Wie schaffe ich diesen Schritt und mache mir endlich einen Termin bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeut?

...komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Natürlich ist es okay, wenn Du den Therapeuten wieder kontaktierst, dafür sind die da. 

Mach Dir eine Liste mit Therapeuten in Deiner Umgebung. Ruf jeden einzelnen an und sage, dass Du Probleme hast (kannst ja Deine frühere Diagnose erwähnen) und wann es denn einen nächsten Termin für Dich gibt. Du kannst Dir auch ein, zwei Sätze aufschreiben und neben Dich legen, um Dich sicherer zu fühlen. Rechne damit, dass es sehr lange Wartezeiten von mehreren Wochen oder Monaten gibt. Lass Dir ruhig bei mehreren einen Termin geben, damit Du ein bisschen Backup hast, falls Dir jemand nicht sympathisch ist. 

Und beim ersten Termin schilderst Du einfach erstmal nur, warum Du da bist und was genau es ist, wie es Dir schlecht geht. Der Therapeut wird Dir dann schon entsprechende Fragen stellen, um mehr zu erfahren. 

Keine Angst und alles Gute!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist ja so: Der Jugendpsychiater ist nicht mehr für dich zuständig. Das weißt du ja bereits.
Also müsstest du mehrere Psychologen anrufen und dich da auf die Wartelisten setzen lassen.
Also wenn du heute 10 anrufen würdest, hättest du in ca. 6 Monaten das erste Erstgespräch.
Je länger du das Anfrufen aufschiebst, desto länger dauert es, bis eine Behandlung beginnen kannt.
Das musst du entscheiden, wie groß deine Not ist.
Diesen Schritt der Kontaktaufnahme musst du selbst machen, weil du ja eine Therapie machen möchtest. Das kann dir niemand abnehmen.
Also liegt es alleine an dir, ob du dich davor drückst oder nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Maariiee,

vielleicht magst Du Deinen ehemaligen Therapeuten tatsächlich anrufen. Und fragen, ob er Dir einen Kollegen oder Kollegin empfehlen kann. Einige machen dies. Andere nicht.

Was Du am Telefon sagen kannst:
Das Du einen Termin für ein Erstgespräch haben magst.
Deine Beschwerden werden vielleicht nachgefragt.

Außerdem kannst Du erwähnen, dass Du bereits in Therapie gewesen bist und meinst, dass es Dir helfen kann, damit Du (erneut) Stabilität erhalten kannst....

Wenn Du Dir gar nicht sicher bist, ob eine Therapie tatsächlich 'sinnvoll' ist, dann ist vielleicht eine psychologische Beratungsstelle sinnvoll (Caritas, AWO, Diakonie,...) . Oder der sozialpsychistrische Dienst.

Vielleicht kannst Du auch dort Unterstützung auf Deinem Weg erfahren. :)

Lieben Gruß an Dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

So ähnlich ging es mir auch... Sei ehrlich und sag ihm/ihr, dass du dachtest, dass du es alleine schaffst, aber gemerkt hast, dass du es doch nicht kannst.... Und du kannst auch ruhig sagen, dass du das ohne Tabletten schaffen willst und du musst ja nicht bei deinem Psychiater die Therapiestunden nehmen, sondern bei einem externen Psychotherapeuten, der vielleicht kein Arzt ist, der darf dir nämlich keine Medikamente verschreiben.

Das einzige "Problem" ist, dass die Medikamente helfen, bei der Therapie voranzukommen. Ich bin jetzt auch schon bald 2 Jahre in Therapie, ohne Medikamente! Und es läuft prima.

Wenn es dir unangenehm ist dort anzurufen, kannst du ihn ja auch anschreiben, so wie ich oben schon gesagt habe, dass du es doch nicht alleine schaffst usw. 

LG :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. Wie mache ich einen Termin: Du rufst in deren Praxis an und machst einen Termin aus, wie bei allen Anderen Ärzten auch. Nicht anschreiben - anrufen! ;) Da gibt es kein richtig oder falsch, du machst einfach einen Termin ab und sagst den Grund der da wäre: es geht dir immer schlechter. An deiner Stelle würde ich mir aber einen neuen suchen bzw eine neue wenn du damals nicht zufrieden warst. ist ja logisch. 

2. was sage ich wenn ich vor ihr oder ihm sitze: Du sagst weshalb du gekommen bist und dann ergiebt sich das. Ebenfalls wie bei allen Anderen Ärzten halt auch.

Du machst dir zu viele Gedanken wo nix ist, abgesehen von der Therapeutenwahl.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hi,
Ich bin momentan selber in Ausbildung zum Psychotherapeuten. Zu aller erst solltest du wissen, dass es einen großen Unterschied zwischen einem Psychiater und einem Psychotherapeuten gibt. Der Psychiater arbeitet hauptsächlich mit Medikamenten, wohingegen der Threapeut keine benutzt, sondern dir helfen will, deine Probleme in den Griff zu bekommen und die Ursache deiner Probleme zu finden.
Schau, welche Therapeuten es in deiner Nähe gibt und rufe einfach an. Sag ganz einfach die Wahrheit. Also wirklich alles, was dich beschäftigt und auch, dass du dachtest, es selber schaffen zu können.

Du musst dich in keinster Weise dafür schämen. Solche Dinge sind das täglich Brot von Therapeuten. Sie sind völlig gewohnt so etwas zu hören und gehen sogar schon mit so einer Erwartung auf den Klienten zu. Denn die aller meisten versuchen es erst einmal selber. Ein Therapeut weiß auch, dass es für 95% der Bevölkerung eine große Überwindung darstellt, diesen Schritt zu wagen. Also keine Angst. ☺️. Das wird völlig problemlos ablaufen.

Denn genau dafür sind sie ja da.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Maariiee94
01.12.2016, 13:16

Ja das weis ich, er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Trotzdem hat man bei ihm das Gefühl gehabt mit Medikamenten abgefertigt zu werden. Und ich glaube nicht das es das ist was ich brauche...

0
Kommentar von Theremin
01.12.2016, 13:21

Ja, das siehst du richtig. Medikamente sollten in der Regel eh nur eine Übergangslösung sein. Wenn jemand beispielsweise so schwere depressionen hat, dass er nicht einmal mehr Kraft zum Reden oder bewegen hat, muss man ihn vorrübergehend mit Medikamenten stabilisieren, um mit ihm arbeiten zu können. Aber eine dauerlösung ist das nicht. Von daher, denkst du da schon in die richtige Richtung.

1

vor welcher Reaktion?

Inzwischen ist er aber kaum mehr für dich zuständig, also laß dir einen Termin bei einem "normalen" geben, es dauert eh, bis du einen bekommst!

Wichtig ist, daß du einsiehst, daß du Hilfe brauchst u. keinen Rückzieher machst, 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hast Du einen Hausarzt?

Da kannst Du noch heute nachmittag hingehen und Dich beraten lassen. Eine Überweisung bekommst Du sicherlich gleich mit. Und wenn der Hausarzt eine gewisse Dringlichkeit erkennt, ist man Dir auch bei der Vereinbarung eines Termins behilflich.

Du kannst natürlich auch in den gelben Seiten nachsehen, wer da so in Frage kommt, Dich dann ans Telefon hängen und einen Termin vereinbaren. Wie
Ioema schon geschrieben hat, kann es aber sein, dass der Termin erst in einigen Monaten ist.

Wenn es wirklich ganz dringend ist, kannst Du Dich auch in eine Klinik einweisen lassen.

Wichtig ist: Du hast erkannt dass Du Hilfe brauchst. Und damit hast Du den ersten Schritt ja schon getan!

Jetzt musst Du nur noch den zweiten tun!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Maariiee94
01.12.2016, 17:32

Einen Hausarzt habe ich, klar. Aber die hat mir damals nicht wirklich weiter geholfen. Bin zu ihr und habe gefragt ob sie mich unterstützen könnte bei der Therapeuten suche, aber sie meinte das muss ich selber machen und wenn ich wen gefunden habe soll ich wieder kommen wegen der Überweisung.. Und habe dann auch nicht mehr mit ihr darüber gesprochen... 

0

Über die Kassenärztliche Vereinigung Deines Bundeslandes (Das Kürzel dafür kannst Du dem Link unten entnehmen, z.B. KVB für Bayern) kannst Du Dich mit der zentralen Vergabestelle für Therapieplätze verbinden lassen. Gib das einfach in die Suchmaschine ein, dann bekommst Du eine Hotline-Telefonnummer.  Dort kannst Du anrufen und Dir eine Liste von Therapeuten geben lassen, die in Deiner Nähe sind und Termine frei haben. Dann hast Du auch keine endlosen Wartezeiten. Die ersten 5 Sitzungen sind auf Probe, wenn Dir der Therapeut nicht zusagt, kannst Du in dieser Zeit einfach wechseln. Alles Gute und viel Erfolg!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kassenärztliche\_Vereinigung

Für das Beispiel Bayern sieht das dann so aus: https://www.kvb.de/service/patienten/therapieplatzvermittlung/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

naja, da raus kommen ist sehr schwer, aber wenn es nur mit medikamenten geht, kommst du da ja auch nicht raus.

also würde ich mir an deiner stelle einen anderen suchen, oder suche dir einen freund mit dem du über alles reden kannst

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

warum warst du denn überhaupt in Behandlung?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Maariiee94
01.12.2016, 13:11

Aufgrund meiner familiären Situation Zuhause. Wollte mir das Leben nehmen und habe mich dann meiner schulsozialarbeiterin anvertraut. Dann war ich 2 Wochen in einer Klinik und musste dann zum Psychiater, der Depressionen diagnostiziert hat.. Bei ihm habe ich aber das Gefühl er fertigt einen mit Medikamenten ab.

0

Was möchtest Du wissen?