Wie schwierig ist es in Programmen/Software/Apps & Co. Sprachpakete zu implementieren?

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2 Antworten

Das hängt entscheidend davon ab, ob die Entwickler dran gedacht haben, dass manche Leute die Anwendung gern in anderen Sprachen verwenden würden.

Im schlechtesten Fall sind die Texte alle im Programmquelltext selber drin. Dann lassen sie sich nur im Quelltext ändern, mit Neukompilation danach, oder mit einem Hex-Editor direkt in der Binärdatei, die Ersatztexte müssen dann aber genau dieselbe Länge (in Bytes) haben wie der Originaltext.

Im besten Fall werden die Texte aus einer externen Datei ausgelesen, die man einfach durch eine gleichartige Datei, die die übersetzten Texte enthält, austauschen kann, oder eine eigene Übersetzungsdatei hinzufügen kann (z. B. Dateiname "texts.de-de" und in den Programmeinstellungen "language=de-de").

(Auch hier muss man natürlich ausprobieren, ob die Texte nicht zu lang geworden sind für die Stellen, an denen sie erscheinen sollen.)

Dann gibt es noch jede Menge Zwischenstufen, z. B. mit Textressourcen, die an den eigentlichen Binärcode der Anwendung angehängt sind und sich ohne Neukompilation austauschen lassen, aber nicht so einfach wie getrennte Dateien.

(Für unseren Kunden in der Schweiz haben wir einen Ordner TEXTS\\\\ und darin drei Unterordner DE\\\\, FR\\\\, IT\\\\, in denen sämtliche programminternen Texte und sämtliche Textvorlagen liegen. Um die Übersetzungen kann der Kunde sich deshalb selbst kümmern.)

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Kommentar von Starjuice
28.07.2016, 12:07

Vielen Dank dir für die Erklärung. Da muss ich noch einiges zu googlen, aber immerhin verstehe ich nun grob den Aufbau.

gruß

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Das kommt auf die Programmiersprache an, auf die das Programm oder die App basiert. Bei Android geht es beispielsweise sehr einfach. Bei iOS weiß ich es nicht. Und am PC gibt es sehr viele verschiedene Sprachen.

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