Wie sehen Beziehungen von INFPs aus?

8 Antworten

Hi, ich ein INFP und ich kann nur sagen, dass ich sehr intensive, leidenschaftliche Menschen sind, wenn ich mich verliebe. Zudem bin ich idealistisch und habe manchmal sehr hohe Ansprüche an meinen Partner, der in INTP ist.

Das scheint aber sehr gut zu passen, da wir beide sehr viel miteinander kommunizieren und somit noch genug Parallelen zueinander haben, damit die Beziehung in Schwung bleibt. Ich als INFP habe oft auch ein Problem mit der täglichen Routine und brauche viel Abwechslung, was dem INTP auch entspricht.

Bei einem INFP ist es wichtig, dass man seine Werte respektiert und auch versucht zu verstehen und ihm wirklich zuzuhören. Natürlich sollten die Werte auch nicht angegriffen werden. Dann ist eigentlich alles gut :)

Hi, ich sehe zwar, dass deine Frage schon etwas älter ist, aber ich bin auch INFP.

Das interessante dabei, ich hab auch Ewigkeiten keine Beziehung führen wollen. Einerseits weil ich das Gefühl hatte, niemand passt zu mir andererseits, weil ich wollte das es nicht nur ums Körperliche geht. Und dieser Aspekt ist ja als Teenager total essentiell. Für mich war das immer schwer verständlich. Ich wollte jemanden der mich versteht und meine Ansichten teilt. Wie hier schon oft beschrieben wird, einen Seelenverwandten. Irgendwann mit 24 kam dann jemand, hat mich in meiner welt- und menschenansicht komplett erschüttert..er war ein Blender und so habe ich mich innerlich so wie äußerlich komplett verändert. Das krasse dabei ist, dass ich den Test zwei Jahre später nochmal gemacht habe. Und meine Persönlichkeit hat sich minimal verändert. Jetzt bin ich anscheinend ein INFJ. Einschneidende Erlebnisse im Leben verändern natürlich einen Menschen. Interessant ist, dass ich jetzt in einer Beziehung bin. Vom denken her, habe ich mich doch stark geändert. Ich sehe nicht mehr alles so eng. Zwar bin ich noch idealistisch aber ich nehme viele Sachen auch hin, die ich nicht mehr ändern kann.

Es liegt doch an einem selbst wie man mit Beziehungen umgeht und was man sich darunter vorstellt.

Ich vermute, INFJ passt besser. Der Test ist natürlich nicht unfehlbar, aber der Typ ändert sich im Laufe des Lebens kaum

Ich selber bin INFP, habe mal einen Test probiert während ich mich in meine Kindheit hineinversetzt hatte: Auch da war ich INFP, was mich überraschte, ich hätte nämlich INTP erwartet.

0

Hallo erstmal,

ich kann mich der anderen Antwort nur anschließen, sie ist sehr tiefgründig und interessant. Endlich mal Menschen die tiefgründiger denken.

Also wie ich schätze bin ich auch ein INFP, hatte jetzt schon mehr Erfahrungen im Thema Beziehungen. Leider weiß ich nicht was für Persönlichkeitstypen meine Ex-Partner waren, aber wie die Beziehung allgemein als INFP ist. Wir als INFP sind sehr leidenschaftlich, hilfsbereit und brennen für eine Sache (wie z.B. für einen Partner). Dabei ist festzustellen, dass man seinen Partner sehr stark idealisiert und in gewisser Maßen damit unter Druck setzen kann( meine Erfahrung). Der Gegenüber kann sich ggf. als nicht gut genug fühlen, da die eigenen Erwartungen oftmals zu hoch an den Partner gestellt werden. Als INFP ist man auf der Suche nach einen Seelenverwandten, der irgendwo draußen in der Welt sein mag (träumerisch). Dafür nimmt man auch eine lange Single-Zeit in den Kauf. Ebenso ist es einem sehr wichtig eine tiefgründige Basis mit der jeweiligen Person zu haben, sonst lässt man niemanden an seiner vollen Gedankenwelt teilhaben.

Im Bezug zum sexuellen Kontakt, ist eine Vertrauensbasis der Grundstein für alles. Ohne eine gedankliche Verbindung zu seinem Partner, kann man sich auch nicht körperlich auf die jeweilige Person einlassen. (Deshalb die lange Suche)

Die Beziehungen sind sehr intensiv und leidenschaftlich.

Ebenso ist der eigene Freiraum für INFP´s essentiell, denn wir müssen unsere Kraft in Ruhe auftanken können und Geschehnisse verarbeiten dürfen, sonst fühlen wir uns eingeengt und haben einen Drang auszubrechen. Also immer jedem seinen Freiraum für Ideen, Aktivitäten und Selbstentfaltung geben.


Ich weiß nicht ob das hier irgendwie weiterhilft, aber habe es einfach mal versucht aus meiner Sicht zu schildern. :)

Wahrscheinlich ist es irgendwie unangebracht, diese Antwort 169 Tage nachdem sie geschrieben wurde auf einmal zu kommentieren, aber ich muss gerade noch was loswerden. Hier sieht man einmal mehr, warum INFPs nachgesagt wird, sie wären talentierte Autoren und könnten Gedanken klar, mühelos, einfach und irgendwie schön aufschreiben. Diese Antwort ist irgendwie perfekt finde ich (und ich habe länger über sie nachgedacht, weil ich eigentlich irgendwas informatives auch noch kommentieren wollte, aber mir ist nichts eingefallen was ich noch anfügen könnte). Also - danke :D

3

Hallo,

ich bin durch Zufall über eure Unterhaltung gestolpert, auch wenn sie etwas älter ist.. Wisst ihr, ob es noch eine andere Plattform gibt, wo man sich über dasThemen austauschen kann? Mir laufen im Alltag halt auch nicht so viele andere INFP-Persönlichkeiten übern Weg...

Liebe Grüße

Erst einmal, die Frage finde ich total interessant. Ich werde aber nicht besonders viel weiterhelfen können, weil ich zwar INFP bin, aber auch noch nie eine Beziehung hatte und keinerlei sexuellen Erfahrungen (das scheint typisch für uns zu sein XD) habe.

Demisexualität haben fast alle INFPs, denke ich... Genauso wie ich glaube, dass Beziehungen von INFPs fast nur mit anderen iNtuitives funktionieren - wir brauchen das Gefühl, verstanden zu werden, und diese tiefsinnigen, theoretischen, philosophischen Gespräche... So etwas geht schlecht mit Sensors, finde ich.

Am nähesten bin ich einer Beziehung einmal mit einem ENFJ gekommen.. Wir haben uns durch eine Freundin von mir (ESFP) einmal getroffen, er hat mich später angeschrieben, und seit dem haben wir einfach total lange über mehr oder weniger tiefsinnige Themen geschrieben. Er meinte irgendwann, dass er sich in mich verliebt hat, und auch wenn ich ihn auch mochte, hab ich ihm trotzdem gesagt, dass ich keine Beziehung mit ihm will, weil ich fand, irgendetwas passt nicht zwischen uns...

Dann hätte ich noch eine Geschichte von einer jetzt 76-jährigen Frau anzubieten: Sie ist ein INFP, und sie war um die vierzig Jahre mit einem Mann verheiratet, bevor er gestorben ist. Schwer zu sagen, welcher Type ihr Mann war, aber ich würde auf INTx tippen. Bin mir da aber echt nicht sicher. Auf jeden Fall... Sie war sehr lange single, seeehr lange. Ihre Freundinnen haben alle so mit 20 geheiratet, wie das eben damals zu war, nur irgendwie hat das bei ihr nicht funktioniert. Ich weiß aber nicht, warum nicht... Da nachzufragen wäre taktlos. Mit 27 hat sie dann ihren Mann kennengelernt (der davor schon andere Frauen und auch ein Kind hatte, aber das hat sie nicht gestört, auch wenn sie noch gar keine Erfahrungen hatte bis zu dem Punk) und auch bald darauf geheiratet.. Die Ehe war auf jeden Fall auch körperlich - sie haben versucht, Kinder zu kriegen, aber irgendwie hat das nicht geklappt. Ich bin mir nicht sicher, aber ich wage einmal zu behaupten, dass Sexualität in der Ehe eine größere Rolle gespielt hat als geistige Verbundenheit... Sie haben sich auch öfters gestritten, zweimal ist sogar jemand von ihnen ausgezogen und vom anderen weggezogen für eine Zeit lang... aber im Endeffekt sind sie doch immer wieder zueinander zurückgekommen. Vor 7 Jahren dann ist ihr Mann gestorben... Und sie liebt ihn noch immer, sie ist immer noch nicht über seinen Tod hinweg.

Tut mir Leid, dass ich die Geschichte jetzt so nüchtern und bruchstückaft erzählt habe, aber ich will keine falschen Dinge verbreiten und ich weiß nur, was sie mir freiwillig erzäht... Wie sie sich damals während der Ehe gefühlt hat, ist total schwer zu sagen, weil inzwischen eben alle Gefühle von damals von der Trauer überlagert werden, die sie heute fühlt...

Naja. Ich hab mein Bestes versucht, auch wenn ich bezweifle, dass dir das weiterhilft.... Aber im Endeffekt musst du sowieso deine eigenen Erfahrungen machen - wir Menschen sind ja Gott sei Dank zu individuell, als dass du von anderen INFPs auf dich selber schließen könntest.

Was möchtest Du wissen?