Wie schnurren Katzen. Ist das mittlerweile schon rausgefunden worden?

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1 Antwort

Im Augenblick favorisieren die meisten Schnurrexperten eine Theorie, bei
der die Kehlkopfanatomie und regelmäßige Nervenimpulse eine Rolle
spielen. Demnach tönen tatsächlich die über den Kehlkopf gespannten
Stimmbänder, dies aber sowohl beim Aus- als auch beim Einatmen im
Luftstrom – übrigens eine nur bei den kleineren Katzen vorkommende
Seltenheit tierischer Tonproduktion. Die sonore Regelmäßigkeit
resultiert aus dem ständigen Input von neuronalen Impulsen, die mit
einer Art semiautonomen Freilauf-Neurooszillator generiert werden.
Sie versetzen dabei mit Hilfe ihrer Muskeln die Stimmlippen in ihrem
Kehlkopf in eine rhythmische Schwingung: Dadurch öffnet und schließt sich die Stimmritze zwischen den beiden Lippen, die Vibration hören wir als Schnurren. Der neuronale Taktgeber muss  dabei von höheren Zentren des Katzenhirns nur ein- und ausgeschaltet  werden, um seine Arbeit zu beginnen und einzustellen, woraufhin Katzen den Ton dann mühelos über Sekunden bis zu mehrere Minuten lang halten. Exakte Messungen belegen übrigens kurze knackende Umschaltphasen zwischen den Aus- und Einatmenphasen des Zyklus. Bei Hauskatzen sind sie allerdings kürzer als 50 Millisekunden, sie entgehen daher auch gespitzten Ohren streichelnder Tierfreunden.

Kurz: Schnurren ist eines der nur zum Teil geklärten Rätsel der Wissenschaft. 

Darauf hättest Du selber kommen können, wenn Du mal gegoogelt hättest: http://www.spektrum.de/frage/wie-und-warum-schnurren-katzen/1350610

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