Wie schädlich ist E-Mail für die traditionelle Post?

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7 Antworten

Nun, das wird sich alles ein wenig "verschieben".

Also klassiche Briefe werden weniger. Was ich auch gut finde. Weniger Papier und Müll.

Dazu sind aber im Gegenzug die Anzahl der Pakete die ausgeliefert werden müssen ordentlich nach oben geschossen. Wegen dem Online Handel.

MonsieurInconnu 03.07.2017, 11:36

Aber werden die Pakete auch durch die Post ausgeliefert und nicht mehrheitlich durch private Kurierunternehmen mit Dumpinglöhnen?

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JesterFun 03.07.2017, 11:53
@MonsieurInconnu

Ja. Aber das Problem ist generell unser System. Also nehmen wir an es würde viel mehr Briefe geben die ausgeliefert werden müssten, dann wäre das dort auch ein Problem.

Aber am Ende muss man immer eines sagen: Solange es Leute gibt die auch bereit sind für Dumpinglöhne zu arbeiten, wird sich daran auch nichts ändern...

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Ich schätze, dass wegen der Pflicht, amtliches per Briefpost zuzustellen, der klassische Brief noch einige Zeit existieren wird.

Auch Banken vertrauen eher auf das analoge Format, als mit einem einfachen Klick in dem Papierkorb zu verschwinden.

Abgesehen davon bietet die E-Mail durch die schnelle Zustellung und den nicht-existenten Kostenfaktor einen wirklichen Fortschritt für Verwaltung, Arbeit und Industrie.

Schädlich?

Wenn man die Geschäftsmodalitäten der Deutschen Post so betrachtet, dann denkt man eher, die sind froh wenn es keine Briefpost mehr gibt.

Briefkästen werden immer weniger, Schalter werden immer weniger und wenn man es wirklich nicht vermeiden kann und muss dahin, dann kann man ca. 30 Minuten Wartezeit einkalkulieren. Zumindest ist es bei uns so.

Mit der Post wird deshalb nur noch versendet, was unbedingt sein muss.

Mit Sicherheit wäre ohne e-Mail der Umsatz größer, weil manche Vertragsentwürfe, Exposés, Preislisten, Produktinfos, Angebote usw. nun als pdf.-Datei an der e-Mail hängen und erst gar nicht mehr auf den Postweg kommen. Rechne halt mal einige Millionen solcher umfangreicheren Unterlagen à 2,50 € - 3,00 € (je nach Größe und Gewicht), somit entgehen der DHL Post Group einige Millionen an Umsatz.

Allerdings müsste man dann wiederum den erhöhten Personalaufwand dagegen stellen. Denn mehr Post würde vermutlich kleinere Gebiete und damit mehr Personal, nebst Fahrrädern oder Fahrzeugen (mit Anschaffung, Wartung, Versicherung, KFZ-Steuer, Benzin), bedeuten.

Dies hätte vielleicht sogar zur Folge, dass die Portogebühren im Allgemeinen höher wären. Da würde der Stardbrief vielleicht nicht 0,70 € sondern 0,75 € kosten.

E-Mail? Stell dir mal vor, was sämtliche "Postverschickservices" für Umsätze machen würden, wenn jede WHATSAPP-NACHRICHT per Post verschickt werden würde!

Gar nicht, sie erhöhen einfach ständig die Gebühren, da gleicht sich das aus. Im Paketdienst ist der Zuwachs zum Briefverkehr überdimensional gewachsen. Daran verdient die Deutsche Post sich dumm und dämlich.

Die Briefausträger arbeiten jetzt halt als Emailausträger. xD

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