Wie schwer oder leicht ist es sich aus Obdachlosigkeit zu befreien?

8 Antworten

Ich denke das kommt darauf an, warum man überhaupt in die Obdachlosigkeit gerutscht ist.

Wenn es aus Krankheitsgründen ist, wie z. B. Alkoholkonsum, oder Drogenkonsum ist es sicherlich schwieriger, da man aufgrund der Krankheit sowieso nicht mehr die Kraft hat irgendwo zu arbeiten, oder gar auf ein Amt zu gehen, weil die Abhängigkeit im Vordergrund steht und  man eh schon resigniert hat -  oder wenn man dann eine Wohnung hat, die dann auch zu halten - was ohne geregelten Tagesablauf  und Arbeit sehr schwer sein dürfte.

Rutscht man wegen Scheidung, Pleite udgl. in die Obdachlosigkeit, - so glaube ich - ist es ein wenig leichter, da man noch die Kraft / Stolz  und das nötige  Durchhaltevermögen  besitzt zu einem Amt zu gehen (auch wenn das schwer ist) und sich Hilfe zu holen, da es einem nicht egal ist auf der Straße zu sein.

In jedem Fall ist keiner gerne in der Obdachlosigkeit!

Also du meinst, als Odachloser kriegt man Hilfe vom Amt

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@problemkind4242

Also ich denke schon dass man die bekommt, wenn man da überhaupt  die Energie hat da hin zu gehen und Kontakt aufzunehmen, Ansuchen auszustellen usw...(umsonst gibt es a auch nicht die Streetworker oder Sozialarbeiter, die jene erreichen sollen, die ganz unten sind..... auf jeden Fall werden einem Notschlafstellen oder ähnliches zugewiesen).

Das ist gewiss nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin ein Dach über dem Kopf....

Mitarbeiten muss man da natürlich selber auch und das seinige dazu tun um dieser Spirale zu entkommen. Wenn man aufgrund seiner Sucht / Krankheit nicht  in der Lage ist, z.B. regelmäßige Termine einzuhalten - Zack ist der Kreislauf schon wieder geschlossen....

Ein guter Bekannter von mir war als Jugendlicher ein halbes Jahr auf der Strasse (zerrüttetes Elternhaus)... ihn hat ein Streetworker regelrecht aufgelesen, ihn in einem betreuten Wohnen untergebracht und dafür gesorgt dass er eine Arbeit und eine Lehre beginnen konnte.

Er wiederum hat das Seinige dazu getan und ist regelmäßig zur Arbeit erschienen, hat dann die Lehrabschlussprüfung gemacht und lebt heute ein ganz normales Leben mit Arbeitsplatz, Haus, Ehefrau und Kind :-) 

 "Seinem" Streetworker ist er heute noch dankbar.

Wie auch immer Obdachlosigkeit kann jeden Betreffen und ist wirklich schlimm....

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 Ich denke eher schwer, obdachlos Wohnung und Arbeit suchen (ohne festen Wohnsitz....) findet man nichts, okay man kann aufs Amt gehen, Zeitarbeit usw., das ist aber sicherlich ein harter Weg...

Das schlimmste ist ja, dass die sich nirgendwo waschen können und dann stinken wie die Pest.

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@problemkind4242

Ja auch, wenn sich so jemand um einen Job oder eine Wohnung bewirbt, was ja nötig ist, um sich aus der Obdachlosigkeit zu befreien......

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viele obdachlose haben diesen weg gewählt und würden ihn nicht mehr mit einer festen behausung tauschen.. insofern müsstest du deine frage - nach intensiven studien, die du selbst betreiben solltest - differenzierter stellen............

Gut angenommen, einer von denen überlegt es sich jetzt anders und will wieder ein normales Leben führen oder er ist unverschuldet irgendwie in die Obdachlosigkeit geraten. Das Leben ist manchmall sehr hart und die Ereignisse überholen einen schneller als man denkt. Wie befreit man sich dann aus der Obdachlosigkeit?

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