Wie schätzen Sie als Expertin die Zinssituation in 10 / 15 Jahren ein?

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6 Antworten

Hallo ErdbeerCookie92,

wie sich die Zinsen in den kommenden 10 oder 15 Jahren entwickeln, kann niemand mit 100%iger Sicherheit prognostizieren, leider auch ich nicht.

Dennoch ist es eher unwahrscheinlich, dass die Zinsen langfristig auf solche utopischen Höhen ansteigen.
Trotzdem ist es sicher von Vorteil, wenn man in der aktuellen Niedrigzinsphase durch hohe Tilgung und Sondertilgung so viel wie möglich vom Darlehen abbezahlt. Dann hat man in der Zukunft bei einem ggf. höheren Marktzinsumfeld eine geringere Restschuld. Diese muss noch anschlussfinanziert werden. Ein höherer bzw. hoher Zinssatz tut dann nicht so weh.

Vielleicht hilft Dir zudem dieser Link mit unserer Experten-Prognose bei der Beantwortung Deiner Frage weiter:
http://www.interhyp.de/service/info-services/zinsbericht2016-06.html

Viele Grüße
Franziska Sirtl, Interhyp AG

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Wo immer sich auch die Zinsen in 10/15 Jahren befinden werden ist nicht allein entscheidend.
Die Zinsen entwickeln sich in einem gesamt wirtschaftlichen Umfeld.
Hierzu gehört die Lohnentwicklung ebenso dazu wie die Inflationsrate.

Aktuell hat es eine Inflationsrate von 0,6% und Lohnsteigerungen von um 2,5%, mithin eine Reallohnsteigerung..
Ob das die nächsten 10-15 Jahre so weiter geht hängt von einer Reihe von Faktoren ab.
Letztlich ist die Situation von der Kaufkraft in eben 10-15 Jahren abhängig.
Bei aufgezeigter aktuellen Entwicklung spielt es keine gesteigerte Rolle, ob die Zinsen in irgendeiner Zukunft auch mal wieder 5% betragen könnten.

Für jetzt hat die Politik eingegriffen http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/immobilienkredite-der-weg-zum-eigenen-haus-wird-verbaut/13708746.html

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Die Expertenantwort ist vernünftig und die weitere Aufregung weiter unten völlig unnötig. Du hast Recht, "man wird ja wohl noch fragen dürfen".

Es gilt immer noch der alte Spruch, "es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten".

Zu Deiner Frage:

  1. Niemand kann das vorhersagen, weder Experte noch Laie. Der Experte kann Dir allerdings besser als der Laie sagen, wie Du die Planung machen musst, um das Risiko dieser Ungewissheit in 10/15 Jahren möglichst gering zu halten. Z.B. für denjenigen, der ganz sicher gehen will
  2. Die Finanzierung über die gesamte Laufzeit des Darlehens bis zur kompletten Tilgung zu sichern, (was etwas mehr Zinsen kostet).
  3. Die Möglichkeit von Sondertilgungen zu vereinbaren.

Das ist für Dich aber uninteressant, da Du die Finanzierung schon abgeschlossen hast. Wenn Du eine Anschlussfinanzierung von 5-6% verkraften könntest, brauchst Du wirklich keine Sorgen zu haben.

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Die Zinsumgebung in zehn/15 Jahren ist sehr schwer vorherzusagen, noch schwerer sind korrekte Prognosen. Aber man kann für sich selbst das zu erwartetende Zinsniveau nach oben deckeln, indem man die voraussichtliche Restschuld über einen Bausparvertrag deckt. In dem sind die Zinskonditionen fest vereinbart, sollte der Marktzins dann darunter liegen, kann man immer noch statt des Bsuspardarlehens ein Bankdarlehen nehmen. Auch halten sich im aktuellen Niedrigzinsumfeld die Opportunitätsverluste durch das geringere Sparzinsniveau in Grenzen - die Kosten dieser Sicherungsmaßnahme liegen praktisch nur bei der Abschlussgebühr.

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Wer das objektiv schätzen kann, könnte dann sein Geld im Zirkus verdienen.

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10-15 Jahre sind wirtschaftlich gesehen ein unvorstellbar langer Zeitraum. Jegliche Statistiken, welche einen solch langen Zeitraum vorsagen sind nicht mehr als Kaffeesatzleserei.


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Kommentar von ErdbeerCookie92
15.06.2016, 11:27

Das ist mir auch klar, dass das keiner genau wissen kann.

Ich hab auch schon eine Baufinanzierung laufen und der Bau geht bald los, deshalb soll das auch keine Entscheidungshilfe sein :) (Wir haben ohnehin so kalkuliert, dass wir am Ende der Sollzinsbindung auch mit höheren Zinsen kein Problem haben werden, wenn nichts dramatisches dazwischen kommt)

Mir gings ja genau um diese Kaffeesatzleserei - Und zwar von Experten :) Das ist reines Interese.

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