Wie sage ich meinem Arzt das ich vermute Depressionen zu haben?

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12 Antworten

Hallo vangie,

zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich es wirklich toll finde, dass Du Dir hier zu diesem Thema Hilfe suchst und vor allem, dass es wirklich klasse von Dir ist, dass Du so offen über das alles sprechen kannst. Nun aber zu Deiner Frage.

Wenn Du nachher zum Arzt gehst dann solltest Du nicht direkt mit der "Tür ins Haus fallen". Damit meine ich, dass Du ihm oder ihr die Symptome beschreiben solltest und die Diagnose dem Arzt überlassen solltest.

Der Grund dafür ist einfach der, dass viele Ärzte komisch auf eigene Diagnosen oder Vermutungen reagieren. Natürlich glaube ich Dir, dass Du unter Depressionen leidest, bitte versteh das nicht falsch. Ich weiß nur leider aus eigener Erfahrung, dass man durchaus mal auf komische Reaktionen stoßen kann wenn man einem Arzt sagt, unter welcher Krankheit man leidet.

Wenn Du dann mit Deinem Arzt ein bisschen ins Gespräch kommst kannst Du ja sagen, dass Du schon mit Deinen Eltern gesprochen hast und das das alles für euch nach Depressionen aussieht. Somit überlässt Du die Diagnose dem Arzt und beschreibst lediglich eine Vermutung.

Die Schlafmittel betreffen solltest Du Deinem Arzt sagen, dass Du schlecht einschlafen oder generell schlecht schlafen kannst und solltest fragen, ob es die Möglichkeit gibt, Dir etwas dagegen zu verschreiben.

Viele Ärzte verschreiben ungern Schlaftabletten weil diese in der Regel relativ schnell abhängig machen. Ich könnte mir deshalb durchaus vorstellen, dass Dich Dein Arzt an einen Psychologen oder Psychiater verweist und Dir nur vorübergehend Schlaftabletten verschreibt bis Dich Dein Therapeut auf ein Antidepressivum einstellt.

Eine Therapie wird bei Depressionen meiner Meinung unumgänglich sein und ich hoffe, dass Du Dich darauf einlassen kannst. Ich selbst bin seit über 3 Jahren in regelmäßiger Therapie und kann wirklich nur gutes darüber berichten. Auch wenn die Sitzungen nicht immer einfach sind so lernt man doch unheimlich viel über sich selbst und kann so wirklich an sich arbeiten.

Ich hoffe sehr, dass Du erkennst, dass Du mit dieser Krankheit nicht allein dastehst und das Du siehst, dass es viele andere mit den gleichen Problemen gibt. Es tut mir leid für Dich wenn ich lese, dass Du Depressionen hast. Das alles ist wirklich das schlimmste was mir je widerfahren ist und ich wünsche so etwas meinem schlimmsten Feind nicht.

Dennoch weiß ich, dass das alles auch durchaus eine Chance sein kann sich selbst zu einem stärkeren und besseren Menschen zu entwickeln. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit und hoffe, dass Du bald wieder Licht am Ende des Tunnels siehst. Auf jede Dunkelheit folgt irgendwann auch wieder Sonnenschein. Klingt vielleicht irgendwie komisch, ist aber wirklich so.

Ich wünsche Dir alles Gute und würde mich freuen, wenn es Dir bald wieder besser geht :-)

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Kommentar von vangie
25.04.2016, 13:30

Wow.. Danke für den lieben Text! Hat mir Mut gemacht, dass auch andere Leute zu so einem Psychologen gehen. Ich wünsche dir auch alles Gute für die Zukunft :)

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Geh rein und sag, dass du Angst hast, depressiv zu sein. Das klingt blöd, aber genau so bin ich damals auch zum Hausarzt gegangen und der hat dann ganz normal mit mir darüber geredet und mich zu einem Psychologen überwiesen.

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Du gehst einfach zum Arzt und sagst, dass du glaubst an Depressionen zu leiden. Der stellt dir dann eine Überweisung an einen Psychotherapeuten aus. Du solltest dich aber vorher schon mal nach einem Therapeuten umsehen und einen Termin vereinbaren, weil es echt lange dauern kann bis du überhaupt einen bekommst. Von Schlaftabletten solltest du besser ganz die Finger lassen nur wenn es wirklich gar nicht mehr geht. Selbst ich verzichte momentan komplett auf Schlaftabletten, obwohl ich teilweise tagelang nicht schlafen kann. Damit richtest du mehr schaden an, als sie letztlich nutzen.

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Depression kommt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von depressere = niederdrücken.

Es stellt sich also die Frage was niederdrückt.

Es wird zwischen endogen und exogen unterschieden.

Endogen bedeutet von innen, also eine körperliche Ursache liegt vor. Entweder angeboren oder aber es gehört zu einer in der Regel schweren Erkrankung. Hier könnte ein Gynäkologe zunächst mal die bei ihm typischen Hormonwerte untersuchen um abzuklären. Weiter weiß dann ein Endokrinologe, der meines Wissens das untersucht was ein überweisender Arzt verordnet. Ist die Hausarztpraxis so gut dass sie bereit ist entsprechend zu überweisen ließe sich so abklären. Sinnvoll erscheint es allemale. Denn es macht immer Sinn abzuklären ob nicht eine körperliche Ursache vorliegt.

Exogen bedeutet, eine äußere Ursache liegt vor. In der Regel kann es wirklich Alles sein. Es reicht das Schwarze unter dem Fingernagel welches sich so ins Unterbewusstsein abspeichert dass es als Belastung unbearbeitet zu einer Depression führen kann. - Nicht MUSS sonder KANN.

Hier lässt sich selbst viel tun. Der Weg ist etwas anstrengend aber lohnend. Denn er führt zu einem eigenen freien Ich. Die genutzten Werkzeuge unterstützten dann weiter um dieses eigene freie Ich auch zu behalten. Sie stärken den Menschen auch im Alltag und bei besonderen Anforderungen im Leben.

Ich würde beginnen täglich Tagebuch von Hand auf Papier zu schreiben. So löst sich nach und nach was im Inneren vor sich geht, es kann an die Oberfläche kommen um dort dann bearbeitet werden zu können. Das braucht seine Zeit, ist aber sehr nachhaltig.

Alles Gute

juli277di

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wie kommst du darauf, daß es Depressionen sein könnten?

Welche Besc hwerden, bzw. Symptome sind vorhanden,außer mal Schlafstörungen, wovon ich ausgehe, wegen der Schlaftabletten?

wie alt bist du?

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Kommentar von Jantano2014
25.04.2016, 13:06

Ist ja nett das du so auf Details gehen willst um zu helfen
Aber in diesem Fall sollte er sich lieber nur vor einem Arzt rechtfertigen. 

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Kommentar von vangie
25.04.2016, 13:11

Ich ritze mich, dauerhaft müde, Kopfschmerzen, alpträume/schlafstörungen, kraftlos, ich esse anders als sonst, denke eigentlich nur nach und noch mehr. Ich habe und hatte in der Vergangenheit Erlebnisse die ich nie richtig verarbeitet habe, laut meinen Eltern. Ich bin 13.

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Kommentar von vangie
25.04.2016, 13:33

Danke Wonnepoppen! :)

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...sag deinem Arzt genau so wie es ist.

Er wird dann entscheiden was zu tun ist.

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Mach dir vorher keine gedanken. Einfach spontan sagen was dich belastet. Und so ehrlich es geht. Dann kriegst die beste hilfe. 

Ich bin aber gegen schlafzabletten. Die ändern nichts an der ursache. 

Ich hoffe dir gehts bald besser!! 

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"Ich brauche hilfe, ich glaube ich habe Depressionen"

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Sag ihm du fühlst dich depressiv, dann wird er doch eh fragen wie und warum :)

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gehst du zum hausarzt?

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Kommentar von vangie
25.04.2016, 13:11

ja

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Du kannst mit dem Arzt über alles reden

Über alles was dich bedrückt und einen Zusammenhang damit hat

Er hat sowas schon 100 mal oder auch mehr gehört

 

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