wie setzt sich die (Jahres)-Lohnsteuer zusammen?

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5 Antworten

Wenn Du Dein Gehalt monatlich bekommst, wird Dir auch monatlich Lohnsteuer abgezogen. Die Höhe der monatlichen Lohnsteuer bemisst sich logischerweise nach dem Gehalt inkl. der Überstunden. Das kann dazu führen, dass der Lohnsteuerabzug vergleichsweise hoch ist.

Der Arbeitgeber macht im Regelfall am Jahresende einen internen Lohnsteuerjahresausgleich, dort wird dann das Jahresgehalt zu Grunde gelegt und die Steuerspitzen ausgeglichen.

Spätestens wenn Du die Einkommensteuererklärung machst, wird die Steuer dann ganz glatt gestrichen, denn dort interessiert nur der Jahresbruttolohn und die Werbungskosten.

Das Prinzip funktioniert folgendermassen:

Bei der monatlichen Lohnsteuerberechnung geht man immer davon aus, dass das aktuelle Monatseinkommen ein Zwoelftel des Jahreseinkommens ist. Die Steuerberechnung selbst geht dann nach dem (hochgerechneten) Jahreseinkommen.

Hast du also ein gleichbleibendes Monatseinkomme von beispielsweise 2.000 Euro, dann zahlst du jeden Monat ein Zwoelftel dessen, was fuer ein Jahreseinkommen von 24.000 Euro an Steuern zu bezahlen ist.

Bei schwankenden Einkommen sieht das aber ganz anders aus. Bekommst du mal 1.000, mal 2.000 und mal 3.000 im Monat, dann zahlst zu in den Monaten mit 1.000 Euro ein Zwoelftel des bei einem Jahreseinkommen von 12.000 Euro anfallenden Steuersatzes. In denen mit 2.000 zahlst du ein Zwoelftel "auf" 24.000 Jahreseinkommen und in denen mit 3.000 ein Zwoelftel "auf" 36.000 Jahreseinkommen.

Eine Einmalzahlung von 12.000 Euro wirkt sich bei einem 2.000 Euro Einkommen also im betreffenden Monat so aus, als haettest du ein Jahreseinkommen von 168.000 Euro (12 x 14.000). Wird diese Einmalzahlung aber auf 12 Monate verteilt gezahlt, also 12 Monate lang 2.000 normales Gehalt plus 1.000 Euro Sonderzahlung, dann zahlst du jeden Monat ein Zwoelftels des auf ein Jahreseinkommen von 36.000 Euro anfallenden Steuersatzes.

Das alles gleicht sich dann aber beim Lohnsteuerjahresausgleich bzw. der Einkommenssteuererklaerung wieder aus. Dann wird naemlich alles zusammengezaehlt, was du im betreffenden Kalenderjahr verdient hast. Anhand dieses Jahreseinkommens wird dann deine Steuerschuld ermittelt. Hast du im Laufe des Jahres insgesamt zuviel gezahlt, bekommst du die Differenz zurueck. Hast du hingegen zu wenig gezahlt, musst du entsprechend nachzahlen.

Hi

Ja aber zur zweiten Frage

Was ist mit Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld Weihnachtsgeld Gewinnbeteidigung anders besteuert als das "normale" Gehalt?

Gruß Jo

Lohnsteuer meines Wissens aufs Jahr gesehen, egal wann und ich welcher Stückelung man was verdient hat.

Hey Echt klasse. Danke für die Antworten so ist es mir klar (und so hatte ich es mir auch gedacht)

Aber weiter gehts :-) Was ist mit Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld Weihnachtsgeld Gewinnbeteidigung

zählt das anders? Gruß Joachim

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