Wie setzt man in diesem Satz die Kommas richtig?

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2 Antworten

Die Kommastellung ist in Ordnung.
Allerdings schreibt man anderen klein, und ein Konjunktiv wäre vorzuziehen.

"Der Volksmund sagt, dass, wer anderen eine Grube grabe, am Ende selbst hineinfalle."

Die Konstruktion als indirekte Rede ist ansonsten in Ordnung. Man kann es mit wörtlicher Rede (Doppelpunkt, Anführungszeichen; Indikativ) sagen. Das ist der Umgangssprache näher.

Wer zwei Kommas so schnell hintereinander nicht mag, kann auf eine verkürzte Konstruktion ausweichen:
"Der Volksmund sagt, wer anderen eine Grube grabe, falle am Ende selbst hinein."

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Kommentar von jahooso
07.01.2016, 01:45

Danke Volens!

Ich hab's ja schon oben geschrieben: Ich hätte normalerweise einen Doppelpunkt oder Konjunktiv I bevorzugt. Der Aufhänger war ein anderer Satz, den ich hier aber nicht bringen wollte, weil er ein bisschen zu lang ist.

Danke übrigens für den Hinweis zur Kleinschriebung. Normalerweise hätte ich vorreformierte Rechtschreibung verwendet und dementsprechend "andere" kleingeschrieben. Ich dachte aber, dass das nach neuer Rechtschreibung als Substantivierung großgeschrieben wird. Hab aber nachgeschlagen und jetzt gesehen, dass das nicht so ist. Also danke dafür!

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Kommentar von earnest
07.01.2016, 08:21

Laut Duden ist bei der Substantivierung auch "Anderen" möglich.

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"Der Volksmund sagt, dass, wer Anderen eine Grube gräbt, am Ende selbst hineinfällt". Das ist doch Mumpitz.

Sondern.

Der Volksmund sagt: "Wer Anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein".

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Kommentar von jahooso
06.01.2016, 22:12

Danke schonmal für die Antwort! Aber ich hatte geschrieben, dass ich nicht nach Formulierungsalternativen suche. Ich finde einfach, es ist kein guter Stil, immer einer Konstruktion aus dem Weg zu gehen, weil sie schwierig ist. Das kann nicht das Ziel einheitlicher Rechtschreibung und Syntax sein.

Anders sieht die Sache natürlich aus, wenn die Konstruktion tatsächlich sprachlich falsch ist. Aber warum ist sie das? Sie wird doch zumindest in gesprochener Sprache so verwendet. Und eine richtige Variante ist doch:

Der Volksmund sagt, dass der, der Anderen eine Grube gräbt, am Ende selbst hineinfällt.

Die Variante "Wer Anderen ..., fällt ...", der Wortlaut der Redensart, ist ja auch richtig. Wieso sollte es nicht möglich sein, diese im Nebensatz anzuwenden?

Tut mir leid, wenn die Frage dämlich ist. Ich bin kein Germanist.

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