Wie schütze ich meine Idee vor Diebstahl?

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8 Antworten

Das ist keine Antwort auf deine Frage, aber da du von "twago" sprichst ein kleiner Hinweis:

You get, what you pay for! :)

Ich weiß nicht, was du für finanzielle Vorstellungen hast, aber nach deiner bisherigen Beschreibung würde ich ganz grob mindestens 20000€ an Kosten veranschlagen. Das kann je nach deinen Bedürfnissen leicht auf das Doppelte oder Dreifache steigen!

Du fragst dich jetzt sicher, warum du soviel zahlen solltest, da es auf "twago" (so vermute ich) deutlich billiger ist, oder? :)

Kurz zusammen gefasst: Du wirst nur Schüler, Studenten und eher mäßige Entwickler mit weniger anlocken können. Die Entwicklung einer App frisst Einiges an Zeit, und ein halbwegs brauchbarer Freelancer kostet pro Stunde ca. 150€. (Ich persönlich würde nicht unter 250€ pro Stunde arbeiten, aber ich mache auch andere Dinge ... zurück zum Thema.)

Wenn dir eine App für nur ca. 5000€ angeboten wird, heißt das, dass ein Entwickler da "nur" ca. knapp eine Arbeitswoche daran arbeiten kann. Und zwar inklusive Kommunikation, wie Erarbeitung des Konzepts, Beschäftigung mit Lasten-/Pflichtenheft, usw. usf.

Für die eigentliche Entwicklung bleibt dann im besten Falle "nur" noch die Hälfte der Zeit übrig. Das sind insgesamt HÖCHSTENS drei Arbeitstage einer Woche, die für die Programmierung, das Testen, Reviews und Verbesserungen deinerseits zur Verfügung stehen.

Glaubst du ernsthaft, dass dabei etwas Vernünftiges raus kommen wird? Und jetzt sag nicht, dass du etwas noch mit deutlich weniger als 5000€ gerechnet hast! :)

Ist deine App so trivial, dass sie innerhalb von 3 Tagen von nur einem einzigen Entwickler komplett fertig gestellt werden kann? Wenn ja, viel Glück! Aber ich vermute stark, dass deine Budget-Vorstellungen unrealistisch sind.

Guck mal hier:

http://howmuchtomakeanapp.com/

Da kannst du dir die Kosten grob abschätzen lassen. Aber fall bitte nicht um, wenn du die Endkosten siehst!

So, und zum Schluss noch ein wichtiger Punkt: Schüler, Studenten und mäßige Entwickler ohne viel Erfahrung haben meistens faktisch Null Ahnung im Bezug auf Sicherheit. Das heißt, dass wenn deine Datenbank gehackt wird, weil zum Beispiel die App einen hartkodierten Schlüssel enthält (Klassiker! Haben leider viele Apps!), dann bleibst DU auf dem Schaden sitzen, und dein Image ist ruiniert.

Und das ist nur EINER von gefühlt einer Million möglichen Punkten!

Sei dir bitte im Klaren darüber, dass es nicht die Frage ist, OB du gehackt werden wirst, sondern WANN. Und wenn es dann soweit ist, kommt es darauf an, wie gut du vorbereitet bist, und wie du damit umgehst.

Hast du dir schon überlegt, wie du Nutzerdaten speicherst? Hoffentlich nicht in einer MySQL-DB auf Strato im Klartext. (Damit sind nicht nur Passwörter gemeint!)

So, und Billig-Apps von "twago", die durch Schüler-Programmierer entwickelt wurden, sind für Hacker schon recht anziehend!

Überleg dir also gut, was du tust! :)

Das alles nur als Warnung! Trotzdem viel Erfolg mit der App! Ich habe selbst eine Software-Firma, aber für nur 5000€ würde ich bei dem was ich tue, nicht mal das Lastenheft überfliegen. :)

PS: Nur aus persönlichem Interesse ... würdest du vielleicht mal verraten, mit welchen Kosten du ehrlich gerechnet hast und wieviel du bei "twago" bereit gewesen wärst auszugeben? Danke im Voraus! ;)

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Kommentar von alekte3
07.10.2016, 19:38

Ich habe mit 8000 Euro gerechnet, mir wurden sachen zwischen 5000 und 7000 Euro angeboten. Aber das gibt mir zu bedenken was du sagst. Danke

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Selbst entwickeln.

"Ideen" habe ich auch viele. Wenn ich sie nicht umsetzen kann, hilft mir das wenig. Der "Wert" liegt in der Anwendung und der Technologie, die dabei zum Einsatz kommt und nicht in der "Idee".

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Kommentar von alekte3
03.10.2016, 10:43

Ich brauche nicht selbst zu entwickeln, wenn ich bestimmte Knöpfe drücken kann machen das andere.

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Also bei twago bin ich auf diese Frage gestossen und da hat man genau dass Problem das die sachen einfach für sich genutzt werden trotz Anwalt usw. Es bleibt keine andere wahl als selbst zu programmieren.

das ist ein zitat aus der bewertung einer firma:

Zitat: Finger weg! Haben alle Aufgaben vorher besprochen und und den Budget vereinbart, trotzdem zog sich das Projekt um 3-fache hinaus. Das allerbeste wurde es nur zu ca. 10 % abgeschlossen trotz Zahlung der kompletter Summe! Das allerbeste daran ist, dass der Entwickler das System immer wider weiterverkauft und unter der Eingabe in die Suchmaschinen von unseren Firmennamen auf solche Angebote gestoßen wird. Wir hatten aber mit dem Entwickler eine Urheberrecht Abtretung vereinbart! Fazit: Inkompetent und verbrecherisch!
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Kommentar von TeeTier
03.10.2016, 21:23

Ich finde das Zitat sehr interessant!

Es ist in unglaublich schlechtem Deutsch verfasst, was nicht sonderlich kompetent wirkt. Man mag kaum glauben, dass es der Verfasser damit geschafft haben will, irgendwo angestellt zu werden. Aber egal ...

Außerdem steht doch dort wortwörtlich, dass das Urbheberrecht abgetreten wurde. (Gut, natürlich wieder mit massiven Rechtschreibfehlern, aber wir wollen mal alle Hühneraugen zudrücken.) Wo liegt also das Problem?

Oder sollte das etwa heißen "KEINE Urheberrechtsabtretung", als mit einem "K" vor dem "eine"? Wenn ja, wird der Sinn negiert.

Aber ganz ehrlich: Leute die sich nicht mal für drei Sätze zusammenreißen und sich wenigstens halbwegs verständlich ausdrücken können, müssen sich nicht wundern, wenn es am Ende anders läuft als erwartet.

Dass auf Seiten des Entwicklers das Budget und der Zeitplan überstrapaziert wurde, ist ebenfalls das Problem des Zitat-Verfassers. So etwas regelt man vorab (!) in einem Vertrag.

Der Entwickler, von dem hier die Rede ist, scheint zwar ein Schlampi zu sein, aber der Auftraggeber macht einen außergewöhnlich inkompetenten Eindruck. :)

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Ein Vertrag ist sowieso Pflicht, hattest du echt vor, einen Auftrag ohne einen Vertrag zu erteilen? Hast du schon einmal Begriffe wie Pflichtenheft, Lastenheft und Spezifikation gehört? Wenn du den Vertrag nur als Option ansiehst, dann solltst du DRINGEND nichts ohne einen Rechtsanwalt, der dich vertritt, von dir geben und jede schriftliche Aussage, so harmlos sie zu sein scheint, drei mal überprüfen.

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Kommentar von alekte3
03.10.2016, 10:24

Ich mach es über Freelance auf twago

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Vertrag ausetzen beim (Fach-)Anwalt. Dieser ist beim Termin mit anwesend.

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Du musst Dir die alleinigen Verwertungsrechte an der entwickelten Software vertraglich zusichern lassen.

Das hat nichts mit der hier so viel belächelten "Idee" zu tun, sondern mit der Bezahlung. Wenn die Entwickler für ihre Arbeit entsprechend bezahlt werden, werden sie auch keine Vorbehalte bzgl. der Rechte behalten.

Trotzdem wirst Du (nach Deinen Kommentaren zu urteilen) einen rechtssicheren Vertrag nur mit einem spezialisierten Anwalt zustande bekommen.

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Kommentar von alekte3
03.10.2016, 11:27

Danke. Ich habe einen It Fachanwalt Kontaktiert

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Das wird vertraglich geschützt. Alle deine Ideen und alle neuen Erfindungen, die die Entwickler, die du im Auftrag gegeben hast, während der Programmierung gegebenenfalls machen, gehen automatisch an dich über. Ich würde auch drüber nachdenken, einen Patentanwalt einzuschalten, der kann dich da besser und umfassender beraten und dir genau alle einzelnen Schritte ausführlich erklären.

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Kommentar von NoHumanBeing
03.10.2016, 10:50

Alle deine Ideen und alle neuen Erfindungen, die die Entwickler, die du im Auftrag gegeben hast, während der Programmierung gegebenenfalls machen, gehen automatisch an dich über.

Hahaha!

Wo lebst Du denn?

Einer "hat eine tolle Idee" (zumindest denkt er selbst, sie sei toll), eine supertolle App zu bauen (von denen es ja bislang auch noch gar nicht viele gibt *räusper*) und die Leute, die die tatsächlichen Entwicklungen und "Erfindungen", also die eigentliche geistige Arbeit machen, treten sie ab, an den, der "eine tolle Idee hatte"?

Ja nee, is klar. :-)

Eine Idee an sich hat zunächst einmal überhaupt keinen Wert. Eine tatsächliche Umsetzung kann diesen haben. Auch Patente schützen im Grunde nur technische Realisierungen. Die Glühbirne hätte man patentieren lassen können, aber nicht die Idee "Licht zu machen". Du verstehst den Unterschied? Beim Patent hätte man schon beschreiben müssen, dass sie aus einem evakuierten Glaskolben besteht, in dem sich ein Wolframdraht befindet und so weiter. Wenn der Erfinder so viel geistige Arbeit bereits geleistet hat, kann er sie sich schützen lassen. Wenn der "Erfinder" allerdings zu einem Ingenieursbüro sagt: "Ich würde gerne aus Elektrizität Licht erzeugen. Entwickelt mir mal was!" - Dann sind (zurecht!) die Erfinder die Ingenieure!

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das muß du bei einem Patentamt schützen lassen.

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Kommentar von xxxFriendlyxxx
03.10.2016, 10:08

Das Wort "muß" gibt es seit der Rechtschreibreform nicht mehr. 

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