Wie Schimmelrisiko in Wohnung erkennen?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Schimmeln tut es in erster Linie wenn man nicht richtig lüftet, also permanent alte Luft "steht". Ob es schimmelt oder nicht, hängt daher vom Nutzer ab. Dieser muss sich natürlich nach den Begebenheiten des Hauses mit Lüften und Heizen richten. Es dürfte klar sein, dass demjenigen das Bad sehr bald schimmelt, wenn er nie nach dem Duschen das Fenster weit öffnet. Häuser kann man anders beheizen als z.B. Etagenwohnungen. Bei letzterem sollte jedes Zimmer im Winter beheizt werden. In einem großen Haus kann man schon mal ein Zimmer unbeheizt lassen, so lange keine Feuchtigkeit aus Bad oder Küche dort eindringen kann. Also ein Gästezimmer im OG zum Beispiel

Schimmelbildung ist, leider Gottes, in den meisten Fällen weniger eine Eigenschaft einer Wohnung, sondern eine Folge fehlerhaften Eigenverhaltens ( schlecht lüften, zu viel an der Heizung sparen wollen, Wäsche trocknen in der Wohnung etc.). Erhöhtes Schimmelrisiko besteht allerdings auch an Erdreichumgebenen Wänden ( Souterrain) oder durch Leckagen an zu alter Bausubstanz (undichte Badfugen irgendwo, wo tropt es aus der Dachrinne?, Leckagen im Dach?, wie alt sind die Wasser führenden Leitungen?). Wenn man ein Möbelstück oder ein Regal ohne Hinterlüftung an eine Außenwand "klebt", kann man sich auf Schimmelbildung dahinter verlassen. Übrigens ist das Schimmelrisiko in gedämmten Häusern eher größer als kleiner, weil der Konzentrationsausgleich der Luftfeuchtigkeit (Diffusion) durch die Hauswand nicht mehr so gut funktionieren kann wie vor der Dämmung. Das heißt, gedämmte Häuser brauchen zwar weniger Heizung, müssen aber mehr gelüftet werden als ungedämmte. Ihr könnt euch ja erkundigen, ob es in der Wohnung schon einmal Schimmel gegeben hat und, wenn ja, warum. Ansonsten spart Euch ein teures Gutachten, benutzt lieber Euren Verstand und nehmt das ersparte Geld vielleicht besser für die Heizung.

Die Luftfeuchtigkeit sollte um die 60% betragen. Wenn sie deutlich höher ist besteht ein Risiko. Aber wenn die Wohnung nicht im EG liegt ist das durch die Grundmauern aufsteigende Wasser eher selten. Also hilft ein Blick und eine Geruchsprobe im Keller.

Ein Schimmelrisiko besteht in jedem Haus.

Auch in einem vollisolierten Haus, kann Schimmel entstehen. Du kannst höchstens über einen Gutachter eventuelle Kältebrücken feststellen lassen oder Schimmelsporen in der Luft. Ansonsten kannst du nur nach möglichen Feuchtequellen suchen, auf der sich Schimmel bilden kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Schimmelpilz#Schimmel_in_Geb.C3.A4uden

Die Luftfeuchtigkeit kann man mit einem Hygrometer ganz gut bestimmen und das gibt ja schon mal einen ersten Anhaltspunkt zum Raumklima. Konkret kann man auch die Feuchtigkeit der Wand durch einen Gutachter bestimmen lassen. Der macht dann so eine kleine "Probebohrung". Dann unbedingt einen Blick auf's Mauerwerk werfen (Risse?) und den Keller und Dachboden besichtigen. Da sind die Wände meist nicht übertapeziert und Stock- und Schimmelflecken schnell erkennbar.

Schimmel entsteht ja bekanntlich durch erhöhte Feuchtigkeit - in dem Fall in den Wänden. Dafür gibt es Messgeräte, mit denen man den Feuchtegehalt im Mauerwerk feststellen kann und ob da ein kritischer Wert vorliegt.

Es gibt auch genug gedämmte Häuser, die erst nach erfolgter Dämmung anfangen zu schimmeln, weil die Feuchtigkeit, die die ganze Zeit mehr oder weniger regelmäßig durch die Wände hindurch diffundiert ist, nicht mehr raus kann.

Besorge einen Fachmann, der sich die Bausubstanz ansieht, ggf. ein Hygrometer hat und nimm den mit. Du alleine kannst keine verlässliche Beurteilung machen.

"Es gibt auch genug gedämmte Häuser, die erst nach erfolgter Dämmung anfangen zu schimmeln, weil die Feuchtigkeit, die die ganze Zeit mehr oder weniger regelmäßig durch die Wände hindurch diffundiert ist, nicht mehr raus kann."

Das ist leider kompletter Unsinn. Feuchtigkeit diffundiert in so geringem Maß durch die Wände, dass man das getrost vernachlässigen kann. Das Problem liegt woanders: Wird ein altes Haus gedämmt, werden in aller Regal auch die - meist undichten - Fenster erneuert. Das führt dazu, dass der Luftaustausch stark zurückgeht. Wird dann noch Wäsche getrocknet oder das Bad benutzt, ohne zu lüften, bleibt die Feuchtigkeit im Raum und kondensiert an den kühleren Gebäudeteilen. Allerdings: Bei einem gut gedämmten Haus sollte es keine kühlen Gebäudeteile geben, also kondensiert auch keine Feuchtigkeit. Das heißt, man muss sich schon viel Mühe geben, in einem solchen Gebäude Schimmel an den Wänden zu erzeugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem die stickige Luft vorher auf die Nerven geht und man deswegen lüftet, ist viel größer als eine evtl. Schimmelgefahr.

0
@RudiDrescher

Oh, ein richtiger Spezialist! Wie ist denn das Haus gedämmt??? Du unterstellst Dinge, die hier nicht beschrieben wurden. Wird Wäsche im Haus getrocknet oder das Bad nicht gelüftet??? Es sollte keine kühlen Gebäudeteile geben? Sind die Stürze gedämmt und die Rolladenkästen??? Wer kann das sagen? Weißt du es? Weiterhin sollte eine Gebäudehülle luftdicht sein - zumindest nach den neuesten Vorschriften (ich habe die nicht gemacht!). Also: Zuerst mal nachdenken - dann schreiben!

0

Es gibt da wirklich schon Messgeräte, die die Schimmelgefahr erkennen können (hat mich selbst erstaunt). Ich glaub der Bosch PTD 1 macht hier einen ganz guten Job Link: http://www.elektrowerkzeug-vergleich.de/thermodetektor/

Hat bei Amazon auch ganz gute Bewertungen. Ich würd ihn kaufen, die Wohnung damit scannen und bei Ebay wieder verkaufen. So machst du am wenigsten Geld kaputt.

Mit Feuchtigkeitsprüfern aus dem Baumarkt oder einem gewerblichen Prüfer/Gutachter, der bis zu 2500 Euro kostet. Dann seid ihr aber auf der sicheren Seite.

Was möchtest Du wissen?