Wie schützt man sich vor Steuerhinterziehung

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7 Antworten

Sich davor schützen, oder besser etwas dagegen machen müssen die Finanzämter.

Du kannst Dich davor nicht schützen, weil Du nciht persönlich betroffen bist, sondern eben "nur" als Bürger, über die öffentlichen Haushalte.

Wie kommt es zustande?

Vielfältig.

Es fängt damit an, dass ein Konezern seine Waren über eine eigene Tochter in einem Land mit sehr geringen Steuern einkauft und hier keine Gewinne macht, geht über einen Handwerker, der beim Angebot fragt "bar, oder Überweisung" und bei Barzahlung auf die 19 % Umsatzsteuer verzichtet udn hört mit der Friseurin auf, die Sonntags daheim mehr Kunden hat, als in der Woche im Salon in dem sie arbeitet.

Und dies ist nur eine beispielhafte Aufzählung.

Es scheint ein Volkssport gewesen zu sein. "Die Kleinen" zeigen auf die Großen und "die Großen" zeigen auf den Wettbewerb.

Unter dem Strich ist es häufig gar kein bewusstes handeln. Es passiert ein Irrtum, den man sich nicht traut zu berichtigen. Etwas was sehr häufig sogar vorkommt. Es werden einfach Einkünfte vergessen. Das kann ein Sparbuch sein. Oder ein Sparvertrag bei einer anderen Bank, als der wo man sonst seine Sachen hat.

Denkt nicht an die eine Zinsbescheinigung, vielleicht sogar auf dem Postweg verloren und erklärt nur die anderen Sachen.

Im folgenden Jahr erschrecken dann die Leute. Übersehen! Auweia. Dann gibt es natürlich unterschiedliche Reaktionen: Chance ergreifen, weil das Finanzamt dem Konto nicht nachgestiegen ist, vielleicht bleibt es unentdeckt. Andere Variante ist Angst, wenn ich das jetzt erkläre, dann war das bestimmt Steuerhinterziehung.

Und im Prinzip stimmt das sogar.

Dazu kommt eine ungewöhnliche Mentalität: Steuern ist was für die Dummen. Es gibt bei uns kein Selbstverständnis, dass sagt: Hier, ich bezahle jeden Monat einem Polizisten sein Gehalt.

Die Dummheit wird noch größer: Die holen sich sowieso was sie wollen. Gemeint sind "die Politiker". Dabei bekommen "die" zwar ihre Diäten aus den Steuermitteln, doch wenn man die Höhe der Einnahmen sieht, da hat das nichts damit zu tun. Trotzdem...

Dann passieren jedes Jahr Fehler. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht jährlich sein Schwarzbuch. Brücken in der Landschaft usw. Teure Granitplatten an der Promenade...

Dabei sollten wir Steuerzahler uns mal was klar machen: Fehler passieren überall. Ob jemand allein ist und von Sozialtransfer lebt oder Milliardär ist. Ob die kleinste UG Deutschlands oder der weltgrößte Konzern. Überall gibt es Planungsfehler. Wenn wir nämlich die Zahlen des BdStZ nehmen, dann unterschreitet oder entspricht das etwa der Quote, was private Haushalte wegen Fehlkäufen entsorgen.

Zu viele Lebensmittel oder doch nicht gemocht. Der Pullover, der zu Hause doch nicht mehr gefällt.

Es gibt kein Mittel gegen Steuerhinterziehung. Jedenfalls nicht, wenn man den Staat mit eigenen Einnahmen ausstatten will. Denn auf Spendenbasis "flächendeckende" Schulangebote? Wo würde denn da das Geld landen?

Polizei-Revier sucht Sponsoren? Das kann auch nur schlecht funktionieren.

Leider scheint es auch für viele nicht verwerflich zu sein, wenn sie lügen. "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Wenn er auch die Wahrheit spricht." Dabei sind viele bei der Hinterziehung oder dem Versuch dazu fleißiger dabei als gedacht. Schließlich geben ja angeblich alle 2 oder 3 km mehr für die Fahrt zur Arbeit an.

Auch hier kranke Entschuldigungen. Tut mir Leid, aber ich kann das nicht anders sehen. Die Logik bei vielen lautet, dass "die sowieso nur die Hälfte bezahlen." Stimmt gar nicht. Mit der Anrechnung von Werbungskosten bezahlen "die" überhaupt nichts. Auch das nur für die einfache Strecke ein Betrag gilt, dass hat doch nichts damit zu tun. Man kann ja auch beide Strecken rechnen und dafür den halben km-Satz gewähren.

Auf "Abzugs-Pauschalen" oder Höchstbeträge will ich gar nicht tiefer eingehen.

Kann man daran etwas tun? Ich glaube ja.

Doch bei großen Einkommen steht oft eine andere Weltsicht dahinter. "Das habe ich erarbeitet. Warum sollen andere davon was haben? Sollen die doch auch so hart arbeiten."

Mühelos kann man Leute nennen, die nichts oder im Vergleich fast nichts verdienen und trotzdem ehrlich durch das Leben gehen. Übrigens kann man auch mit einem Spitzensteuersatz von 50% gut leben. Und wieso leben Leute noch heute von dem Vermögen, dass ihnen im Mittelalter zugesprochen wurde?

Nicht nur die Hohenzollern und Thurn-und-Taxis. Unter den wirklich großen Vermögen stammt die Mehrheit in den Wurzeln aus den uralten Zeiten. Mit welchem Recht, frage ich da? Welche Leistung, die inzwischen nicht gezahlt wurde, steht dahinter?

Vermögen dürfte überhaupt nur bis zu einer bestimmten Grenze vererbt werden. Dann wäre auch eine höhere Einkommensteuer kein Thema mehr.

"schützen" ist das falsche Wort. Du musst Steuern auf deine Einnahmen zahlen und dazu dem Finanzamt deine richtigen Einnahmen mitteilen. Wenn du das brav machst, dann sollte da nichts passieren. Wenn du angestellt bist dann trifft dich das ohnehin kaum, da dein Arbeitgeber deine Einnahmen schon richtig an das Finanzamt übermittelt, du selbst musst dann nur noch in deiner Steuererklärung alles wahrheitsgemäss angeben.

Das kommt natürlich immer ganz auf die Situation darauf an. Einen Steuerberater empfehle ich mittlerwele Jeden, der nicht irgendwie mit dem Finanzamt in Konflikt geraten möchte. Wenn du jedoch schon in der Vergangenheit Steuern hinterzogen hast, könnte es bald kritisch werden.

Bei http://www.steuerrecht-steuerstrafrecht.de/selbstanzeige-steuerhinterziehung-koeln-rechtsanwalt-steuerberater.html kann man sich über eine mögliche Selbstanzeige informieren. Das würde ich aber noch vor dem 1. Januar 2015 machen, weil es danach auch Konsequenzen mit sich bringen wird.

ich würde mal gerne wissen wie sowas zustande kommt

Indem Einnahmen nicht korrekt angegeben werden

wie man sich vor dem am besten schützen kann irgendwelche ideen ?

Der Staat kann da nur auf die Ehrlichkeit hoffen, und z.B. Straffreiheit bei Selbstanzeige gewähren etc., oder halt auf "Anschwärzen" durch andere, denjenigen die Steuern hinterziehen auf die Schliche kommen.

:-D

Mir würde es schon reichen, wenn mir jemand erklärt wie ich mich vor Steuern schützen kann... ;)

Antitroll1234 02.07.2014, 20:14

Zieh in ein Land und lebe dort wo Du keine Steuern zahlen musst ;-)

Aber da dann nicht klagen über die Lebensweise.

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wfwbinder 03.07.2014, 05:35
@Antitroll1234

Wer will schon in Monaco auf der Parkbank schlafen. Die Mieten dort, könnte ich mir nicht leisten.

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Zu 1: In dem man immer mehr Fluchtwege sucht um aus seinem Geld Kapital zu schlagen.

Zu 2: In dem man alles Geld verpasst. Wenn nichts übrig bleibt das Zinsen abwerfen kann, ist man sicher. :-)

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