Wie setzt man Integrierte Schaltkreise richtig ein?

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3 Antworten

Bei den meisten ICs der 74er und 40er Baureihe ist Pin 14 "plus" und 7 "minus". Das hängt aber von der Anzahl der Pins ab. Hat der IC mehr Pins (z.B. 16), dann ist Pin 8 für Minus und Pin 16 für Plus. Fast immer ist der Pin oben rechts für Plus und der Pin unten links für Minus - es gibt aber Ausnahmen, also immer vorher im Datenblatt informieren!

Wärend die 40xx Baureihe mit variabler Spannung betrieben werden kann, muß die 74xx Baureihe immer mit 5V betrieben werden, die Spannung darf ein Volt daneben sein, gefordert ist aber immer genau 5V, sonst funktionieren die nicht richtig oder gehen sogar kaputt!

Wie viel Strom die liefern können hängt von der Bauweise ab und die wird mit den Buchstabenzusatz gekennzeichnet. Meistens benutzt man Bauteile aus der "LS" Reihe, z.B. 74LS00. Das LS steht für "Low-power Shottky" und spart Strom gegenüber den meisten anderen Bauweisen.

Im Datenblatt steht drin wie viel mA ein Eingang ziht, das nennt man "Fan IN". Wie viel ein Ausgang schafft wird mit "Fan Out" bezeichnet und ist eine Anzahl an Eingängen die man hinterher schalten kann. Daraus lässt sich errechnen wie stark der Ausgang ist. Viel mehr als 20mA (also eine LED) kann man aus einem 74LS00 Ausgang aber nicht ziehen ohne dass der Schaden nimmt.

Danke! Stimmt es jetzt also, dass bei zB einem UND Gatter die Stromstärke beim Output nicht gleich der Stromstärke der beiden Inputs addiert ist (zB 10mA+10mA=20mA)? Ich bin halt was IC betrifft ein blutiger Anfänger.

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@brisingir80

Das ist der Vorteil der TTL BAusteine. Bei DDL (Diode-Diode Logik) wird der AUsgangsstrom aus den EIngangssignalen erzeugt. Bei DTL (Diode-Transistor Logik) gibt es schon einen Verstärker der den Ausgang bedient, je nach Schaltfunktion und anliegenden Werten und werden die Eingänge unterschiedlich stark belastet. und bei TTL (Transistor-Transistor Logik) hat der Strom des Eingangssignal gar nichts mehr mit der Logik und vor allem dem Ausgangssignal zu tun. Der Eingangsstrom ist immer gleich und sagt der Logik sozusagen nur bescheid, der bedient die Logik nicht mehr direkt.

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@brisingir80

Ja, die 40xx Reihe ist kompatibel zur 74xx Reihe wenn man die ebenfalls mit 5V betreibt. Die CMOS Varianten können allerdimngs auch mit mehr oder auch weniger Spannung betrieben werden.

Bei CMOS ist der Eingangsstrom übrigens noch geringer da sich im inneren FET Transistoren befinden und die reagieren auf Spannungen ohne dass Ströme fließen müssen. Theoretisch ist die Ansteuerung völlig Leistungsslos. In der Praxis hat man aber LEckströme und parasitäre Kapazitäten die man beim umschalten umladen muß.

Auch in der 74xx Reihe gibt es CMOS Varianten, das sind die mit einem C im Kürzel. Der 74HCxx ist "High-Speed CMOS", aber im Gegensatz zur 40xx Reihe hat der die Schaltpunkte genau wie die gewöhnlichen 74xx Bausteine.

Da die 40xx Reihe mit variabler Spannung betrieben werden können, sehen die alles ab ca. 0,8V als HIGH, unter 0,7V als LOW. Die "Grauzohne" wo die nach Lust und Laune entscheiden können ist schmal. Bei 74xx ist die Grauzohne sehr groß, erst nahe der Versorgungsspannung bzw. nahe Massepegel wird eindeutig ein HIGH bzw. LOW erkannt.

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@Commodore64

"Theoretisch ist die Ansteuerung völlig Leistungsslos. In der Praxis hat man aber LEckströme und parasitäre Kapazitäten die man beim umschalten umladen muß"

Wie meinst du das? Muss überhaupt kein Strom fliessen dass es auf HIGH geht, oder muss einfach ein Strom grösser als Null da sein?

Aber ansonsten: Danke!

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@brisingir80

Den interessiert nur die Spannung, genauer das E-Feld das durch die Spannung ausgelöst wird.

Aber um die Spannung auf eine Leitung zu kriegen, muss man diese erst mal aufladen da die einen winzigkleinen Kondensator darstellt. Das aufladen erfordert dann erst mal Strom - bis die Leitung aufgeladen ist. Der Strom ist winzig, aber wenn man ganz oft pro Sekunde auf und entlädt, kommen dann doch recht hohe Ströme zustande. Das ist der Grund warum Computer nicht beliebig schnell laufen können. Je kleiner man eine CPU macht, desto weniger Strom braucht man pro Takt und immer kleiner machen ist schwierig und erfordert stetig neue Erfindungen und verbesserungen in der Fertigung, der Grund warum die Taktzahl von Computern immer nur in kleinen Schritten steigt.

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Die Spannung beträgt wie gesagt 2-6V. Je nachdem muss deine Stromstärke angepasst werden. Das Bauteil verträgt wie aufgezeichnet 78mW.

Also zwischen 13 und 43 mA.(Hoffe hab mich nicht verrechnet)

Das sollte sich bei den unterschiedlichen Gattern nicht verändern. Meistens werden die Systeme bei 5V betrieben.

Wende dich mit dieser speziellen Frage am besten mittels eines Freundschaftsangebotes direkt an Peppie85 (Anna), sie ist Expertin dafür.

http://www.gutefrage.net/nutzer/Peppie85

nicht unbedingt, die Antwortet zwar viel, aber hat beruflich mehr mit Elektroinstallationen zu tun. Suchmaschinen beauftragen kann sie auch.

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