Wie sehr ähneln meine Gene denen meines Uhrgroßvaters?

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2 Antworten

Letztlich sind unsere schätzungsweise 30.000 Gene auch ein familiärer Einfluss. Allerdings unterliegt dieser, anders als die Erziehung, nicht der elterlichen Steuerung, sondern ist dem Zufall ausgesetzt. Wenn die Keimzellen von Frau und Mann verschmelzen und ein Kind entsteht, liegt jedes Gen in allen entstehenden Körperzellen doppelt vor, von väterlicher und von mütterlicher Seite. Sich aber vorzustellen, ein Mensch sei halb Vater, halb Mutter, ist viel zu simpel gedacht.

Zum Beispiel kann innerhalb eines Gen-Paares die Erbinformation eines Elternteiles ganz unterdrückt sein oder dominieren. Es ist auch möglich, dass sich die Gene eines Paares in ihrer Wirkung wechselseitig verstärken oder abschwächen. Zusätzlich können sie mit anderswo im Erbgut gelegenen Genen zusammenwirken und deren Effekte verändern.

Es ist möglich, dass bei einem Kind genetisch beeinflusste Verhaltensweisen von früheren *Vorfahren* wieder auftauchen, die in nachfolgenden Generationen nicht aufgetreten sind. Und es können auch ganz neue Eigenschaften auftreten, die in keiner der beiden Herkunftsfamilien vorhanden waren.

Die Kinder, die ein Elternpaar zeugt, sind daher in ihren Anlagen höchst individuell. Wenn also jemand in sich den  (Ur)Großvaters zu spüren glaubt, könnte er Recht haben. Andererseits hat er alle Voraussetzungen, sich anders zu entwickeln  "Es gibt durchaus Merkmale und Eigenschaften, die innerhalb von Familien gehäuft auftreten". "Doch, verglichen mit der Unmenge von Unterschieden, fallen sie kaum ins Gewicht."

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Von den Eltern je 1/2 den Genoms

von den Großeltern  je 1/4

von den Urgroßeltern je 1/8

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