Wie schafft man es aus einer Psychiatrie auszubrechen?

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13 Antworten

Als ich 2014 auf der Geschlossenen Station war, hatten wir sogar zwei Mitpatienten die abgehauen sind. Die eine ist abgehauen durch ein offenes Fenster (Betreuer/Pfleger vergessen das Fenster zu schließen (!!!)) und war somit fast 24 Stunden weg, bevor sie von der Polizei gefunden wurde.

Die Andere war in der Klinik sehr bekannt für ihr ausbrechen. Sie ist wirklich durch die Tür raus, wenn sie auf war. Später, als sie dann irgendwann auch raus durfte (mit Begleitung) ist sie dem/der dann weggelaufen. Das Lustige ist, dass manche von denen es nicht einmal so schnell gemerkt haben. Sie war dann aber allerdings auch nie so lange weg. Eher so zwei bis sechs Stunden (höchstens!!!). Außer einmal. Ich weiß nicht genau wie sie das geschafft hat, aber irgendwann durfte sie ohne Begleitung raus und ist dann abgehauen. Zum Bahnhof und ab in den Zug. Sie war dann auch fast einen Tag unterwegs, bis die Polizei sie in Hamburg gefunden hat, und sie dort über Nacht in eine andere Klinik gesteckt wurde.

Und ich meine.. Geschlossene? So geschlossen ist sie auch nicht. Gut, Türen verschlossen, Fenster verschlossen.. ohne Schlüssel keine Chance. Aber wenn du wirklich raus willst.. dann kriegst du es auch hin. Ist ja genauso mit Klingen, Scherben, etc. von den Patienten, die sich selbstverletzen. Diese werden in Blumentöpfen, irgendwelchen Ritzen in der Wand etc. versteckt. Wenn du irgendetwas wirklich willst, dann klappt es auch... 

Diese geschlossene Stationen sind gar nicht so geschlossen wie man sich das vorstellt. Nur die für die wirklich harten Fälle sind das.

Innerhalb von der Station dürfen die Patienten sich meist frei bewegen, und sobald jemand durch die Tür kommt rennen sie raus. Und die Patienten sind ja nicht nur auf der Station. Therapie können sie auch außerhalb haben. Da dürfen sie zwar nicht alleine hin, sondern nur in Begleitung, aber ganz so sicher ist das nicht. Ich kenne jemand, bei dem hat der Pfleger nicht schnell genug reagiert, und der ist einfach auf dem Weg zur Therapie los gerannt und der Pfleger hat ihn nicht mehr erwischt. 

Ansonsten sind die Patienten schon sehr kreativ wenn es ums Abhauen geht. Nicht nur die auf der geschlossenen Station, auch auf der offenen. 

Von allen Leuten, die ich kenne, die es wirklich geschafft haben abzuhauen, liegt der Rekord bei sechs Stunden. Dann hat man ihn wieder gefunden. Es werden zwar Maßnahmen wie so einen typischen Krankenhaus-Pyjama oder Fußfesseln mit GPS getroffen, sollte Gefahr bestehen, dass der Patient abhaut, aber sie können trotzdem "fliehen".

hat da jemand die geschlossene mit der geschützten Station verwechselt? Geschützt = nicht straffällig; geschlossen = Gefängnis mit psychiatrischer Betreuung.

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@JaniXfX

Die Akutstation wird im Allgemeinen auch geschlossene Station genannt. Ein Gefängnis mit psychiatrischen Betreuung gibt es ja in einer normalen Psychiatrie nicht. Dieses Gefängnis (oder allgemein ein Ort zum Verwahren) wäre ja eine geschlossene Psychiatrie. Und die Maßnahmen in einer geschlossenen Psychiatrie wären auch viel härter.

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Ich war mal in der Klinik (nicht geschlossene)dort konnte man mit den Patienten aus der geschlossenen Station eine Rauchen,wir haben zusammen mit ihnen Sport gemacht. Also Möglichkeiten gibt's da immer.
Wahrscheinlich stellst du dir die Station so wie die's in den Filmen und Spielen immer zeigen. Aber so grauenvoll ist es in der Realität nun wieder auch nicht. Ich will's jetzt nicht verharmlosen aber die Leute übertreiben es in manchen Dingen total.

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