Wie schreibe ich am besten ein eigenes Gedicht?

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4 Antworten

5 Minuten ist ganz schön lange.
Es ist zwar nur mein Geschmack, aber ich würde dir raten, auf Klippverse zu verzichten. Das sind solche, die sich schon im nächsten Vers reimen. Die kann nämlich jeder, vornehmlich wenn sich des Reimes willen jeglicher Zusammenhang verflüchtigt, nur um den Reim hinzukriegen.

"Eile mit Weile,
 sonst gibt es gleich Keile!"

Nimm dir etwas mehr Zeit und reime vielleicht nach dem Schema a - b - a  - b
oder gar a - a - b - a  - b, jedenfalls ein bisschen originell. Diese Reimschemata kann man dann sinnmäßig als Strophen zusammenfassen, z.B. so

"Wenn Farben schreien an der Wand,
 Und wenn die Hitze brüllt im Land,
 Wenn Leere unermüdlich gähnt,
 Wo lauter Blödsinn wohlbekannt,
 Ist nichts zu hör'n, auch wenn man's wähnt."

Dein Inhalt wird sicher ernsthafter sein.
Allerdings muss man dann auch schon wieder aufpassen, ob die Gedichtform dem Thema überhaupt gerecht wird.

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Das Thema solltest Du Dir selbst raussuchen und dann natürlich auch zusehen, dass sich das ganze reimt, dazu sollte auch das Versmaß passen. Als Tipp würde ich Dir empfehlen, dass Du pro Zeile immer acht Silben nimmst, das liest sich dann auch wesentlich besser... 

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Ein Gedicht muss sich nicht reimen.

Themen: Flüchtlingssituation, Umwelt, Weihnachten

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Bei 5 Minuten Vorlesezeit würde ich Richtung Ballade denken, also eine Geschichte in Versen erzählt. Wenn du nicht besonders sattelfest beim Metrum ist, könnte der Knittelvers eine Möglichkeit sein. Er ist schon für Balladen genutzt worden (z.B. Herr von Ribbeck - Fontane) und verlangt nur 4 Hebungen pro Vers und Paarreime, die Zahl der Senkungen ist frei, auch ob Verse mit Hebung begonnen werden oder nicht ist freigestellt.

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