mieter, dass er eine Schufa-Selbstauskunft mitbringt und ein Schreiben seines letzten Vermieters, dass er sich ordentlich geführt hat und keine Mietrückstände hat. So etwas verlangt man hier in Berlin standardmäßig bei allen großen Hausverwaltungen wie z.B. der GSW usw. Auch die letzten Mietquittungen könntest Du fordern. LG

Garantien gibt es natürlich keine, da hat HirnClaudia leider recht! Bei Harz IV-Empfängern (habe das als ich mal Sozialhilfe bekam selber so beantragt) kannst Du die Mietzahlungen direkt vom Amt/JobCenter auf Dein Mietkonto zahlen lassen. Das ist aber unpopulär und eine Garantie, dass der Betreffende dies in der Zukunft nicht wieder Rückgängig macht hast Du auch nicht. LG

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Man kann eine Selbstauskunft fordern - insb. auch einen Einkommensnachweis. Bei Sozialhilfeempfängern könnte man sogar eine Abtretungserklärung fordern, dahingehend, dass der Mietanteil der Sozialhilfe an den Vermieter abgetreten und somit direkt vom Sozialamt an den Vermieter überwiesen wird. Das ist zulässig und möglich, aber nicht durchsetzbar. Es geht nach dem Motto: Entweder Abtretung oder eben nicht diese Wohnung. In Grossstädten im Westen ist das für viele Geringverdiener bzw. Sozialhilfeempfänger die einzigste Möglichkeit, trotz WBS, eine Wohnung zu bekommen. Vereinbaren kann man alles: es ist zulässig, eine solche Abtretungserklärung abzugeben, und die Sozialämter lasse sich auch darauf ein - aber erzwingen kann das kein Vermieter. Er kann bei Verweigerung eben nur sagen: Dann eben nicht...

Da wirst Du wohl kaum Chancen haben. Oder Du forderst von vornherein eine relativ hohe Mietkaution oder lässt Dir Verdienstbescheinigungen geben. Nur ob das rechtens ist, ist mir leider nicht bekannt.

In einem stimme ich Dir aber zu: einfach schrecklich, was diese Leute so anrichten. Ich habe da jetzt mehrere Berichte im Fernsehen gesehen. Als Vermieter hast Du da doch wohl keine Lust mehr auf Vermietungen?!

Lass dir in der Selbstauskunft von den Mietinteressenten unterschreiben, dass seine Bank dir Auskunft über Pfändungen und Kreditkündigungen und bei seinem Arbeitgeber über Pfändungen und/oder Abtretungen erteilen darf. Es kann sein, dass einige darauf zickig reagieren, aber denke daran: wenn der "faule" Mieter erst mal drin ist, hast du schlechte Karten. Wer den o.a. Passus bei mir nicht unterschreiben will, nimmt an der Verlosung nicht teil. Selbst wenn ich für ein paar Monate keinen Mieter finden sollte, ist das immer noch preiswerter.

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