Wie sicher kann ich mir bei einer telefonischen Jobzusage sein?

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4 Antworten

Deine Situation kann ich sehr gut nachvollziehen. Eine telefonische Zusage ist aus mehreren Gründen keine verbindliche Aussage. Erfahrungsgemäß kannst du dich jedoch darauf verlassen, wobei ich die Firma naturgemäß nicht kenne. Bis der Personaler dies mit den entsprechenden Gremien, möglicherweise auch mit dem Betriebsrat, abgesprochen hat und einen entsprechenden Vertragsentwurf auf den Weg gebracht hat, kann es einfach dauern.

Spielen wir das ganze mal durch: Irgendwann erfährst du oder wird dir mitgeteilt, dass die Position anderweitig vergeben ist. Unabhängig von der Frage ob Du eine verbindliche Zusage nachweisen kannst, musst du einen Anspruch auf Schadensersatz belegen können. Der Schaden entsteht dir hier dadurch, dass ein Arbeitsverhältnis nicht zustande kommt. Der maximal denkbare Schadensbetrag  wäre die für die Probezeit vereinbarte Kündigungsfrist. Auf die einzelnen rechtlichen Hürden für dich bin ich dabei noch nicht eingegangen. Ich kann ich nur soviel sagen, selbst diesen Schadensersatzbetrag zu erlangen würde dir arbeitsrechtlich sehr schwer fallen.

Gib einfach dem Oersonaler noch etwas Zeit. Eine Zusage ist immerhin eine Zusage und belegt, dass du auf dem Markt gut platziert bist. Kommt es nicht zu dem Arbeitsverhältnis, Blick nach vorne und hak dies unter dem Kapitel Lebenserfahrung ab.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Der Begriff "Firma" wurde hier nur als Oberbegriff von mir verwendet. Es handelt sich um eine Behörde - was wohl nichts zu der Tatsache beiträgt dass ich es nicht schriftlich habe. Ich hoffe das Beste und bedanke mich vielmals.

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@lenakristin18

Es handelt sich um eine Behörde

Wenn das eine Behörde ist, muss auch deren Personalrat der Einstellung zustimmen. Das kann bis zu 14 Tagen dauern. Arbeiten die Behördenleitung und der Personalrat harmonisch zusammen, geht das natürlich auch schneller. Eng wird das auf jeden Fall. Und es ist mit dem Risiko verbunden, dass der Personalrat "Nein" sagt.

Was mich aber in deinem Fall wundert: Üblicherweise wählt man bei einem solchen Wechsel den Weg der Versetzung (das geht nicht nur bei Beamten, sondern auch bei Angestellten) und nicht den von Kündigung (bzw. Auflösungsvertrag) und Neueinstellung.

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ziemlich.

Ich weiß dass es bescheuert ist auf Rückmeldung zu warten, aber solche Sachen brauchen manchmal seine Zeit vielleicht hat er die cheffin gefragt und die versucht erstma en platz für dich freizuräumen o.ä. ich würde den Montag nochmal abwarten und am Dienstag dann nochmal nachfragen. auch gut möglich dass gerade stress war, dine akte "runtergefallen" ist unds vergessen wurde. Aber im prinzip alles geregelt ist und man sie nur noch einmal erinnern muss.

Gerade wenn so ein knappes Zeitfenster existiert ist das nicht aufdringlich sondern schlicht Notwendig

Beim warten vergeht die Zeit sooo langsam.. aber ich denke du hast recht, es braucht eben seine Zeit.. Danke!

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@lenakristin18

joar kenn ich das gefühl ;)

Aber es bringt nichts hibbelig wien flummi im zimmer auf und ab zu hüpfen. auch wenns schnell gehn soll meist kommt doch immer irgendwas dazwischen, und die meisten Firmen lassen Verträge vom Steuerberater aufsetzen, der dann auch erstma den Auftrag kriegen und bearbeiten muss... wenns kein Restaurant ist wo der Chef sagt "jo du bist jetz neuer kellner" hängt meist en Rattenschwanz dran, mal größer mal kleiner =)

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Solang du nichts schriftliches hast , gar nicht

Laut Gesetz herrscht in Deutschland Vertragsfreiheit, das heißt auch ein mündlicher Vertrag (Angebot und Annahme) ist gültig. Man muss es nur belegen könne. Zeuge hier wäre mein Personaler.

 

Die Frage war so rein gefühlsmäßig gemeint. Ich wollte Meinungen wissen ob es sich safe anhört oder eher schwammig.

 

Danke :-)

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@lenakristin18

Wie sollen wir dir denn eine gefühlsmäßig zutreffende Antwort geben? Wir waren doch nicht dabei und kennen die Gesamtsituation nicht.

Was ingwer16 schreibt ist korrekt.

Es wird für dich aber mit Sicherheit schwierig werden irgendwas zu beweisen. Vor allem wenn die Firmen untereinander befreundet sind.

Also abwarten bis du was schriftliches hast. Wäre meine Vorgehensweise.

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@lenakristin18

Laut Gesetz herrscht in Deutschland Vertragsfreiheit, das heißt auch ein mündlicher Vertrag (Angebot und Annahme) ist gültig

Im Öffentlichen Dienst ist gemäß Beamtenrecht bzw. Tarifvertrag grundsätzlich die Schriftform erforderlich. Und der Personalrat hat auch noch ein entscheidendes Wort mitzureden..

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Erst wenn du den Vertrag erhalten hast ist der Job 100 % auf sicher.

Nicht unbedingt es ist auch möglich Verträge zurückzudatieren (also sprich ne Woche später auszustellen) und ein Arbeitsverhältnis tritt ab dem Zeitpunkt in kraft an dem man im Betrieb arbeitet. Man braucht nicht zwangsläufig ein schriftlichen Vertrag. Nur die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich sein, da sonst das Arbeitsverhältnis weitergeht

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@Oflinitrium2

Man braucht nicht zwangsläufig ein schriftlichen Vertrag

Im Öffentlichen Dienst (um den geht es hier) braucht man den schon.

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