Wie schwierig /resp. was für Voraussetzungen muss man erfüllen, um ein Kind aus Indien zu adoptieren?

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3 Antworten

ich kann jetzt nicht gezielt für Indien sprechen, aber generell für Auslandsadoption.

Man sollte sich grundsätzlich an eine Adoptionsvermittlung wenden. Die haben die Erfahrungen und sind vom Staat überprüft. Ohne so eine Adoptionsvermittlung ist eine Auslandsadoption sehr schwierig, bis fast unmöglich. Die Adoptionsvermittlungen haben sich in der Regel auf 3-4 Länder spezialisiert.

Eine Liste mit Adoptionsvermittlungen bekommt man beim Jugendamt. Da steht dann auch drauf, mit welchen Ländern sie zusammenarbeiten.

So oder so solltest du dich ans Jugendamt wenden, da die früher oder später eh involviert werden.

Was man allgemein bei einer Auslandsadoption immer braucht: viel Geduld und gute Nerven. Von der Bewerbung, bis man endlich ein Kind bekommt können durchaus 5 Jahre vergehen. Da sind dann oft längere Zeiträume dabei, in denen man gar nichts machen kann, außer zu warten.

Und, was man auch nicht vergessen darf, ist der finanzielle Aspekt. Mit 20.000-30.000€ kann man schon rechnen. Aber bevor jetzt wieder jemand mit "Menschenhandel" anfängt: es sind viele Einzelposten, für die man Geld benötigt, so wie z. B. die Reise ins Ausland, Aufenthalt im Hotel, etc.

Oder um es deutlicher zu machen: man muß ja viele Dokumente sammeln. Die müssen dann natürlich übersetzt werden. Das kann man aber nicht selbst machen, es muß von einem staatlich anerkannten Übersetzter gemacht werden. So was kostet im Schnitt 600€ ...

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Da jede Auslandsadoption in Deutschland nachadoptiert werden sollte, muss das Jugendamt in Deutschland miteinbezogen werden. Auch um Illegalität weitestgehend aus dem Weg zu gehen und um Einreisegenehmigung des Kindes in Deutschland zu bekommen.

Habe selbst zwei brasilianische Kinder adoptiert und bin diesen jahrelang,steinigen Weg mit dem Jugenamt gegangen.

Übrigens für alle Skeptiker:

Man sucht sich häufig kein Kind aus-sondern bekommt es mehr oder weniger "zugeteilt".

Im Übrigen gibt es in Deutschland weit mehr Adoptionswillige Eltern denn Adoptionsfähige Kinder.

Euch viel Glück und gutes Durchhaltevermögen!

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Ich würde mal so sagen:

Es ist egal, ob du ein Kind aus Indien adoptierst oder aus dem Senegal. 

Adoption ist Adoption und eigentlich immer gleich. 

Um sich den Kinderwunsch durch eine Adoption zu erfüllen, muss ein Elternteil laut dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) mindestens 25 und der andere mindestens 21 Jahre alt sein. Alleinstehende müssen 25 Jahre alt sein, um ein Kind adoptieren zu können.

Der maximale Altersunterschied zwischen dem Kind und den Eltern sollte 40 Jahre nicht überschreiten. Dazu gibt es zwar keine gesetzliche Regelung, in der Praxis wird aber normalerweise darauf geachtet. Auch sollte man sich als 45-Jährige/r darauf einstellen, dass das Adoptivkind kein Säugling mehr sein wird, sondern bereits fünf Jahre alt oder älter.

Auch das polizeiliche Führungszeugnis spielt vielerorts eine Rolle – es sollte frei von Eintragungen sein. 

Bestimmte Voraussetzungen werden von den zuständigen Jugendämtern zum Teil unterschiedlich gehandhabt. Üblicherweise wird auf ein ausreichendes und geregeltes Einkommen geachtet und darauf, dass dem Kind genügend Wohnraum zur Verfügung steht. Ihre eigene gesundheitliche Verfassung ist ebenfalls wichtig. Sie sollten imstande sein, für das Kind "bis über die Pubertät hinaus als belastbare Bezugsperson zur Verfügung zu stehen", erklärt das Bayerische Landesjugendamt.

Natürlich sollten Sie als Eltern auch unter psychologischen Gesichtspunkten gut zu Ihrem potentiellen Adoptivkind passen. Normalerweise werden Bewerbern ausführliche Fragen zu ihrer Persönlichkeit, ihrem bisherigen Lebenslauf und ihrer familiären Situation gestellt. Zentral ist dabei die Frage nach der Motivation: Weshalb streben sie eine Adoption an? Diese Eignungsfeststellung kann einige Zeit und viel Geld in Anspruch nehmen.

Manche Paare, denen eine Adoption in Deutschland zu umständlich erscheint, wollen aus diesen Gründen auf ein Kind aus dem Ausland ausweichen. Doch auch die Voraussetzungen für eine Adoption im Ausland sind nicht zu unterschätzen.

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Saturnknight 14.07.2017, 02:34

Es ist egal, ob du ein Kind aus Indien adoptierst oder aus dem Senegal. Adoption ist Adoption und eigentlich immer gleich. 

Das würde ich so nicht sagen. Jedes Land hat eigene Regeln, die nicht immer gleich sind.

Wenn man beispielsweise ein Kind aus Rußland will, dann muß man schriftlich bestätigen, daß man über ein erhöhtes FAS Risiko aufgeklärt wurde (d. h. Schädigungen des Kindes wenn die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat). Das gibt es nur in Rußland.

Wenn man ein Kind aus Kenia will, dann muß man nach Erhalt des Kindes noch 9 Monate im Land bleiben. In anderen Ländern (wie z. B. Haiti= kann man gleich nach Erhalt des Kindes heimreisen.

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