Wie schaffe ich es, Dinge (nicht materielle) loszulassen?

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3 Antworten

Da du dein Leben ja als schützenswertes Gut ansiehst, und sie eine Bedrohung darstellt, wäre das schonmal ein logischer Grund und Motivator.

Wenn dich noch offene Angelegenheiten stören, versuche sie genauer zu betrachten und ihnen eine Wichtigkeit zuzuordnen. Vielleicht sind die Folgen der Distanzierung abschätzbar und verkraftbar/irrelevant. Dann fällt auch das leichter.

Als Drittes, falls du mehr auf der emotionalen Ebene fährst, spielt dein Selbstwertgefühl eine wichtige Rolle. Sei dir selbst wichtig, und in dieser speziellen Situation sogar am Wichtigsten. Ein gesunder Egoismus schützt, und ist meiner Meinung nach auch einfach notwendig. Vollkommene Selbstlosigkeit begünstigt hingegen eine Selbstvernachlässigung, und das kannst du nicht gebrauchen.

Grüße

koten 01.07.2017, 22:36

Den ersten Punkt habe ich nicht verstanden. Daß es sinnvoll wäre, wenn ich mich von dem Thema verabschiede. ist doch eine Vorbedingung, um festzustellen, daß mir das nicht gelingt.

Zum Zweiten: Die Folgen der Distanzierung sind gut abschätzbar, aber eben nicht "verkraftbar/irrelevant".

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Nicht "mehr als Dich selbst" und schon gar nicht "statt Dich selbst. Mit den Hinweisen des dritten Punktes trägst Du Eulen nach Athen. Meine Frage ist, wie mache ich das?

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CalcuJones 01.07.2017, 22:47
@koten

Ich habe versucht 3 Ansatzpunkte zu finden, weil ich nicht weiß, welcher bei dir am ehesten funktioniert.

1. Es geht darum, dass etwas bedroht ist, was dir persönlich von Wichtigkeit ist. Das ein Individuum sein Leben schützt ist natürlich in erster Linie trivial, aber man muss sich das auch manchmal bewusst machen, dass es einem wichtig ist.

2. Nun, das klingt wohl dann wie eine Pro Kontra Liste, in welcher du den Dingen eine Wichtigkeit zuordnest und sie auflistest.. hilft dir diese Art von Struktur? 

3.  Nun dafür muss man tiefer gehen. Ist man total Unabhängig und auf sich allein gestellt, so ist der Egoiusmus an sich praktisch obligatorisch. Die Frage ist, wie Abhängig bist du von ihr, welche Abhängigkeiten kannst du abbauen/ignorieren/selbst übernehmen?  Bist du finanziell und lebensgestalterisch autonom oder bist du auf Hilfe angewiesen? Was passiert, wenn du diese Hilfe nicht mehr hättest? Usw

Mein Ansatz wäre also, unabhängiger zu werden.

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koten 01.07.2017, 23:00
@CalcuJones

1. Wäre mir mein Leben nicht wichtig, würde ich nicht diese Frage stellen. Auch wenn ich mir sicher bin, daß ich keinen Suizid begehen werde - wenn solche Gedanken fast jeden Tag für mehrere STunden kommen, ist das einfach nur Scheisze,

2. Leider nein.

3. Ich bin von dieser Person auf der nicht-emotionalen Ebene total unanhängig. Ich könnte sogar wohl erfolgrei versuchen, ihr nie mehr über den Weg zu laufen. Dann müße ich aber große Teile meines Hobbys in den Wind schießen. Durch das Hobby habe ich aber wenigstens ein paar soziale Kontakte und es ist für mich lebenswichtig, da es fast für die einzgen potitiven Momente in meinem Leben sorgt.

Abhängig bin ich wegen der aus meiner Sicht ungeklärten Situation leider emotional. Sie hat da absolut keinen Leidensdruck, was ich sehr gut nachvollziehen kann.

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CalcuJones 01.07.2017, 23:17
@koten

Okay, dann bleibt also der 3. Punkt am Ende übrig. Du bist also in einem Dilemma, einer lose-lose Situation. Dann würde ich vorschlagen, aus einer eine neutrale Option oder eine Win Option zu machen. 

Was kann dir die Person geben, die dein Problem ist? Ist es dir möglich, sie bei deinem Hobby entweder so zu integrieren, dass sie ein angenehmerer Teil wird, oder so zu ignorieren, dass sie keine Rolle mehr spielt?

Kannst du dem Hobby mit einer anderen Gruppe auch freudvoll nachgehen? Kannst du dir die Zeit nehmen, parallel etwas anderes auftubauen bis es gut genug als Ersatz ist?

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Unklarheiten offen zu lassen und denoch zufrieden zu sein und zu gehen ist eine Kunst. Unklarheiten erzeugen eine Disharmonie, erzeugen Spannung. Meist steht zuerst die Frage im Raum, wer ist schuld daran? Diese Frage kann nie wirklich geklärt werden und führt zu keiner Lösung. Bei nahestehenden Menschen muss das Problem klar analysiert werden, die Probleme beider Menschen auseinander gehalten werden. Hast du getan, was du konntest, um das Problem zu lösen, ohne Erfolg, so wische dir den Staub ab, lasse dich nicht beleidigen und mit Müll bewerfen, gehe gelassen und zuversichtlich deines Weges in deine Zukunft und lasse alles hinter dir, was dich daran hindert! Du hast nur ein Leben, Deines! 

koten 01.07.2017, 22:28

Toll. Und wie mache ist das? Das war schließlich meine Frage.

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Als Depressiver kaum möglich, da sich die Krankheit an negativen Dingen festhält - sehe negative Dinge als Teil von dir, verändere deine Zukunft und häufe Positives dazu an

koten 01.07.2017, 22:22

Meine Zukunftsaussichten haben sich in den letzten Jahren nur verschlechtet. Mittlerweile beziehe ich eine EU-Rente.

Wie kann ich meine Zukunft verändern und positives anhäufen?

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schnellgedacht 01.07.2017, 22:28
@koten

Positives anhäufen geht nur, wenn du versuchst, dich auf positive Aspekte von allen Dingen zu konzentrieren, dich versuchst selbst zu lieben, neue Menschen kennenlernst, Wertschätzung erfährst... als chronisch Depressiver hast du wenig Spielraum, aber du hast einen - nutze ihn so gut du kannst, erfülle dir deine Träume

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Juergen125 01.07.2017, 22:30
@koten

Ich habe mir dein Profil mal angesehen und festgestellt das dich Geschichte sehr interessiert. Ist nur eine Idee warum nicht als Nebenjob als Stadtführer arbeiten falls du in einer Lebst?

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koten 01.07.2017, 22:42
@Juergen125

Das erste konstuktive, das ich hier lese.

Leider zu passend. Ich hoffe irgendwann wieder gesund genug zu sein, um ehrenamtlich tätig zu werden. Zur Zrit bin ich nicht verläßlich genug. Mir schwebt vor, daß ich dann als Kustode in dem Heimetmuseum bei uns im Stadtteil aktiv werden (tolle Thematik!). Zur Zeit würde ich es aber nicht schaffen, dann pünktlich auf der Matte zu stehen.

Das wäre einem Stadtfühjrer dann sehr ähnlich.

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