Wie schlagen sich Immobilien renditemäßig langfristig gegen Aktien?

9 Antworten

Auf was willst du denn eigentlich hinaus? Du schreibst zwar, dass du keine Grundsatzdiskussion willst, aber reisst genau so was vom Stapel.

Du legst erst Kriterien fest, die für eine Investition gelten sollen: Höhe, Sicherheit der Investition, Rendite etc.etc.pp. Das Resultat ist dann entweder Immobilien- oder Wertpapierinvestition. Dabei gibt es aber eben auch grosse Unterschiede bei Immobilien, wie auch bei Aktien.

  • Immobilienanlagen in Gaza-City sind ziemlich unsicher, während Immobilienanlagen in der Schweiz als sicher gelten. PPP-Infrastrukturprojekte in Italien sind aktuell stark im Sinken, während sie in Syrien mittelfristig wohl steigen könnten.
  • Anlagen in Bluechips sind sicherer, als in hochspekulative Papiere. Bei diesen ist allerdings das Potential der Rendite höher, aber auch das Potential eines Verlustes.

Man kann für Immobilien sehr wohl eine exakte Rendite errechnen. Dazu muss man aber die Geschäftszahlen kennen, was dir keiner sagt. Oder zu fährst dein eigenes Immobilien-Investitions- oder noch besser dein eigenes Immobilien-Entwicklungsprojekt. Dann finanzierst du auch die Berechnungsgrundlagen und bestimmst das zu erwirtschaftende Ziel, wie du auch das tatsächlich errichten Ziel erfahren wirst. Die Differenz nennt man dann Geschäftsrisiko.

Letztlich braucht es die differenzierte, aber exakte Betrachtung! Das Resultat der Überlegungen ist dann eine Anlagestrategie entweder exklusiv in das eine oder andere, oder ein Mix.

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Erstmal danke für Deine Antwort. Die halte ich für sehr reflektiert. Gut, vielleicht war meine Frage am Ende etwas unkonkret. Ich versuchs nochmal:

Unabhängig von Faktoren wie Risiko, Sicherheit der Rendite, welche Renditen erwirtschaftet ein durchschnittlicher Immobilieninvestor versus ein durchschnittlicher Unternehmens- (Aktien-)Investor? Ooder: Welche Renditen erwirtschaftet ein Top-Immobilien Investor versus ein Top-Unternehmensinvestor?

Dass nicht alle Immobilienanlagen die gleichen Aussichten und Risiken innehaben ist mir bewusst, bei meiner Frage aber irrelevant. Genauso wie Bluechips im Vergleich mit hochspekulativen Papieren.

Mich interessieren eher Durchschnittszahlen auf breiter Ebene. Das meinte ich mit empirischen Beweisen.

Und mit Grundsatzdiskussion meinte ich sowas wie: Aktienhandel ist hochspekulativ, bei einer Immobilie hat man hingegen was zum anfassen! Da kann man dran vorbeifahren und sagen: "Das ist meins!"- Auf diese Ebene wollte ich eben nicht.

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@axelboth

Bluechips sind zwar Aktien, aber gewiss nicht spekulativ. Meine IBM-Aktien sind seit vielen Jahren sicher, gehen zwar manchmal hoch und manchmal runter, aber langfristig zähle ich auf die Innovation und die Sicherheit.
Natürlich beinhalten Bluechips auch ein Verlustrisiko, da diese Papiere öffentlich gehandelt werden. Aber auch Immobilienanlagen können in die Hose gehen....

Wenn du Renditen erfahren willst von Immobilien, dann kann ich dir empfehlen, ein paar Anfragen an beispielsweise den Credit Suisse Immobilienanlage-Fonds zu richten. Es gibt auch andere Banken, Deutsche Bank, UBS, u.a.m.
Da diese Banken ihre Dienste verkaufen, dürfte in ihren Kundenbroschüren auch irgend eine Renditezahl stehen. Fast alle Grossbanken haben gesonderte Immobilien-Fonds.
Anlagen in was anderes, als in Fonds, sind quasi-nicht-öffentlich und dürften von ihren Renditwerten her vertraulich bleiben. Aber nur soviel: Katara Investment ist eine Immobilien-Investmentfirma, die vor 10 Jahren ungefähr 500 Mio CHF in ein Hotelprojekt in der Schweiz gesteckt hat. Allein aufgrund des steigenden Bodenpreises dürfte sich der Wert inzwischen auf 550 Mio. erhöht haben, also muss man dabei auch die Wertveränderungen des Bodens mit berücksichtigen. Gebaut, oder besser, umgebaut wurde übrigens das Hotel-Ressort "Bürgenstock" in der Schweiz.

Oder ein Immobilien-Fonds aus Abu Dabi investierte ebenfalls etwa 500 Mio. in ein riesiges Shopping-Center in Ebikon, auch Schweiz.

Oder Sami Sawiris, ein ägyptischer Investor, investierte auch viele Hundert Mio. CHF in ein Immobilien-Entwicklungsprojekt in Andermatt/Schweiz. Er baute nicht ein Hotel, er führ oder fährt noch immer ein Immobilien-Entwicklungsprojekt, welches die Errichtung verschiedener 4* und 5* Hotels zusammen mit der Errichtung völlig neuer Tourismus-Infrastruktur beinhaltet. Da wird also der Ort und die ganze Region hochgefahren.

Das sind Immobilien-Investitionen der gehobenen Kategorie. Den amerikanischen Markt (Trump und so) kenne ich nicht. Alle mir bekannten dieser Kategorie liegen im mittleren bis hohen dreistelligen Millionen-Betrag. Diese Projekte rentieren nicht, weil man viele Gäste hat oder die Häuser zu hohen Preisen verkaufen kann. Sie rentieren einzig schon alleine deshalb, weil der Bodenpreis steigt. Das tut er, weil einerseits der Quadratmeter in der Schweiz fast immer nur teurer wird, aber er tut es auch, weil Infrastruktur, also neue Verkehrswege, Tourismus-Bahnen, Hotels und anverwandte Lifestyle-Gebäude, wie Schwimmbäder u.a.m. gebaut werden.

In Deutschland gibt es auch Boom.Towns: Berlin, Hamburg u.a.m. Interessant finde ich in Hamburg die Hafen-City mit einem völlig neuen Stadtquartier. Auch da wird eine Bank oder ein Bankenkonsortium die Federführung halten und Fond-Anteile anbieten. Kannst mal fragen, welche Renditen diese offerieren.

PS: Die URL:

https://www.buergenstock.ch/de

https://www.rybare.ch/de/andermatt/

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@lesterb42

Das dachte ich mir auch, als ich letztes Jahr da war... Aber Immobilieninvestitionen in Gaza-City sind auch nicht so der Brüller.

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@tenno5034
in Gaza-City

Das es keine ernstzunehmende Alternative. Aleppo soll auch nicht so gut sein.

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@lesterb42

Hm..., das mit Aleppo muss nicht so sein. Inzwischen sucht sogar Putin nach Investoren im Westen, die mitfinanzieren. Sog. PPP Projekte für Infrastrukturobjekte könnten in Syrien kein vollkommener Reinfall sein. Wirst sehen! Die Franzosen sind bei solchen Dingen immer relativ fix beim Projekte auf die Beine stellen. Die kriegen ziemlich gute Risikodeckung von Väterchen Staat für solche Projekte.

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@tenno5034

Ich tuh mich da schwer, das noch als Immobilieninvestition zu sehen.

Eine Immobilieninvestition ist für mich, wenn ich (wenigstens anteilig) Eigentümer einer Immoblilie bin. Das was dir da für Aleppo vorschwebt, würde ich doch eher im gewerblichen/unternehmerischen Bereich verorten. Man hat bei so einer Investition keinen eigenen Handlungsspielraum. Das machen dann Leute, die man nicht kennt. Sprachprobleme kommen hinzu. Für den Kleinanleger ist das sowieso nichts.

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@lesterb42

Das hängt vom verfügbaren Kapital ab. Was für eine Investitionsgrösse schwebt dir denn vor?

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@tenno5034

Ich beteilige mich nirgendwo, sondern investiere direkt, selten mehr als 100.000 €.

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Theoretisch haben Aktien eine höhere Rendite. Praktisch haben Immobilien eine höhere. Beim Vermögebsaufbau haben Immobilien- Investoren im allgemeinen langfristig gesehen am Ende ein höheres Vermögen. Das liegt eher an Verhalten der Investoren als an der Rendite des Anlageobjekte. Dazu soll es eine empirische Studie geben, die ich aber selber nicht gesehen habe.

Du versuchst Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das geht überhaupt nicht. Man kann für Immobilien gar keine allgemeine Rendite errechnen. Dazu spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle, wie Alter, Standort, Ausstattung, Energieeffizienz, Mietrendite, Wertverlust und vieles mehr!

Bei Aktien ergibt sich der Preis aus Angebot und Nachfrage. Abgesehen davon, dass es hochspekulativ ist.  

Ich finde es auch falsch zu sagen, dass Immobilien vorrangig für Rendite genutzt werden. Viel mehr dienen Immobilien der Kapitalerhaltung.

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Die Antwort trifft die Problematik in meinen Augen so ziemlich im Kern.

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@axelboth

Im Sinne der oberflächlichen Abhandlung

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What the fu**k?
1) Natürlich kann man die Rendite von Immobilieninvestitionen berechnen
2) Der "Aktienpreis" hat wenig mit Angebot und Nachfrage im Sinne der klassischen Marktbildung zu tun. Und Aktien sind doch nicht per se hochspekulativ. Weisst Du überhaupt was Aktien sind?
3) Kapitalerhalt ist Kapitalverlust. Natürlich investiert man in Immobilien für die Rendite. Wir sprechen von Investitionen und nicht von Oma Ernas Ruhesitz.

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Mhm. Mir stellt sich die Frage, ob du überhaupt weißt, wie sich Aktienpreise errechnen? Und doch Aktien sind grundsätzlich erstmal spekulativ!

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Frage zu Steuern und Abschreibung?

Hallo,

ich habe eine Frage zum Thema Steuern und Abschreibung.

Beispiel:

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Das Auto welches auch dringend im Unternehmen benötigt wird, wird über 6 Jahre abgeschrieben, das heißt eine jährliche Abschreibung von 10.000 Euro. Somit würde sich mein zu versteuernder Gewinn auf 90.000 Euro senken, ist das richtig?

Da die 60.000 Euro sofort für das Auto bezahlt werden ist mein realer Gewinn aktuell nur noch bei 40.000 Euro. Müsste ich dann die 90.000 versteuern, obwohl ich diese garnicht aktuell habe (da das Auto gekauft wurde.)

Meine zweite Frage wäre zum Thema Sofortabschreibung. Ab 2018 ist es möglich Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von 800 Euro netto sofort abzuschreiben.

Auch hier wieder ein Beispiel.

Das Unternehmen kauft Ledersitze deren Nettoeinzelpreis bei 600 Euro liegt. Das Unternehmen bestellt 10 solcher Ledersitze. Wäre es hier möglich jeden Sitz einzeln sofort abzuschreiben oder gilt der Gesamtbetrag von 6000 Euro und dieser muss dann wieder nach AfA Tabelle abgeschrieben werden?

Gilt das gleiche auch bei einer Reparatur, zum Beispiel am betrieblich genutzten PKW fällt eine Reparatur von 1000 Euro an. Müsste man diese Reparatur dann auch abschreiben oder gibt es bei solchen Fällen Ausnahmen?

Vielen Dank im Voraus.

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