Wie schickt man ein Skript an einen Verlag?

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7 Antworten

Dein Manuskript, welches du vorher so gründlich wie möglich, von Grammtaik- und Logikfehler befreit hast, formatierst du in sogenannte Normseiten - das ist der Standard in der Verlagswelt. Passende Vorlagen findest du schnell im Netz. Du schickst an dem Verlag ein Exposé (Inhaltsangabe im Präsens, mit allen wichtigen Wendepunkten. Konzentriere dich hier nur auf den roten Faden deiner Geschichte. Verrate das Ende - der Lektor muss alles wissen!). Das Exposé ist in der Regel zwischen drei und fünf Normseiten lang. Darin enthalten ist ebenso ein Anschreiben, in dem du dein Manuskript kurz und knackig beschreibst: Arbeitstitel, Autor (eventuell Pseudonym), Genre, Umfang in Normseiten, Wörter und Zeichen. In wenigen Sätzen schreibst du eine Vita über dich. 

Diesem Exposé fügst du eine Leseprobe der ersten beiden Kapitel bei, aber nicht mehr als 50 Normseiten und schickst dieses postalisch an einen Verlag, zu dem deine Geschichte passt. Einen Thriller wirst du schlecht an einem Kinder- und Jugendbuchverlag wie Carlsen verkauft bekommen. Mache dich vorher auf der Internetseite des jeweiligen Verlags über sein Programm schlau, meist findest du auch schnell die Seite für die Einreichung von Manuskripten und welche Einreichungsform bevorzugt wird.

Finger weg, von Verlage die von dir Geld verlangen. Ein seriöser Verlag veröffentlicht immer auf eigene Kosten. 

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Ist es dein erstes selbst geschriebenes Manuskript?

Jetzt mal ganz ehrlich: Was erwartest du davon, dass du es an einen Verlag schickst?

Kann es sein, dass du ganz falsche Vorstellungen davon hast, womit seriöse Verlage sich beschäftigen und wie sie die Manuskripte auswählen, die sie veröffentlichen?

Wie die meisten unerfahrenen Hobby-Autoren träumst du vermutlich davon, dass du dein Werk nur an ein paar Verlage schicken musst und dann liegt's bald als gedrucktes Buch in den Buchläden ;-)
Aber das ist ein unrealistischer Wunschtraum, der sich noch nicht mal bei den Erstlingswerken von z.B. Astrid Lindgren oder J. K. Rowling erfüllt hat.

"Unverlangt" eingesandte Manuskripte werden bei seriösen Verlagen meistens gar nicht gelesen.
So viele Lektoren gibt es gar nicht, in Anbetracht der Masse an Hobby-Autoren. Und meistens lohnt es sich auch gar nicht, weil Erstlingswerke von unerfahrenen, unbekannten Hobby-Autoren nicht den Ansprüchen der seriösen Verlage genügen, da weder hohe Verkaufszahlen noch Gewinne zu erwarten sind.

Wenn du wirklich der Überzeugung bist, dass bereits dein erstes Werk reif ist für eine Veröffentlichung, dann wären realistische Möglichkeiten:
Veröffentlichung im Internet z.B. Wattpad.com
oder Veröffentlichung als Selfpublishing eBook

Nur mal zum Vergleich: Ein junger Maler würde niemals auf die Idee kommen, gleich mit seinem allerersten selbstgemalten Bild in eine Galerie zu gehen und zu erwarten, dass die es da ausstellen ;-)

Trotzdem viel Erfolg!

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Kommentar von julili10
06.07.2017, 13:54

Danke für deine Antwort, allerdings hast du meine Frage leider nicht beantwortet. Mir ist klar, dass man nicht einfach so von einem Verlag angenommen wird, wie du bereits an dem allgemein bekannten Beispiel von J.K. Rowling klar gemacht hast.

Doch darum ging es in meiner Frage nicht.

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Am Besten gar nicht.

Verlage sind in den letzten Jahren zunehmend mit Manuskripten diverser AutorInnen bombardiert worden, sodass die Wartelisten nur um das Manuskript zu lesen bereits teilweise über 10 Jahre lang sind.

Generell verschiebt sich der Trend, begünstigt durch Seiten wie Amazon und Wattpad zum Eigenverlag über diverse Internet-Plattformen. Auf solchen Seiten sind auch immer wieder Talentsucher von Verlagen unterwegs, da sie dort direkt Statistiken über die Werke einsehen können.

Du kannst auch versuchen dein Manuskript an Verlagsagenturen zu schicken, welche die Wartelisten von Verlagen überspringen können, aber auf jeden Fall solltest du dich erst bei den entsprechenden Stellen informieren ob und unter welchen Umständen du ihnen das Manuskript zukommen lassen darfst.

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Verlage suchen professionelle Autoren, keine selbst berufenen Hobbyautoren. Ein Manuskript einzusenden ist unprofessionell, da kennt sich jemand in seinem Beruf nicht aus. 

Wenn, dann schickt man ein aussagekräftiges und den Normen entsprechendes Expose an einen Verlag. Wobei die meisten Verlage auch hier kein Geld mehr investieren, hoch bezahlte Leute unprofessionelle Exposes lesen zu lassen, weshalb idR nur noch von bekannten Agenten angebotene Exposes gelesen werden (da sind die Manuskripte, sofern diese dann bei Interesse angefordert werden, auch schon professionell vorlektoriert).

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Ein Manuskript schickt man in der Regel nicht unangefordert ein. Für den Erstkontakt schreibt man ein Exposee, wählt eine oder mehrere Leseproben aus und hält sich ansonsten an die Vorgaben des Verlags für unangefordertes Material.

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Das ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich. Schau einfach mal im Internet, dort findest du entsprechende Formatierungsanweisungen.

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GAR NICHT!

Denn: Man schickt ein Eposé + Leseprobe.

Und das auch nur dann, wenn wenn weiß, dass der Verlag tatsächlich daran interessiert ist.

Wobei ich von "richtigen" Verlagen spreche und nicht von Druckkostenzuschussverlagen, also Dienstleistern, die jeden Müll zwischen Buchdeckel pressen und sich dafür exorbitant bezahlen lassen!

Kontaktaufnahme heißt also das Schlüsselwort. Bei der Gelegenheit kann man alle weiteren Details klären.

Viel Erfolg!

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