Wie schnell kündigt mich ein Arbeitgeber, wenn ich eine Woche unentschuldigt fern bleibe?

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7 Antworten

Lohnkosten fallen an, aber nicht für dich, sondern für die Ersatzkraft. Wer unentschuldigt fehlt, bekommt auch kein Geld.

Eine fristloste Kündigung ist seitens des AG nicht möglich, zunächst muß er dein Verhalten abmahnen. So weit die Theorie. In der Praxis würde ich mir als AG schon heftig Gedanken machen, was mit dir los ist und dir ein Donnerwetter erster Güte verpassen, wenn du wieder auftauchst.

Wenn dir fristlos gekündigt wird, hast du zwar die Möglichkeit, dagegen zu klagen, aber wenn dein AG dich nicht mehr will, kauft er sich eben frei und du hattest einen Job.

Besteht kein Vertrauensverhältnis zum AG, so daß du das kurzfristig mit Urlaub regeln könntest, oder wenigstens unbezahlt frei? Es ist gegenüber dem AG schon eine Frechheit, so zu agieren. Auch er muß planen! Wenn dein Job für ihn nicht wichtig wäre und davon nicht ein Teil des Firmenerfolges abhängen würde, bräuchte er dich nämlich gar nicht.

Überlege weise, was du tust!!!

will ja keinen damit ärgern, aber ich halt es nicht mehr aus dort! Habe auch kein Interesse danahc noch dort zu bleiben. kann ich es nicht so machen, dass ich am 30. Juni noch dort arbeite und abends gleich einen Brief mit meiner Kündigung zur Post bringe?

Bin in der Probezeit, Kündigungsfrist steht im Vertrag ist 1 Woche und eine Vertragsstrafe existiert nicht.

Möchte es primär vermeiden, in der Woche in der meine Kündigung publik wird, ausgefragt zu werden nach dem warum und evtl absichtlich dann noch mehr ausgenutzt zu werden bzw schlecht behandelt zu werden in der letzten Woche.

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@usain8x

Ah, die Gründe erläuterst du also doch. Danke dafür :-)

In der Probezeit macht das zwar auch keinen guten Eindruck, aber wenn sowieso kein Vertrauensverhältnis besteht, wäre die klassische Version eher mal, die Kündigung einzureichen und gleichzeitig eine Krankmeldung einzureichen.

Nicht, daß ich dir das raten wollte, aber so läuft der Hase meistens.

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@michi57319

ok aber ich könnte den unterschriebenen Aufhebungsvertrag doch auch hinschicken mit der Bitte um Unterzeichnung und Zusendung an mich?

Wie viel Krankengeld bekommt man denn pro Tag? ...kann deinen vorgeschlagenen "Lösungsweg" nämlich nur machen, wenn ich annähernd das Geld über die Krankenkasse bekomme wie von 7 Tagen Gehalt her.

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@usain8x

Da dein AG lohnfortzahlungspflichtig ist, bekommst du genauso viel Geld, als wenn du arbeiten gehen würdest. Erst nach Ablauf des 43. Tages springt die Krankenkasse mit verminderter Summe ein. Allerdings auch nur, wenn es kein Minijob ist.

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@michi57319

ja aber wenn er den Aufhebungsvertrag akzeptiert dann nicht, stimmts?

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@usain8x

Natürlich nicht. Nach Aufhebung des Arbeitsverhältnisses ist man nicht mehr füreinander zuständig. Dann springt das Arbeitsamt, oder das Jobcenter ein. Bei einer Aufhebung wirst du vom Arbeitsamt erst mal nichts bekommen.

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Eine Woche unentschuldigt? Wenn ich der Arbeitgeber wäre, dann läge noch vor dem Wochenende die fristlose Kündigung in deinem Briefkasten. Und für was willst du noch Lohn?

Ich denke mal, wenn Du einfach unentschuldigt fehlst, wir er Dich fristlos kündigen.
Und wahrscheinlich wir er die Ausfallkosten von Dir einklagen.
Das kann ganz schön teuer werden.

Ob er dir kündigt, hängt stark vom Arbeitgeber und den Umständen ab. Es ist gar nicht so leicht, jemand zu kündigen. Aber in einem Punkt ist die Sach- und Rechtslage klar: Wenn du einfach so unentschuldigt fehlst, muss er dich nicht bezahlen! Also keinen Lohn und somit auch keine Lohnkosten.

kann ich es nicht so machen, dass ich am 30. Juni noch dort arbeite und abends gleich einen Brief mit meiner Kündigung zur Post bringe?

Bringt nichts weil die Kuendigungsfrist erst mit dem Zugang des Kuendigungsschreiben beim Arbeitgeber ausgeloest wird. Sie beginnt dann am auf den Zugang folgenden Tag.

In deiner Situation waere es sicher am sinnvollsten, mit dem Arbeitgeber zu reden und um einen Aufhebungsvertrag mit sofortiger Wirkung zu bitten. Der duerfte naemlich kaum ein Interesse daran haben, einen lustlosen Arbeitnehmer unbedingt an die Kuendigungsfrist zu binden und diesen dann auch bis zum Ablauf dieser Frist bezahlen zu muessen. Wahrscheinlich wird er also mit einem Aufhebungsvertrag einverstanden sein. Der wird dann schnell aufgesetzt (vielleicht bringst du auch gleich einen bereits aufgesetzten mit zum Gespraech), von beiden unterschrieben und schon ist das Arbeitsverhaeltnis beendet.

ok aber ich könnte den unterschriebenen Aufhebungsvertrag doch auch hinschicken mit der Bitte um Unterzeichnung und Zusendung an mich?

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@usain8x

Natuerlich geht auch das. Nur wird der Arbeitgeber wahrscheinlich erst einmal mit dir reden wollen, bevor er einem Aufhebungsvertrag zustimmt. Ausserdem dauert es mit der Hin- und Herschickerei natuerlich auch deutlich laenger als wenn ihr das gleich an Ort und Stelle persoenlich macht.

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@DerCAM

Ja gut, aber ich will absolut keinen persönlichen Kontakt mehr dorthin. Ich werd das dann schon schicken.

Ich werd folgendes Muster verwenden (http://www.ihk-wiesbaden.de/linkableblob/wiihk24/p/recht/downloads/1496250/.12./data/Aufhebungsvertrag-data.pdf) und den zweiten Satz bei §1 streichen.

Darunter werde ich die Auswahl geben, dass sollte nicht zugestimmt werden, folgende Kündigung gilt "ich kündige etc etc...".

Kann ich einen Aufhebungsvertrag auch rückwirkend datieren?

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@usain8x

Das kannst du zwar so versuchen, ein Aufhebungsvertrag kommt aber nur zustande, wenn auch der Arbeitgeber zustimmt (was er nicht muss).

Dies alles aendert aber nichts daran, dass das Arbeitsverhaeltnis bis zur Beendigung - ob nun durch Aufhebungsvertrag oder Kuendiogung - endet und du bis zu diesem Zeitpunkt deine Arbeitsleistung zu erbringen hast. Tust du dies nicht, wird sich dies nicht nur im Zeugnis niederschlagen sondern der Arbeitgeber kjann u.U. auch Schadensersatz von dir verlangen (natuerlich nur, wenn ihm auch wirklich ein Schaden entstanden ist, der nicht entstanden waere, wenn du deinen Vertrag erfuellt haettest).

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@DerCAM

ja ok. Der wird dem schon zustimmen, denn ansonsten wäre er bei einer Kündigung sieben Tage lang zur Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn ich mich krank melde.

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@usain8x

Wie ich aus deinen anderen Fragen entnehme, scheint das Arbeitsverhaeltnis noch keine 4 Wochen zu bestehen. Zur Lohnfortzahlung ist er aber erst nach vierwoechigem Bestehen des Arbeitsverhaeltnisses verpflichtet ... und das natuerlich auch nur dann, wenn du wirklich arbeitsunfaehig bist.

Zudem erscheint mir hier der Hinweis angebracht, dass die Krankenkassen stark an der Erforschung des Phaenomens ploetzlicher Spontanerkrankungen zur Ueberbrueckung der Kuendigungsfrist interessiert sind und sich hierfuer auch gern ihres Medizinischen Dienstes bedienen.

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@DerCAM

Dann würde ich eben kein Krankengeld beantragen. Hauptsache ist aber: schnell weg von da wo ich jetzt bin!

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@usain8x

Womit dann aber immer noch ein entsprechendes Zeugnis und auch eine moegliche Schadensersatzforderung des Arbeitgebers im Raum stehen wuerde.

Verdammt nochmal, hast du keinen A*sch in der Hose? Geh halt hin und regele das statt dich unter deiner Decke zu verkriechen und darauf zu hoffen, dass alles gut gehen moege. Es kann naemlich durchaus auch ganz maechtig in die Hose gehen.

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Kommt auf den Arbeitgeber an! Die meisten schicken schicken erstmal eine Abmahnung...!

Er wird Dich erst einmal abmahnen. Nach der 3. Abmahnung kann er Dir kündigen.

Was Du mit den Lohnkosten meinst, verstehe ich leider nicht.

Das heißt, ich kann einfach mal eine Woche zu Hause bleiben, ohne meinen Chef zu informieren, wenn ich gerade keine Lust habe und bekomme dafür nur eine Abmahnung.
Und dass dem Unternehmen deshalb vielleicht ein Auftrag für -zigtausend Euro platzt, dass nimmt der Chef dann auf seine Kappe?!

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@Oubyi

JA. Verantwortlich, im Sinne von finanziell, ist immer nur der Chef (Eigentümer, Besitzer, Gesellschafter). Der Arbeitnehmer bedauert, der Chef bezahlt!

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@Alf4711

will ja keinen damit ärgern, aber ich halt es nicht mehr aus dort! Habe auch kein Interesse danahc noch dort zu bleiben. kann ich es nicht so machen, dass ich am 30. Juni noch dort arbeite und abends gleich einen Brief mit meiner Kündigung zur Post bringe?

Bin in der Probezeit, Kündigungsfrist steht im Vertrag ist 1 Woche und eine Vertragsstrafe existiert nicht.

Möchte es primär vermeiden, in der Woche in der meine Kündigung publik wird, ausgefragt zu werden nach dem warum und evtl absichtlich dann noch mehr ausgenutzt zu werden bzw schlecht behandelt zu werden in der letzten Woche.

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Nach der 3. Abmahnung kann er Dir kündigen.

Schon wieder dieses "Märchen" von der 3. Abmahnung, nach der erst gekündigt werden könne ...

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