Wie schnell erhöht sich der MCV-Wert durch Alkoholkonsum?

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1 Antwort

Hallo MisterKarotte,

der MCV kann sich zwar bei hohem, regelmäßigem Konsum erhöhen, für die MPU ist dieser Wert jedoch zu vernachlässigen, da hier nur GOT, GPT und GGT-Werte überprüft werden. Der MCV gilt als veraltet und wird zur Begutachtung nicht (mehr) herangezogen.

Wenn du aussagekräftigere LW mit zur MPU nehmen willst, solltest du dir bei deinem Arzt den CDT-Wert mitziehen lassen (kostet extra), dies ist ein Alkohol-Langzeitmarker.

Viele MPI sind jedoch dazu übergegangen bei "KT-Angabe" eine zusätzliche Haaranlayse zu fordern (am Tag der MPU), sofern die Aussagen des Kunden zu seinem Trinkverhalten, den Gutachter nicht wirklich überzeugen...

Bei deinem Trinkverhalten könnten diese Werte (im Haar) zwar gerade noch im vertretbaren Rahmen liegen, jedoch sind "4 Halbe" = 2 Liter Bier zu einem Anlass deutlich zuviel. Denn dies sind ca. 70 gr. reiner Alk.

Bei kontrolliertem Trinken geht es ja gerade darum das man die Wirkung des Alkohols nicht mehr spürt, davon kann aber bei 2l nicht ausgegangen werden.

Das solltest du dringend zurückschrauben, denn wenn du diese Menge (zu einem Anlass) bei der MPU angibst, wirst du sehr wahrscheinlich durchfallen.

Du kannst dann auch nicht bei der MPU weniger angeben als du wirklich trinkst, denn wenn es zur Haaranalyse kommen sollte, wird sich herausstellen das deine Angaben nicht stimmen, was ebenfalls zu einem neg. Gutachten führen würde.

Noch ein Wort zu den Leberwerten allgemein: Sie sagen im Grunde nur etwas aus, wenn deine Leber bereits vom Alkohol so geschädigt wurde, dass sie permanent schlecht sind. Ansonsten kann man in diesen LW nur etwas sehen wenn z.B. ein einziger Wert extrem erhöht ist. Das kommt bei jungen Menschen eher selten vor (es sei denn es ist krankheitsbedingt). So sind auch bei Alkoholikern die Werte mitunter einwandfrei. Also verlasse dich nicht auf gute LW um deine MPU zu bestehen.

Viel wichtiger ist, dass du dich mit deinem Alk.konsum auseinandergesetzt und das du die Gründe für dein Trinkverhalten erkannt hast. Noch wichtiger, dass du Strategien hast, die einen Rückfall ins übermäßige Trinken verhindern...

Soll heißen, du musst dich in erster Linie auf das Gespräch mit dem Gutachter vorbereiten - ich habe ein wenig das Gefühl, das hast du bisher nicht getan, denn wenn du dich gründlich (mitunter mit fachlicher Hilfe) vorbereitet hättest, müsstest du deine o. Frage nicht stellen, bzw. wüsstest, das deine Trinkmenge immer noch zu hoch ist. 

Informiere dich bevor du deine MPU machst. Das geht auch in MPU-Foren die du im Netz finden kannst.

Viel Glück!

Gruß Nancy

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