Wie sehr darf mein Buchcover denen bekannter Verlage ähneln?

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3 Antworten

A) Ein Layout, ein Buchcover kann geschützt sein als Werk im Sinne von § 2 UrhG, als "4. Werk(e) der bildenden Künste", meist also als Grafik. B) Oder eben nicht. http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html

Im Falle von A) kucke man, ob man für eine Verbreitung einer Veränderung des Originals eine Zustimmung benötigt von Seiten des Urhebers des Originals laut § 23 UrhG, oder ob mal das Original so sehr frei benutzt hat, das man keine Zustimmung benötigt laut § 24 UrhG. Zum Unterschied zwischen § 23 und § 24 googele man nach "saq.htm#freinutz".

Im Falle von B) kann ein Cover geschützt sein als Geschmacksmuster, eingetragen beim dpma.de in München. Das ist aber recht unwahrscheinlich. Außer vielleicht bei einer Reihe mit einem gewissen gemeinsamen Design-Merkmal. Aber das kann man recherchieren bei dpma.de.

Und dann könnte es noch wettbewerbsrechtlich bedenklich sein, einen Eindruck eines Mitbewerbers abzukupfern, googele "Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb":

§ 4 Beispiele unlauterer geschäftlicher Handlungen

"Unlauter handelt insbesondere, wer

  1. Waren oder Dienstleistungen anbietet, die eine Nachahmung der Waren oder Dienstleistungen eines Mitbewerbers sind, wenn er

a) eine vermeidbare Täuschung der Abnehmer über die betriebliche Herkunft herbeiführt,

b) die Wertschätzung der nachgeahmten Ware oder Dienstleistung unangemessen ausnutzt oder beeinträchtigt ..."

Gruß aus Berlin, Gerd

Wenn du jetzt über das Cover nachdenkst ob es ein Verstoß bedeuten könnte - wie siehts dann mit dem eigentlichen Buch aus?

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