Wie schlimm ist eine Abhängigkeit von dem Wirkstoff Lorazepam- Tavor ?

6 Antworten

die abhängigkeit von lorazepam ergibt sich i.d.r. nach ca. 2 monaten der regelmässigen einnahme. dies ist jedoch nur ein richtwert und von person zu person unterschiedlich. hinzu kommt eine toleranzentwicklung. dies heisst, dass die dosis stetig gesteigert werden muss, dass derselbe effekt erziehlt wird. die meisten abhängigen sind jedoch songenannte "low dose user", also personen welche eine geringe dosis benzodiazepine brauchen um sich normal zu fühlen.

benzodiazepine machen körperlich und psychisch schwer abhängig. die schwere der abhängigkeit gleicht in ihrer schwere einer durchschnittlichen sucht bei betäubungmittel. enzugserscheinungen sind u.a.:

Unruhe
Innere Spannungszustände
Angstzustände (inkl. Panikattacken, Agroaphobie und Soziophobie)
Wahrnehmungsstörungen
Depersonalisation/Derealisation
Schlaflosigkeit
Missempfindungen
Depressionen
Zwänge
Paranoide Gedanken
Wut und Agressionen
Gedächnis- und Konzentrationsstörungen
Gedankenkreisen
Verlangen nach dem Suchtmittel
Kopfschmerzen
Steifigkeit in den Extremitäten
Kribbeln und Taubheitsgefühle
Fieber
Schwäche
Tremor (Zittern)
Muskelzuckungen
Schwindel
Verschwommenes Sehen und Doppelbilder
Tinnitus
Reizüberflutung
Übelkeit
Durchfall
Schwitzen
Mundtrockenheit
Hyperventilation
Blasenentleerungsstörungen
Mestruationsbeschwerden
Hautausschläge
Krampfanfälle

Der Entzug erfolgt aufgrund der schwere der abhängigkeit meist in einer psychiatrischen klinik oder einer klinik für suchterkrankungen.

Du sagst, Du kennst die Person nicht besonders gut. Woher hast Du dann Deine genauen Infos?

So lange der Arzt es mitmacht und die Tabletten verschreibt, kannst Du gar nichts machen. Einen Entzug muß man in erster Linie wollen, das ist wie mit Alkohol, Nikotin und  anderen Suchtmitteln. Ohne den Patienten geht da gar nichts. Zum Entzug legt kein Arzt jemanden wochenlang in den Schlaf, damit sich alles von allein auflöst.

Fazit: Du kannst nichts tun, außer die Sache anzusprechen und im Bedarfsfall Hilfe zu leisten. Damit meine ich zur Not auch Händchenhalten beim Entzug.

Die Lorazepam-Abhängigkeit ist so ziemlich die schlimmste von allen. Zwar ist das auch immer persönliches Empfinden, aber die meisten finden den Entzug von Heroin oder Methamphetamin als "angenehmer". Der Entzug ist extrem heftig und wird von Schmerzen und abnormalem psychischen Unwohlsein aller Arten begleitet.Zudem kann er schnell tödlich enden, wenn er nicht richtig durchgeführt wird. 

Da hilft dann auch nur ein ärztlich begleiteter Entzug. Was du da machen kannst? Erstmal gar nichts außer nett auf den Menschen einreden und versuchen ihm/ihr das lohnenswerteste Verhalten nahezulegen. 


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