Wie schreibe ich einen Widerspruch gegen eine Kündigung während der Krankheit ohne Grundangabe bei unberfistetem Arbeitsverhältnis.?

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5 Antworten

Ein "Widerspruch" gegen eine Kündigung ist wirkungslos. Man kann aber Kündigungsschutzklage erheben.

Wie lange bist Du schon in der ZAF? Wenn Du schon länger als sechs Monate dort angestellt bist, solltest Du innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung Kündigungsschutzklage erheben.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist, macht das ein Anwalt für Dich. Du kannst aber auch selbst zur Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts gehen und Klage erheben.

Bei der Klageformulierung wird Dir geholfen und das ist kostenlos. Es gibt in der ersten Instanz keine Anwaltspflicht.

Bei Kündigungen muss im Übrigen kein Grund angegeben werden. Nur bei fristlosen Kündigungen muss der AG auf Nachfrage des AN den Grund nennen.

Solltest Du keine Klage erheben wollen wird ein Widerspruch, egal ob mündlich oder schriftlich, nichts nützen. Die Kündigung ist, wenn nicht innerhalb der drei Wochen geklagt wird, gültig selbst wenn sie rechtlich nicht in Ordnung wäre.

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Kommentar von SD1974
02.08.2016, 08:25

Vielen Dank für die ausführliche Antwort und Hilfe, werde ich auf jeden Fall machen.Ich bin übrigens seit 2010 bei der ZF

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Der Psychologe ist in der Angelegenheit irrelevant und es braucht auch keine Vorlagen - die einfache Mitteilung "Hiermit widerspreche ich der Kündigung" reicht für den Widerspruch

Sie hat aber keine aufschiebende Wirkung, also muß gleichzeitig Kündigungschutzklage vor dem Arbeitsgericht eingeracht werden.

Auch dafür braucht es keinen Psychologen, aber auch keinen Anwalt, sondern nur einer Bitte an das Arbeitsgericht "Hiermit beantrage ich, die gegen mich ergangene Kündigung meines Arbeitsvertrages für unwirksam zu erklären"

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Kommentar von Familiengerd
02.08.2016, 13:39

die einfache Mitteilung "Hiermit widerspreche ich der Kündigung" reicht für den Widerspruch

Warum soll der Fragesteller denn überhaupt "widersprechen", das doch ein Widerspruch - wie Du selbst ja richtig feststellst - rechtlich völlig irrelevant ist?

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http://www.arbeitnehmer-kuendigung.de/kuendigungsschutzklage.php

Sie wollen gegen die Kündigung ihres Arbeitsverhältnisses vorgehen und Kündigungsschutzklage erheben?

1. Allgemeines
(Ablauf eines Kündigungsschutzverfahrens).
Will man sich gegen eine Kündigung des Arbeitgebers wehren, so ist ein schriftlicher Widerspruch gegen die Kündigung, den man direkt an den Arbeitgeber richtet, nutzlos. Es muss daher in einem solchen Fall immer Klage vor dem Arbeitsgericht erhoben werden. Eine anwaltliche Vertretung bei einem solchen Rechtsstreit ist anzuraten, die Einreichung der Klage ist
allerdings auch ohne Anwalt möglich. Bei der Formulierung des Antrages
hilft die Rechtsantragsstelle im örtlich zuständigen Arbeitsgericht.

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Man kann einer Kündigung nicht (rechtswirksam) widersprechen.

Du musst eine Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen.

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Ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bedeutet nicht, dass es unkündbar ist. Und bei einer Kündigung muss kein Grund angegeben werden. Auch der Krankenstand spielt keine Rolle. Lediglich die Kündigungsfrist muss eingehalten werden.

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