Wie schnell,vorbei?

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4 Antworten

Da muss man durch.. und hoffen, dass irgendwann der Schmerz versiegt. Leider gibt es keine andere Möglichkeit....

Ich weiß man kann da viel reden und lesen und nichts scheint richtig zu helfen. Ich kann nur raten, was ich immer in so einem Fall schreibe...  Hier ist eine Methode die Du mal ausprobieren kannst... In schlimmen Momenten hat mir das sehr geholfen

Psychologen und Wissenschaftler haben da eine gute Erklärung: Hinter all unseren Gefühlen steckt im Prinzip nur ein einziger Grund.

Wir fühlen, was wir fühlen, weil wir denken, was wir denken.

Oder anders gesagt: Unsere Gedanken sind die Ursache für unsere unterschiedlichen Gefühle.

Gedanken => verursachen => Gefühle

Was ist damit gemeint?

Man ist verlassen worden. Es zerreißt einen fasst. Man ist unglücklich und sehr verzweifelt. Das ist eine wirklich schlimme Situation.

Denn auch wenn man unglücklich ist, weil man sich gegen die Wirklichkeit wehrt. Man ist unglücklich, weil man sich wünscht, dass die Wirklichkeit anders sein soll, als sie nun mal ist.

Man wünscht sich, dass der Partner wieder bei einem ist. man möchte morgens neben ihm aufwachen. Abends nach der Arbeit mit ihm sprechen. In den Arm nehmen. – Aber da ist nur eine einzige gähnende Leere. Vielleicht denkt man auch: „Hätte ich mich doch anders verhalten. Dann wäre er noch bei mir.“ Vielleicht fallen einem alle möglichen Situationen ein, in denen man sich ihm gegenüber schlecht benommen hat, an ihm rumgemeckert hat, ihm nicht zugehört hat. Und man denkt: „Hätte ich das doch anders gemacht.“

Man wehrt sich gegen das, was geschehen ist. Man kann nichts daran ändern, wie man sich in der Vergangenheit verhalten hat. Man kann auch jetzt nichts daran ändern, dass der Partner einen verlassen hat. Sosehr man es sich auch wünscht.

Mit jedem seiner Gedanken kämpft man gegen die Wirklichkeit an. Und deswegen ist man unglücklich und verzweifelt. Das ist damit gemeint, wenn wir sagen:

Wir fühlen, was wir fühlen, weil wir denken, was wir denken.

Mit dieser Erkenntnis allein ist natürlich keinem geholfen. 

Wenn wir uns aus der Bahn geworfen fühlen, wirklich wütend, traurig oder verzweifelt sind, dann hilft es rein gar nicht, sich zu sagen: „Ach ja, ich fühle mich jetzt so schlecht, weil ich gegen die Wirklichkeit kämpfe.“

Davon fühlt man sich nicht besser … vielleicht sogar noch schlechter, weil man sich selbst verantwortlich macht für sein Unglück, aber auch keinen Ausweg weiß. Man versteht besser, wie die eigenen Gefühle entstehen und dennoch lässt sich daran ja nichts ändern.

Loslassen in drei Schritten

    Schritt 1: Kann ich das Gefühl annehmen?

    Sobald du dein Gefühl hast, stell dir folgende Frage:

    Kann ich das Gefühl annehmen?

    Fühl in dich hinein. Spür die Emotion oder die entsprechenden Gedanken, die damit verknüpft sind. Und dann, stell dir diese Frage: Kann ich dieses Gefühl, diese Gedanken oder diese Erinnerung annehmen?

    Es spielt dabei keine Rolle was du antwortest, Ja, Nein, Vielleicht… Egal. Stell dir einfach nur diese Frage und finde eine Antwort darauf.

    Und hier kommt jetzt dein Bauchgefühl ins Spiel. Beantworte die Frage nicht so sehr mit deinem Kopf sondern vielmehr mit deinem Bauch.

    Kann ich das Gefühl annehmen?

    Kann ich in diesem Moment, jetzt gerade, dieses Gefühl willkommen heißen und alle Erinnerungen, die damit verbunden sind?

    Mach die Augen zu wenn dir das hilft, fühl in dich hinein… und dann stell dir diese Frage und beantworte sie mit deinem Bauch.

    Schritt 2: Kann ich alles, was mit dem Gefühl verbunden ist, annehmen?

    Wenn du das hast, dann frag dich jetzt, ob du ALLES, was du mit diesem Gefühl/deiner Erinnerung/oder dem Gedanken verbindest, ob du das auch annehmen kannst?

    Achte dabei vor allem auf die Impulse und inneren Zwänge, die dich dazu verleiten wollen, das Gefühl irgendwie „wegzudrücken“ oder „abzuändern“ oder „nicht da sein zu lassen“.

    Frag dich: Kann ich meinen inneren Drang, dieses Gefühl NICHT fühlen zu wollen oder abzuändern, kann ich diesen Drang auch annehmen?

    Stell dir diese Frage und heiße diesen inneren Drang willkommen.

    Drück ihn nicht weg. Lass ihn einfach nur da sein. Und dann stell dir die Frage:

    Kann ich diesen Drang und alle Gedanken und Emotionen, die mit diesem Gefühl verbunden sind, kann ich die annehmen?

    Schritt 3: Kann ich es loslassen?

    Dann frage dich:

    Könnte ich all das jetzt loslassen?

    Wie gesagt, es spielt KEINE ROLLE wie du innerlich darauf antwortest. Ob Ja oder Nein ist ganz egal. Antworte einfach nur innerlich darauf und lass die Antwort dabei von deinem Bauch kommen…

    Sollte die Antwort JA sein, dann stell dir danach noch die Zusatzfrage „Wann? Wann könnte ich diese Sache loslassen?“

    Wenn die Antwort Nein lautet, kein Problem. Dann wiederhole die Fragen einfach wieder. Fang wieder bei Schritt 1 an, dann Schritt 2 und dann noch mal diesen Schritt.

    Mach das so lange, bis sich das Gefühl abgemindert oder am Schluß sogar ganz aufgelöst hat.

    Und noch mal: Es spielt KEINE Rolle, was du auf die einzelnen Fragen antwortest. Die Methode funktioniert so oder so, egal was du antwortest.

    Wichtig dabei ist nur, dass du die Schritte wiederholst und deine Antworten immer authentisch aus deinem Bauch kommen lässt und nicht versuchst, in deinem Kopf etwas zu basteln weil das wahrscheinlich „die richtige Antwort“ ist. Es gibt hier keine richtigen oder falschen Antworten. Dein Bauch macht automatisch das Richtige.

Wie funktioniert dieses Loslassen genau?

Das funktioniert so: durch diese drei Fragestellungen wirst du dich langsam innerlich mehr und mehr öffnen.

Und umso mehr du dich innerlich öffnest, umso mehr du das Gefühl und die begleitenden Gedanken und Emotionen annimmst, umso mehr gibst du ihnen damit die Möglichkeit, sich aus deinem Körper zu verabschieden.

Sobald du innerlich „aufmachst“ und diese Gefühle annimmst, sobald befreist du dich von deinen inneren Barrieren die dich bisher davor zurückgehalten haben, diese Sachen loszulassen.

Darum versuch, während des ganzen Prozesses alle Gefühle willkommen zu heißen.

Es gibt hier keine guten oder schlechten Gefühle.

Alle Gefühle die da sind, sind gut. Also heiße sie willkommen und versuche nicht, sie wegzudrücken.

Sei dabei sehr wachsam gegenüber all den Gefühlen und Gedanken, die dieses Gefühl verändern oder wegdrücken wollen. Also so etwas wie:

„Ich will dieses Gefühl nicht spüren“
„Es ist nicht richtig, dieses Gefühl zu spüren“
„Ich muss mich von diesem Gefühl befreien – es ist ein schlechtes Gefühl“
„Ich will dieses Gefühl reparieren oder verändern“

Nein.

Versuche NICHT, das Gefühl zu verändern, zu reparieren oder herunterzudrücken.

Versuche es einfach nur willkommen zu heißen und es anzunehmen. So wie es ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Und dann, geh die drei Fragestellungen durch, eins nach dem anderen und wiederhole sie so lange, bis sich das Gefühl aufgelöst hat.

Tipps und Hindernisse

Ein häufiges Problem von vielen Leuten ist, dass sie Angst haben, mit ihren negativen Gefühlen gleichzeitig auch alle positiven Gefühle und Erinnerungen loszulassen (gerade wenn es sich dabei um eine Beziehung zu einem Menschen handelt).

Diese Angst aber, ist schlichtweg falsch. Denn genau das Gegenteil wird eintreten.

Umso mehr du deine schlechten Gefühle loslässt, umso mehr Platz schaffst du für deine guten Gefühle. (Das merkt man aber natürlich erst, wenn man es selber einmal ausprobiert)

Darum: Lass deine schlechten Gefühle los. Tu es einfach, probier es aus und dann schau was passiert.

Ich hatte damals selber diese enorme Angst, alle meine guten Gefühle und Erinnerungen in diesem Prozess zu verlieren.

Was ich dann aber gemacht habe, war ganz einfach.

Ich hab mir einfach gesagt: „Ich probier das jetzt eine Woche lang aus. Ich lass einfach alles los. Und wenn ich dann nach dieser Woche merke, dass es nichts bringt oder ich mich nicht besser fühle, dann kann ich ja immer noch zurückkehren zu meinem alten System und wieder an meinem Schmerz festhalten wie bisher.“

Das ist doch ein fairer Deal, oder?

Also… Entscheid dich heute dafür, deine Sachen loszulassen. Einfach mal nur für ein paar Tage. Und dann schau, was passiert. Verlieren kannst du ja nix. Wenn es dir dann nicht passt, aus welchem Grund auch immer, dann kannst du ja wieder zurückkehren zu deinem alten System.

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Einer Faustregel nach braucht man ungefähr die Hälfte der Beziehungsdauer, um darüber hinweg zu kommen. Ist die Beziehung extrem kurz gewesen, kann es auch länger sein, ist die Beziehung extrem lang gewesen, kann es auch kürzer sein. Es ist aber auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche brauchen zum Beispiel immer ein Jahr oder immer drei Jahre, andere brauchen zwei Tage, wenn sie selbst Schluss gemacht haben, aber fünf Jahre, wenn sie verlassen wurden. Gib dir mal locker ein Dreivierteljahr Zeit, bevor du wirklich darüber hinweg und aufgeschlossen für etwas Neues bist. Falls deine Freundschaft+-Frage sich auf deinen Ex bezieht, tu dir das nicht an, denn es wäre eine Ausnutzung deines Schmerzes. Stattdessen nimm Abstand von Verliebtheit und Beziehung. Darüber hinweg bist du, wenn du nicht mehr traurig oder anderweitig negativ wirst, wenn du daran zurückdenkst. Du wirst es merken. Bis dahin ist es eine Durststrecke, aber die überstehst du.

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Kommentar von aabbxx
26.03.2016, 12:10

Ich danke dir für die Antwort und nein,diese eine Frage hat nichts was mit meinem Ex zu tun. Aber wenn ich so überlege,wenn man auch diese Sache sagt wie z.b " Es War nicht deine Schuld,es hat einen Grund gehabt warum das passiert ist" würde die Gedanken auch "schneller" weg gehen ?

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Bei mir hat es etwa ein halbes Jahr gedauert. Probier dich abzulenken, du könntest häufiger etwas mit Freunden oder deiner Familie unternehmen. Was auch sehr effektiv ist, ist viel Zeit in sein Hobby zu investieren.

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Direkt nach dem Tag wo wir Schluss gemacht haben. Wir es bei ihr war Ka. Liegt aber auch wahrscheinlich daran das meine Beziehungen nicht länger als 2 Monaten gingen 

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