Wie schaffe ich es mit dem Rauchen aufzuhören..?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

DU MUSST ES WIRKLICH WOLLEN - Vielfach wird berichtet: die wirksamste Methode zum Aufhören sei die Schlusspunktmethode (Termin setzen, an dem Tag alle Tabakwaren wegwerfen, Aschenbecher raus aus dem Haus - und aufhören).

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Diese Bilder können eine gute Motivationshilfe sein:

http://www.praxisbenner.de/vergleich_lunge/

und lies den erklärenden Text unter den Bildern.

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Hier erfährst Du, wie Deine Lunge aufgebaut ist. Google mit

lunge aufbau wiki

(Ich geb viele Google-Hinweise. Mach es Dir leicht, indem Du mit der Maus den Hinweis markierst, dann kopiere ihn mit den Tasten Strg + c klicke kurz in die (Google-)Suchzeile und gib das dort mit Strg + v hinein.)*

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Lies (genau so mit dem Fehler googeln):

rauchen gundheitliche folgen

und

Nichtraucherbund Berlin e.V. - Inhaltsstoffe im Tabakrauch

nikotin wikipedia

nikotinabhängigkeit wiki

rauchen intelligenz

welt rauchen gehirn schrumpft

rauchen weltweit sterben zahlen fakten

Auch dies ist enorm wichtig für Dich zu wissen, google mit

pressetext tabak tausendmal radioaktiver als blätter von tschernobyl

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Hier findest Du ein Video von der Klinik Heidelberg - google mit

thoraxklinik heidelberg praevention Filmseite

und klick Ohne Kippe an.

Nun findest Du unter dem Hinweis auf die ungekürzte DVD die Kurz-Fassung Teil 1 bis Teil 7. - Klick direkt darunter an: Alle Teile des gekürzten Films.

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Wenn Du Jugendlich bist, dann geh in YouTube (google so) und gib in die Suchleiste ein

nichtrauchen ist cool

Sieh Dir Teil 1 und Teil 2 an.

Und google mit

rtl regional schocktherapie video

und sieh Dir auch das Video an.

Und:

Du hast sicherlich viele Fragen rund um das Rauchen. Google dazu mit

willkommen bei ärzteinitiative

und klick links Jugend an.

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Wasser trinken ist sehr hilfreich. Beim Aufhören mit der Qualmerei lösen sich in Dir Giftstoffe, die der Körper abtransportieren will. Dazu braucht er ausreichend Wasser. Dein Körper braucht täglich pro Kilogramm Deines Körpergewichts 30 ml Wasser:

50 kg = 1,5 Liter

60 kg = 1,8 Liter

70 kg = 2,1 Liter

80 kg = 2,4 Liter

90 kg = 2,7 Liter

100 kg = 3 Liter

usw.

Mindestens soviel braucht der Körper normalerweise, jetzt eher mehr, damit die giftigen Stoffe, die sich in Dir lösen, raus können (über den Urin, über das Schwitzen und über den feuchten Atem). Wenn Du salzreich isst oder viel Süßes, brauchst Du mehr Wasser. - Ausreichend Wasser trinken macht Dir somit das Aufhören von der Qualmerei leichter.

(15 bis 20 Minuten vor jedem Essen ein bis zwei Gläser Wasser, damit bist Du schon ganz gut dabei - zum Essen ist der Magen dann wieder leer. Den Rest schaffst Du dann auch leicht.)

Besorg Dir eine 1/2-Liter-Wasserflasche, die Du immer bei Dir hast. Eine ganze Weile kannst Du sie mit Leitungswasser auffüllen. Meine Erfahrung: Die leere Flasche wird in Cafés und Restaurants vom Personal allgemein freundlich mit Leitungswasser aufgefüllt.

Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist das von dem Arzt Batmanghelidj (gesprochen: bat-man-gsche-lidsch):

Wasser - die gesunde Lösung

Darin wird sehr gut erklärt, wie es dem Körper geht mit zu wenig und wie mit genug Wasser.

Er beschreibt viele Fallbeispiele, wie Menschen gesundeten, nachdem sie ihren Körper mit ausreichend Wasser versorgten und zweimal täglich eine halbe Stunde flott spazierengingen.

Dazu passt auch wiederum die Erkenntnis, dass leichter Sport beim Aufhören die Entzugserscheinungen mindert.

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Hier hat auch schon mal einer geschrieben: Er hat in einer Dose, die er immer bei sich hat, alte Asche aus einem Aschenbecher. Und wenn er einen Schmacht bekommt, steckte er seine Nase in die Dose. Er schrieb: Mit der Zeit nimmt er den Gestank als immer ekliger wahr, was ihm zeigt, wie gut er schon von der Qualmerei weg ist.

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Wichtig ist auch zu wissen, warum wir wie auf Gewohnheiten reagieren.

Wir Menschen haben in uns so etwas wie einen Autopiloten, man kann auch sagen "Gewohnheitsviech". Dieser Autopilot ist sehr wertvoll, denn ohne ihn müssten wir täglich alles neu lernen: essen, sitzen, laufen, Nase putzen - einfach alles. Sobald unser Unterbewusstsein eine erlernte Handlung für lebenserleichternd oder lebenserhaltend befunden hat, wird diese Handlung in den "Autopiloten" integriert. -

Nikotin manipuliert das Belohnungszentrum (Nucleus accumbens) im Gehirn, so dass Raucher schließlich (unbewusst) sogar fürchten, ohne Nikotin sterben zu müssen = Drogensucht. - Google hierzu mit

gehirn belohnungszentrum drogen nikotin

(die Reihenfolge der Wörter genau so)

Und wenn Du genaueres dazu wissen willst, google mit

nucleus accumbens bilder

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Willst Du nun eine fest integrierte Handlung im Autopiloten ändern, und das Unterbewusstsein sieht keinen zwingenden Überlebensgrund dafür, wird es versuchen, Dich (= Wachbewusstsein) mit aller Kraft daran zu hindern. Denn das Unterbewusstsein ist sich sicher, dass Du MIT dieser Handlung überlebst (schließlich lebst Du ja), und es weiß nicht, ob Du auch ohne diese Handlung überlebst. (Es will also Dein Leben schützen und weiß nicht, dass es das Gegenteil tut.)

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Das Unterbewusstsein hat den Verstand eines etwa vierjährigen Kindes. Du als erwachsene Person, die erkannt hat, dass Rauchen Dein Leben gefährdet und krank macht und überhaupt willst Du jetzt damit aufhören, musst jetzt die Führung übernehmen.

Dazu brauchst Du Geduld und Durchhaltevermögen. - Das Unterbewusstsein ist natürlich nicht faul und versucht mit aller Raffinesse, Dich von Deiner Verhaltensänderung abzubringen (schließlich weiß es ja nicht, ob Du ohne Rauchen überlebst). Sei wachsam! Es wird sich vermutlich allerlei Tricks einfallen lassen, um Dich wieder zur alten Gewohnheit zu locken.

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Franz Wilhelm Bauer war selbst schwer nikotindrogensüchtig und wunderte sich, wieso es so schwer war, mit der Qualmerei aufzuhören. Er fing an, seine Motivation zu erforschen und fand heraus, dass er seltsamerweise Angst hatte vor dem Leben ohne Zigarette. Seine Erfahrungen und wie er es doch geschafft hat, schildert er in Die Rauchgiftfalle - Die heimliche Angst der Raucher vor dem Nichtrauchen, ein sehr lesenswertes Buch mit Ernst und angenehmem Humor. - Er selbst ist schließlich an der (ehemaligen) Qualmerei verstorben. Und sein Wunsch war es, dass er dazu beiträgt, dass anderen sein Schicksal erspart bleibt.

Wenn Du vielleicht auf ZEN stehst, ist auch sehr schön zu lesen von Thorre Schlameus ZEN oder die Kunst, vom Rauchen zu lassen. Dieser Autor übt sich in asiatischer Kampfkunst und nahm eines Tages verblüfft wahr, dass er in der Nikotindrogensucht hing. Die Art, wie er sich da herausgelöst hat und andere motiviert, es ihm gleichzutun, finde ich auch sehr lesenswert.

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Nikotin ist sooooo sehr giftig, dass der Körper es nach dem Rauchen blitzschnell abbaut. Es geht also weniger um den Nikotindrogenentzug, sondern hauptsächlich um die Änderung Deiner Gewohnheit (ist ja auch der Grund für Spielsucht, die haben ja auch keinen Suchtstoff intus). - Es kann sehr hilfreich sein, wenn Du immer was zum Spielen, Kneten oder Malen greifbar hast, damit Deine Hände beschäftigt sind, sobald Du das brauchst. - Die Hauptaufgabe, die nun also vor Dir liegt, ist Deiner klaren Linie zu folgen, die Du Dir ja nun selbst gesetzt hast.

Unser "Autopilot" reagiert wie ein großer Dampfer auf dem Meer: Will der Kapitän (also Du) den Kurs ändern, muss er (anders als beim Fahren eines Autos) lange das Steuer in die neue Richtung lenken. Hält er das Steuer nur kurze Zeit (wie bei einem Auto) in die neue Richtung, ändert sich sein Kurs nicht.

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Die ersten 72 Stunden (= genau drei Tage) Abstinenz sind am schwierigsten, danach wird es leichter. Die 72 Stunden musst Du am Stück (!) abstinent sein. Rauchst Du vorher, fangen die 72 Stunden von vorn an. (Genauso bei einem Rückfall, den Du hoffentlich nicht erleben wirst.)

Wichtig:

Sei niemals ärgerlich auf Dich, wenn Du einen Rückfall hast (den Du hoffentlich nicht erleben wirst). Fange ganz geduldig neu mit den 72 Stunden an.

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Achte darauf, dass Du immer etwas greifbar hast, mit dem Du Deine Hände beschäftigen kannst (Handschmeichler, kleinen Ball oder Mini-Stofftier zum Fummeln, Kneten oder einfach so in der Hand halten, Stift und Mini-Notizblock zum Kritzeln und Malen …)

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Anfangs kann es hilfreich sein, blutgefäßerweiternde Genussmittel wie Kaffee und Alkohol wegzulassen. Denn Nikotin sorgt dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen (deshalb ja die Mangeldurchblutung mit der Gefahr von Schlaganfall, Herzinfarkt, Raucherbein ...). Dein Körper muss das Zusammenspiel zusammenziehen / erweitern neu einpendeln. - Google dazu mit

nikotin zieht gefäße zusammen

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Viele haben Angst, sie würden zunehmen. Das muss nicht sein - wichtig ist, dass Du die richtigen Informationen hast. Google dazu mit

rauchen 200 Kalorien

da kriegst Du viele wertvolle Hinweise. - Damit Du siehst, was 200 Kalorien sind, google mit

wisegeek what-does-200-calories-look-like

und klicke dann wisegeek an. Hier findest Du haufenweise 200-Kalorien-Abbildungen.

Lass ein paar sogenannte leere Kalorien weg, gehe etwas mehr zu Fuß, fahre nicht, sondern gehe Treppen usw. - und schon bist Du auf der sicheren Seite.

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(Fortsetzung)

Erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich werde Sie mir nachher in Ruhe durch den Kopf gehen lassen... Das Problem ist immer wieder das ich es max 1 Monat ohne Rauchen schaffen, dann aber dank des Fernsehs wieder anfang... Immer wieder sieht man in Filmen Leute die Rauchen...

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@Qlimaxboy92

Qlimaxboy92, Du wirst ja noch alles in Ruhe lesen. Besonders die Sache mit dem "Autopiloten", der auf falsche Weise Dein Leben retten will, wird Dir Aha-Erlebnis bescheren. Der ist bei Dir wohl besonders fleißig, sobald solche Filme laufen.

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Wichtig: Hab keine Sargnägel zu Hause.

Vielleicht hilft Dir auch so eine "Stinke-Dose".

Oder geh raus und lauf um den Block (aber nicht zur mächsten Tanke!, sondern tanke frische Luft in Deine Lungen).

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Mach Dir auch immer wieder klar: Die Tabakindustrie ist kriminell (das darf man öffentlich sagen seit einen großen Prozess in den USA, darüber findest Du auch was in meiner Antwort). Ihr geht Geld über alles. Dabei geht sie - im wahrstein Sinne des Wortes - über Leichen. Der frühe Tod ihrer "Kunden" juckt die überhaupt nicht. Dafür werben sie neue Kunden, nämlich Kinder !!!

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Wenn Freunde Dich so belügen und betrügen würden, wie die kriminelle, verlogene Tabakindustrie, würdest Du von denen "kein Stück Brot" mehr annehmen und sie zum Teufel jagen.

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Für mich sind diese Qualmer-Szenen eklig. Wenn es wenige sind, gucke ich weg. (Ich arbeite sowieso oft bei Filmen am PC oder mach was anderes. Nur gucken finde ich langweilig.) - Wenn es sehr viele Qualmerszenen sind, bin ich so angeekelt, dass ich in ein anderes Programm schalte.

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Du musst auch wissen: Die Tabakindustrie schmiert Filmemacher und Schauspieler, damit sie qualmen. Das ist ein Teil ihrer Werbestrategie.

Viele Schauspieler haben es bitter bereut, dass sie sich auf so einen Deal eingelassen haben, denn sie sind elendig verreckt an der Nikotindrogenseuche (so kann man das ja durchaus echt nennen).

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Sei Dir mindestens genauso wertvoll und hab Dich mindestens genauso lieb wie Deine besten Freunde - und falls Du hast - Deine Kinder.

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Gehe achtvoll mit Dir um. Du bist es wert!

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@cyracus

Danke für die ausführliche Antwort, ich werds dann wohl bald in Angriff nehmen ;)

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@cyracus

Grad entdeckt - google mit

NichtraucherTimer Stephan Möller

Viel Spaß damit!

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12 Tipps zur Raucherentwöhnung Wie Sie mit dem Rauchen aufhören und sich dabei wohlfühlen können: Legen Sie ein Datum fest - am leichtesten ist es, von einem Tag auf den anderen aufzuhören, um den Stellenwert der Zigaretten nicht zu erhöhen. Wählen Sie einen Tag innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen. Beschäftigen Sie sich, um sich abzulenken und nicht an das Rauchen zu denken! Verbannen Sie alle Rauchutensilien! Trinken Sie möglichst viel; halten Sie stets ein Glas Wasser oder Saft bereit und nippen Sie ab und zu daran. Wechseln Sie auch mal die Geschmacksrichtung. Die menschliche Psyche ist bestechlich und will kurzfristige positive Konsequenzen! Profitieren Sie von dem Geld, das Sie sonst für Zigaretten ausgegeben hätten, um sich mit etwas Besonderem zu belohnen! Bewegen Sie sich mehr, treiben Sie Sport! Körperliche Aktivität entspannt, hebt die Stimmung, ist gesund, lenkt ab und beugt leichten Gewichtszunahmen vor! So schlagen Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe für ein doppelt gesundes Leben! Achten Sie außerdem auf gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse - überkommt Sie der Heißhunger auf Süßes, greifen Sie zu zuckerfreien Kaugummis oder zuckerfreien Süßigkeiten. Vermeiden Sie Situationen, die Sie fest mit dem Rauchen verbinden! Trinken Sie statt Kaffee z.B. lieber eine Tasse Tee und vermeiden Sie Aufenthaltsräume, in denen viel geraucht wird! Überkommt Sie das Verlangen, wenden Sie bewusst ihre Aufmerksamkeit etwas anderem zu! Es bringt nichts, sich auszumalen, wie schön etwas wäre, das Sie eigentlich nicht mehr machen wollen! Richten Sie Ihre Gedanken also lieber auf etwas Schönes, was Sie mit gutem Gewissen und ganzem Herzen tun können. Verlangensattacken dauern nur kurz und gehen vorbei - ob Sie rauchen oder nicht! Werden Sie sich über die Bedeutung von Entzugserscheinungen bewusst! Ihr Körper signalisiert Ihnen damit, dass er auf dem besten Wege ist, sich von den Belastungen des Rauchens zu erholen und selbst zu reinigen! Freuen Sie sich darüber! Außerdem verschwinden diese Begleiterscheinungen bereits nach kurzer Zeit. Zur Erleichterung des Entwöhnungsprozesses kann das Nikotin aus der Zigarette durch die medikamentöse Gabe von Nikotin ersetzt werden. Diese Nikotinersatztherapie mildert die Entzugssymptomatik. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten! Bleiben Sie standhaft! Weder eine gute noch eine schlechte Nachricht oder Laune erlaubt es ihnen, "nur die eine Zigarette" zu rauchen - die eine gibt es nicht, sie werden bald noch "eine" wollen und noch eine. Genießen Sie jeden Tag im vollen Bewusstsein, dass sie frei sind und Zigaretten nicht mehr nötig haben! Jeder einzelne Tag tut Ihrer Gesundheit, Ihren Mitmenschen und Ihrem Geldbeutel gut - Sie können stolz auf sich sein.

http://www.gesundheit.de/krankheiten/psyche-und-sucht/rauchen-und-nikotinsucht/mit-dem-rauchen-aufhoeren-12-wirkungsvolle-tipps

Die Antwort von cyracus ist wirklich sehr gut! Aber das wichtigste ist, dass man es wirklich selber will. Ich hatte auch lange damit zu kämpfen und hab mehrmals angefangen und wieder aufgehört. Schlußendlich haben mir Nikotinspray und Kaugummis geholfen. So konnte ich es schlußendlich schaffen, auch wenn ich dafür 5 Kilo zugenommen habe...

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