Wie sehr ändert sich eigentlich eine Diagnose im Verlauf der Behandlung (Depression)?

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5 Antworten

Hallo MNL,

In der Regel wird bei Aufnahme in die Klinik eine sogenannte Arbeitsdiagnose gestellt, das bedeutet die Diagnose, die man erst einmal annimmt, die sich aber noch ändern kann, weil man ja bei Aufnahme nicht genügend Informationen hat. Das ist sozusagne die erste Einschätzung und entscheidet über den Begin der Behandlung.

Im Verlauf kann diese gleich bleiben, wenn sie sich als richtig herausstellt. Oder sie wird noch einmal geändert, wenn durch neue Information eine andere Diagnose gestellt wird.

Bei Entlassung gibt es dann eine Entlassdiagnose, die zeigen soll, was sich verändert hat und mit welcher Diagnose Du dann die Klinik verlässt und die bei der ambulanten Weiterbehandlung beachtet werden soll.

Im Kurarztbrief steht oft nur eine Diagnose - die für den Aufenthalt oder die Weiterbehandlung wichtigste. Im entgültigen Brief (der einige Wochen später per Post zugestellt wird) wird auch der Verlauf beschrieben und steht eventuell auch eine Begründung zur Diagnose.

Falls Dir etwas unklar ist oder Du Fragen hast solltest Du immer die Ärzte oder Therapeuten fragen, mit denen Du dort zu tun hast! Fragen kostet nichts. Im Gegenteil! Es ist gut wenn man in der Klinik sieht, dass Du Dich interessierst und aktiv wirst.

LG und alles Gute!

Hourriyah

Die Diagnose F32.2 wurde allerdings auch nach ein paar Wochen geführt. Also nicht erst am Anfang

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Genau genommen heißt F32.2 rezidivierende depressive Episode ohne psychotische Symptome, derzeit schweren Grades.

Bedeutet: wiederkehrende Episoden von Depression, *aktuell* schwer gradig.

Wobei an der 32.2 noch mehr hängt. Zum einen ist akute Suizidalität generell ein Merkmal die 32.2 zu vergeben, nicht 32.1, zum anderen KANN man mit der 32.2 nach der Klinik ambulante psychiatrische Pflege bekommen - was mit ner 32.1 nicht geht.

Das bedeutet NICHT gerichtlicher Betreuer!
APP ist sowas wie ne Bezugspflege auf Station - nur eben ambulant. Und man KANN das bekommen, MUSS aber nicht.

Außerdem bekommt die Klinik für ne 32.2 mehr Geld und ändern daher sicher nicht die Diagnose. Wozu auch?

Der Verlauf wird in berichten dokumentiert, nicht in Diagnoseziffern. Sonst müsste es die ja für jede andere Störung auch geben, was nicht so ist. Das Spektrum ist bei anderen Störungen sogar noch viel größer.. zb den Persönlichkeitsstörungen (F60.x).

Die Entlassungsdiagnose hängt von deinem Befinden ab. Das entscheidet der Arzt/Psychologe durch Auswertung und Verlauf, deiner Therapiefortschritte unter Einbezug der Tests und psychol. Gespräche ect. Meist in Einbeziehung des dich betreuenden Team.

Wie cool,dass du der einzige bist, der das behauptet...

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Eine Diagnose klassifiziert lediglich Symptome, die zu Beginn einer Behandlung bestanden. Diese Klassifikation wird in Diagnosen (in Deutschland in Form von ICD-10 definierten Störungsdiagnosen/-ziffern) ausgedrückt. Das ist dann die Behandlungsdiagnose und daher in der Regel auch die der Entlassung. Die Besserung steht dann im Bericht, drückt sich aber (logischerweise) nicht in einer geänderten Behandlungsdiagnose aus.

Eine Betreuung hat nichts mit der ICD-10 Diagnose zu tun.

und wie die Betreuung etwas mit dem ICD-10 Code zu tun hat. Es wird gesagt, dass jene Patienten, die diese Diagnose haben eine dauerhafte Betreuung benötigen. Die Betreuung in der Klinik ist vielleicht unabhängig..

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@meinneuesleben

 Es wird gesagt, dass jene Patienten, die diese Diagnose haben eine dauerhafte Betreuung benötigen. 

Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt viele Menschen die sich aus der Depression gekämpft haben. 

Letztlich ist Psychotherapie vor allem Arbeit / Kampf / Bemühen des Patienten selber. Medis und Therapeuten können hier nur unterstützen. 

Die Diagnoseschlüssel sind letztlich nur eine Richtung um das Krankheitsbild des Betroffenen einzugrenzen, du solltest dich nicht zu sehr daran klammern. 

Arbeite an dir und deinem Leben, weil nur du kannst dich aus der Situation ziehen, das kann dir weder eine Betreuung noch eine Diagnose abnehmen.

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Mein ich nicht, weiß ich. Vielen Dank auch dafür, dass du mir tausend Sachen erklärst, die ich schon weiß und das was ich wissen möchte, außen vor lässt. Das Lob ich mir.

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@meinneuesleben

Ich finde deinen Ton hier recht unangemessen, @ schloh80 war bemüht dir zu helfen. 

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@meinneuesleben

Na, denn ist es ja gut. Mir leuchtet zwar nicht ein, weshalb du dann eine Frage stellst, die du offenbar schon für dich beantwortet hast, um dann auf gegenteilige Aussagen verbal unangemessen einzuschlagen, aber was solls.

Aber noch mal für andere, die dies hier besorgt lesen. Niemand wird wegen einer Diagnose in eine Betreuung "gesteckt". Eine psychische Erkrankung ist zwar eine Voraussetzung für eine Betreuung (ohne dies keine Betreuung möglich), aber es folgt mitnichten aus einer Behandlungsdiagnose zwingend eine Betreuung (dies ist und bleibt etwas Seltenes, kann aber natürlich bei Patienten, auch mit F32.2, sinnvoll und notwendig sein, muss aber nicht). 

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Ich reagiere nicht unangemessen. Ich habe auch in keiner Weise von einer gesetzlichen Betreuung oder so gesprochen und meine Frage habe ich mir ja gar nicht beantwortet. Das hast du allerdings auch nicht getan.

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Das kommt immer auf den langfristigen, psychischen Zustand des Patienten an.

Je mehr sich dein psych. Zustand bessert, desto besser u. anders fällt

die neue Diagnose aus.

weil ich gar nicht weiß, wie wichtig die Diagnose war, die ich gelesen habe. Wie gesagt mir wurde offiziell nie eine Diagnose mitgeteilt. Die stand nur so auf einem Anmeldeformular für eine Therapie, die ich in der Klinik machen sollte...

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