Wie schwierig ist es die Temperatur/Feuchtigkeit in einem Terrarium zu regulieren?

5 Antworten

Wir halten Würgeschlangen (Boa constrictor). Die Schlangen sind allgemein eher friedlich-phlegmatisch, so daß man sie gut herausnehmen und händeln kann, wenn man sie von klein auf dran gewöhnt.

Wir haben eine Steuerung für Licht und Temperatur. Diese sorgt für 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit sowie Tagsüber 28 - 30 Grad und nachts 25 - 26 Grad.

Für die Überwachung der Luftfeuchtigkeit haben wir ein Hygrometer. Die Schlange braucht eine relativ große Wasserschüssel (wir nehmen quadratische Plastikschüsseln, die man z.B. beim Camping zum Geschirrspülen nimmt, allerdings sind die Schlangen schon recht groß)

Die Verdunstung sorgt ebenfalls für Luftfeuchtigkeit, die Schlangen trinken und baden auch darin und meist koten sie auch ins Wasser (was die Reinigung des Terrariums erleichtert, da man nur die Schüssel reinigt).

Wenn die Luftfeuchtigkeit nicht passen sollte, sprüht man ein bis zweimal Täglich mit einem Blumensprüher Wasser rein, dies sollte man unbedingt machen, wenn die Schlange in die Häutung kommt. Dann gibt es keine Häutungsprobleme.

Boas sind "faule" Lauerjäger und ortstreu. Sie suchen sich ihr Plätzchen und bleiben dort tage, teilweise wochenlang zusammengerollt liegen. Das machen sie in der Natur auch - daher ist es KEINE Tierquälerei, diese Schlangen in einem ausreichend großen Terrarium zu halten.

Sie benötigen keinen Auslauf wie ein Hund, sie müssen nicht rennen, sie brauchen keine Herde und sie brauchen keine Zuwendung.

Sie stinken nicht (was stinkt ist der Kot, den räumt man halt gleich raus), haaren nicht, fühlen sich glatt und seidig an (fast wie Glas).

Sie werden mit Mäusen und Ratten gefüttert, je nach Größe des Tieres. Wir kaufen die Futtertiere gefroren ein. Sie werden im Wasserbad aufgetaut und dann verfüttert.

Für eine ausgewachsene Boa von 2,20 - 2,50 m genügt ein Terrarium von 120 x 100 x 100 cm.

hi,

bei entsprechender vorbereitung (gute literatur, fachforen, besuche bei seriösen haltern/züchtern...) kann auch ein anfänger etwas heiklere arten pflegen. anfängerarten als solche gibt es nicht. jede art hat ihre bedürfnisse, die der halter zu berücksichtigen hat. das problem ist, dass es arten gibt, die nicht gleich tot umfallen, sondern durchaus jahrelanges leid ertragen können (müssen). ein opfer ist da z.b. die "altbewährte" bartagame. als leicht zu pflegen deklariert, hat sie jedoch eigentlich sehr hohe ansprüche an die haltung (lichtqualität, temperatur etc.).

hast du denn schon eine idee, welche maximale terrariengröße ihr stellen könnt? soll es ein schön bepflanztes feuchtterrarium sein oder lieber etwas trockenes? mehr dämmerungs-/nachtaktiv oder tagaktiv?

lg jana

Da sind wir uns noch nicht ganz sicher, ich denke aber wir würden etwas bepflanztes bevorzugen. (mein Freund meinte als ich ihn fragte, Wüstenregion wäre ihm zu kahl..) Die Größe des Terrariums sollte erstmal nicht zu groß sein, aber schon so, dass sich das Tier auch wohlfühlen würde. Das käme dann halt darauf an was es wird. Nacht/Dämmerungsaktiv wäre gut.

Hast du selbst Reptilien? Momentan sind wir beim Thema Gecko angelangt, da gibt es ja zig verschiedene Arten...

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@Tragosso

hi,

ja, ich halte seit über 10 jahren verschiedene reptilien (und auch amphibien). trockenterrarien müssen nicht kahl und langweilig sein.

hier mal ein video vom bau eines meiner trockenterrarien: https://www.youtube.com/watch?v=TLsrgcm-d8A

gecko ist doch schonmal eine idee. da käme z.b. correlophus ciliatus in frage (allerdings dämmerungs-/nachtaktiv). oder aber die tagaktiven und durchaus zeigefreudigen lygodactylus williamsi.

beide terrarien brauchen nicht übermäßig viel platz.

lg jana

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Ich fang mal von hinten an, weil du schreibst "Vorschläge für Tiere bei denen es nicht direkt zu Schäden führt, sollte man es nicht sofort perfekt temperieren können"

Regel erst das Terrarium richtig ein, so dass das Tier von Anfang an die richtigen klimatischen Bedingungen vorfindet!

Es gibt mittlerweile für alles Steuerungen, automatische Luftbefeuchter oder Regenanlagen für die Luftfeuchte, Heizlampen/Matten/Kabel für die Temperatur und fürs Licht brauchste eh nur ne Zeitschaltuhr. Das kann man also alles atomtisch steuern.

Natürlich geht das aber auch manuel. Thermo- und Hygrometer haste eh drin, und nachdem wird gesprüht, geheizt usw.

Es ist nicht soooo kompliziert ein Terrarium ordentlich einzuregeln. Wie Gesagt, mach das bevor das Tier kommt. Dann hast du soviel Zeit wie du eben benötigst und wenn etwas nicht gleich klappt muss das Tier nicht drunter leiden und du gerätst nicht in Stress.

Wenns ne Schlange sein darf, ein Königspython ist relativ pflegeleicht, in der Regel nicht aggressiv und wird auch nicht so riesen groß.

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