Wie setzen Unternehmen von der Steuer ab?

5 Antworten

Es müssten also 19.000 € Steuer an das Finanzamt weitergereicht werden.

Wir gehen also erstmal davon aus, dass

  • alle Umsätze umsatzsteuerpflichtig sind
  • auf keine der ermäßigte Satz von nur 7% anfällt
  • Die Firma nicht als Kleinunternehmer firmiert (ginge nicht aufgrund der Umsatzhöhe).
Somit würden lediglich 17.000 € Steuer an das Finanzamt gehen?

Korrekt. Allerdings dürften neben den 8 Computern noch weitere Auslagen anfallen, die z.T. Umsatzsteuer enthielten, aber das Prinzip ist richtig.

Wovon genau kann ich den Betrag abschreiben? Von der Umsatzsteuer?

Nein eben gerade nicht.

Die Ausgabe (Abschreibung) wird dem Umsatz gegenüber gestellt und mindert daher das Betriebsergebnis (Gewinn).

Der Gewinn ist die Besteuerungsgrundlage für die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer. Und auch relevant im Bezug auf Ermittlung des Gewerbeertrags, welcher für die Gewerbesteuer relevant wäre.

Das erste Beispiel ist prinzipiell richtig. Er muss nur 17.000 an das FA überweisen. Die 2.000 Vorsteuer, die er ja an seinen Lieferanten gezahlt hat, muss der wiederum an sein FA zahlen.

Im zweiten Beispiel bist Du bei der falschen Steuer. Wenn man von "Von der Steuer absetzen" meint, dann spricht man immer von den Steuern auf den Gewinn. Das sind Gewerbe-, Körperschaft- oder Einkommensteuer, je nach Unternehmensform. Die Abschreibungen mindern Deinen zu versteuernden Gewinn. Ganz grob gesagt, kannst Du von Deinen Einnahmen alle Ausgaben abziehen, die Differenz ist der Gewinn und auf den zahlst Du dann Steuern. Abschreibungen zählen auch zu den Aufwendungen, die man abziehen kann. In Deinem Beispiel wird durch die Abschreibungen der Gewinn des Unternehmens jedes Jahr um 368€ geringer. Dadurch wird die Steuer auf einen geringeren Betrag berechnet.

Das mit der Umsatzsteuer hast Du richtig erkannt:

eingenommene Umsatzsteuer ./. selbst bezahlte Umsatzsteuer (=Vorsteuer) = Zahllast - diese muß man an das Finanzamt abführen - wenn die Vorsteuer höher ist als die Umsatzsteuer, bekommt man das vom Finanzamt erstattet.

Die Abschreibung läuft über 3 Jahre; der Monatsbetrag ist richtig - die Abschreibung wird von den Anschaffungskosten (=Nettobetrag) vorgenommen; der Buchwert eines Wirtschaftgutes vermindert sich also während der Abschreibungsphase; Beginn ist der Monat der Anschaffung (nicht der Zeitpunkt der Zahlung) - die Umsatzsteuer hat mit der Abschreibung grundsätzlich nichts zu tun, es sei denn, man wäre nicht umsatzsteuerpflichtig (dann könnte man auch die Vorsteuer nicht zurückbekommen/verrechnen) - dann gehört die Umsatzsteuer zu den Anschaffungskosten und die Abschreibung wird vom Bruttobetrag vorgenommen.

Beispiel: Dein PC wurde am 01.10.17 angeschafft (Anschaffungskosten 1.105 €)

am 31.12.17 - 3 Monate á 30,70 € = 92,10 € Abschreibung

Restbuchwert am 31.12.17 dann 1.012,90 € (man kann das auch auf einen glatten Betrag bringen, der in der anschließenden Zeit entsprechend ohne Rest (Centbeträge) teilbar ist)

Dann wird die Abschreibung entsprechend fortgeführt, bis am 30.09.2020 noch ein Erinnerungswert von 1 €/0,50 € übrigbleibt.

Der jeweilige Abschreibungsbetrag mindert den Gewinn.

Zur Umsatzsteuer sollte man noch anmerken, wann diese grundsätzlich entsteht und berücksichtigt werden muß:

Umsatzsteuer = Zeitpunkt, wann die Lieferung oder Leistung ausgeführt wird

Vorsteuer = wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt

Der Zahlungszeitpunkt ist in beiden Fällen grundsätzlich also nicht entscheidend (=vereinbarte Entgelte).

Wenn die Umsatzsteuer erst bei Zahlung berücksichtigt werden soll, muß das Finanzamt dem zustimmen (=vereinnahmte Entgelte).

1

Finanzamt & Vor- und Umsatzsteuer = der Sinn?

Hallo,

wenn ein Unternehmen eine Rechnung erhält, weist die die Umsatzsteuer auf. Das ausstellende Unternehmen zahlt diese dann als Umsatzsteuer an das Finanzamt, derjenige, der die Rechnung begleicht holt sich diese vom Finanzamt als Vorsteuer zurück.

Wo ist hier der Sinn? Warum werden die Rechnungen nicht einfach alle als NETTO ausgewiesen, also ohne eine Steuer? Dann würde das Finanzamt zwar nichts davon haben, aber das ist jetzt ja auch bereits der Fall, denn letztlich bleibt bei der Institution nichts über.

Danke für eine Klarstellung

...zur Frage

Umsatzsteuer beim Export von Waren?

Waren ins Ausland sind in der Regel steuerbefreit. Ein Unternehmen, das seine Waren exportiert, berechnet dem Kunden im Ausland also keine Umsatzsteuer. Entsteht für das Unternehmen hierbei nicht ein Nachteil?

Angenommen, ich verkaufe Güter für 10.000€ netto im Inland: ich berechne 11.900€. Exportiere ich diese Güter stattdessen ins Ausland berechne ich nur 10.000€

Wird der Auslandsumsatz durch das Finanzamt trotzdem besteuert, oder werden mir die 1900€ verrechnet? Falls diese verrechnet werden: wie genau geschieht das? Wird der genaue Betrag des entgangenen Umsatzes abgezogen?

...zur Frage

Rechnung aus Litauen (EU-Land) vorsteuer abziehbar?

hi leute habe in Litauen für mein unternehmen sachen gekauft, kann ich in rechnung stehende steuer an das finanzamt melden? und zurück fordern hier?

oder gilt es für unternehmen nur in deutschland angefallende steuer zurückerstatten lassen?

suche außerdem für meine angelegenheiten einen Ratgeber bzw Steuerberater (gibt es da online hilfen?)

...zur Frage

Wie heisst die steuerart, und wie hoch ist diese steuer wenn ich ein gewerbe/unternehmen habe und zb pizza verkaufe..wie viel will das finanzamt von mir?

...zur Frage

USt ID um Waren günstig im Ausland bestellen zu können. Welche Nachteile als Kleingewerbetreibende?

Hallo,

ich habe meinen ersten Gewerbeschein für ein Kleingewerbe (das ich nebenberuflich betreibe) erhalten. Nun möchte ich meine Arbeitsmaterialien zu günstigen Konditionen im Ausland bestellen. Allerdings verlangt dieses Unternehmen als Nachweis, eine USt.-ID. Meine Frage nun: - Welche Nachteile ergeben sich für mich, wenn ich eine USt ID beim Finanzamt beantrage obwohl mein Umsatz die 17500 EUR/Jahr nicht übersteigen wird?

Danke für eure Hilfe.

...zur Frage

Ab wie viel Euro muss man ein Gewerbe anmelden?

Ab welchem Betrag (den man monatlich Umsatz macht) muss man eigentlich ein Gewerbe anmelden?

Und wo genau meldet man es an? Im Bezirksamt? Im Amtsgericht? Oder im Finanzamt?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?