Wie schwerwiegend muss eigentlich ein Vergehen für eine Abmahnung

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10 Antworten

Es kommt erst mal nicht auf die Schwere des Vergehens an, sondern darauf, dass sich jemand jemand benachteiligt bzw. geschädigt fühlt. Beim Arbeitsverhältnis gibt es genügend Gerichtsentscheide, die den Arbeitnehmer bei unberechtigten Abmahnungen schützen.
In anderen Fällen sieht das schlechter aus: Wer eine eigene Hompage ins Internet stellt ohne ausreichendem Impressum oder ein Bild aus einer anderen Seite in seiner eigenen stellt kann durch jeden Rechtsanwalt abgemahnt werden und muß nach meinem Eindruck wohl zahlen, da er vor Gericht kaum Recht bekommt! Man kann natürlich versuchen zu verhandeln.

Es braucht nichts Schwerwiegendes sein. Es genügt die Übertretung einer gesetzlichen Regelung. Beispiel: es gibt örtliche Vorschriften darüber, dass an den Eingangstüren von Geschäften oben der Eigentümer angeschrieben sein muss. Man kann nun rumgehen und jene abmahnen , bei denen das fehlt.

katho 18.02.2008, 23:43

Das ist nicht die Art Abmahnung, die gemeint war - ich glaube, sie spricht von der Abmahnung durch einen Arbeitgeber.

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HerrLich 18.02.2008, 23:45

Diese Abmahnung geht an Geschäftsinhaber, nicht an Angestellte.

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Klar gibt es gesetzliche Regelungen. Problem ist nur, dass die ja ausgelegt werden müssen. D.h. dein Arbeitgeber kann dich z.B. abmahnen, weil du wegen des dichten Verkehrs ein paar Minuten zu spät bist. Weil du einen kleinen Klönschnack hälst. Weil du mal kurz deine privaten Emails abrufst oder was auch immer. Dinge, die in vielen Unternehmen toleriert werden, können in anderen zu Abmahngründen werden.

katho 18.02.2008, 23:53

Das ist ja Unfug, selbstverständlich bekommt man nicht wegen solcher Kleinigkeiten sofort eine Abmahnung. Das muss schon wiederholt und dauerhaft vorliegen. Alles andere würde vor dem Arbeitsgericht gar keinen Bestand haben - und das wissen die meisten Arbeitgeber durchaus. kopfschüttel

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Monroe007 19.02.2008, 00:03
@katho

Dann schüttel mal weiter :-) Natürlich darf auch wg. Geringfügigkeiten gemahnt werden. Es kann halt sein, dass bei Kleinigkeiten erste mehrere Abmahnungen fällig sind, bis sie zum Kündigungsgrund werden.

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bitmap 19.02.2008, 00:22
@katho

Nix Unfug. Abgemahnt wird durchaus auch wegen Nichtigkeiten. Wobei das oft eine Frage der Sichtweise ist. Relevanz bekommt das dann vielleicht bei nem Kündigungsschutzprozess, wenn der Arbeitnehmer deswegen gekündigt wird.

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Ja, kurz gesagt, das kann jeder Arbeitgeber selbst entscheiden. Eine Abmahnung hängt von dem Grad deiner Verfehlung ab; manche Arbeitgeber sind da tolerant, andere weniger. Es hängt auch vom Geschäftsfeld ab; in einer Bank im Publikumsverkehr kann eine ungepflegte Erscheinung schon Grund zur Abmahnung sein, im öffentlichen Dienst bei der Müllabfuhr wohl kaum. Bei Aussendienstlern ist eine Verspätung wohl tolerierbar, bei U-Bahn-Fahrern oder im Krankenhaus wohl kaum.

Abmahnung: Gründe

Eine Abmahnung folgt auf Fehlverhalten. Sie beinhaltet die Aufforderung an den Arbeitnehmer, Pflichtverletzungen aus dem Arbeitsvertrag einzustellen bzw. künftig zu unterlassen. Kurz gesagt handelt es sich um eine Drohung, dass bei Wiederholung eine Sanktion erfolgt, meist in Gestalt der Kündigung.

Die Gründe für Abmahnungen können sowohl im Leistungsbereich als auch im Vertrauensbereich liegen. (...)

http://www.gansel-rechtsanwaelte.de/artikel/A74-Urlaub.php

eine abmahnung ist meist die folge wenn dem betrieb schaden zugefügt wird. wie Diebstahl in leichter form (sonst fristlose kündigung, bei uns bei allen diebstählen, selbst wenn du einen gebrauchten bleistift klaust) nicht einhalten von betrieblichen bestimmungen, unerlaubtes entfernen vom arbeitsplatz, unerlaubte pausen, weiertragen betrieblicher infos und daten und..und.. und..

Das wird von Arbeitgeber zu Arbeitgeber unterschiedlich gehändelt. Bei manchen Arbeitgebern bekommst du für eine bestimmte Verfehlung erst eine Abmahnung und dann bei Wiederholung den Rauswurf, bei anderen wirst du gleich gefeuert.

Jedenfalls musst Du einen gravierenden Fehler begangen haben.

Nein, Du hast einen Arbeitsvertrag, und es gibt Gesetzte. Daran muß sich jeder halten. Ruf doch einfach mal bei einer Gewerkschaft an, da wird Dir konkret geholfen. L.G.

schau mal hier, da ist es gut erklärt:

http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/frameset.htm?

Pflaster 18.02.2008, 23:49

Danke habs mir grad durchgelesen

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