Wie sag ich meinem Vater, das ich schwul bin?

19 Antworten

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Sag es ihm (noch) nicht. Warte, bis Du wirklich echt das Selbstbewusstsein und den Mut dazu hast, ihm entgegenzutreten und seine vielleicht negative Reaktion auszuhalten und trotzdem erhobenen Hauptes Dein Leben zu leben.

Das Coming Out ist keine Sache, die in einer Woche abgegessen ist. Es kann ein Prozess sein der Jahre benötigt und ist abgeschlossen, wenn man sein individuelles Lebenskonzept für sich gefunden hat und sein Umfeld in dem man sich wohlfühlt.

Wenn Du Menschen hast, denen Du Dich anvertrauen kannst, dann rede erst mit denen. Ich denke Du brauchst Zeit und solltest auf Dein Bauchgefühl hören. Vielleicht dauert es noch lange bis es an der Zeit ist. Aber Deine Sexualität ist Dein Sache und da begehst Du keine "strafbare Handlung" wenn DU es vorerst noch für Dich behälst.

Wenn Du es aber sagen willst. Dann würde ich mir dennoch Verbündete suchen. Ich kenne Deinen Vater nicht. Weiß nicht ob er wirklich nur geschockt wäre oder sich abwenden würde oder ob alles nur halb so schlimm ist. Wie er sonst so ist Deswegen ist ein Tipp schwer. Ich weiß nicht, wie DU Dich am besten fühlst, einfach auf den Kopf zu sagen oder langsam einweihen oder eher wirklich noch warten.

Wie schützt Du Dich und Deine Seele am besten. Ich weiß es nicht. Das müsstest Du überlegen. Man müsste sich da austauschen und evt per PN schreiben. Wenn Du noch Fragen hast.

Erst mal - ich denke, dass er das instinktiv ahnt. Dass ihr zusammenlebt, zeigt, dass doch ein Mindestmaß an Zuneigung vorhanden ist. Ich würde ihn zur Zeit noch nicht damit konfrontieren. Das Thema schwul ist ja ein sehr verbreitetes und gern diskutiertes. Wenn man mal die ganzen "Drumherum"-Aspekte weglassen und untersuchen würde wie "glücklich" Schwule sind, die den sozialen Meinungskram hinter sich gelassen haben ihr Ding machen...das wäre interessant und allzu optimistisch bin ich nicht. Ich glaube schon, dass es schwieriger ist als bei Heteros, da neurotischer, obsessiver etc. Ist auch irgendwie klar: Bis vor wenigen Jahren war das ja noch alles strafbar und davor lagen Jahrhunderte der Vefolgung und Unterdrückung. Das können ein paar Jährchen "moderner Toleranz" (wirklich?) nicht so schnell wegwischen. Ich wünsche jedem Menschen, dass er seine Lebensjahre so glücklich wie möglich füllen kann. Und wer nicht mehr weiter weiß und dem der kalte Wind der Gesellschaft ins Gesicht bläst, der offen angefeindet oder diskret ausgegerenzt und links liegen gelassen wird, dem empfehle ich, sich an unseren Herrn und seine Kirche zu halten. Die ist nämlich gar nicht so hs-feindlich, wie oft und klischeehaft immer wieder progagiert wird. Aber diesen Weg empfehle ich jedem Menschen, ganz generell.

Auch wenn ich persönlich eher zu den Personen gehöre, die offen mit ihrer Homosexualität umgeht, würde ich dir dennoch raten, es ihm nicht zu sagen, bis du auf eigenen Füßen stehst. Wenn es wirklich so schwierig ist, wie du beschreibst, wäre eine schlechte Reaktion zu erwarten und wenn er dich rauswirft beispielsweise, ist dir damit nicht geholfen.

Ich denke halt es wär besser erhört es von mir als von nem andern...... rauswerfen? ich bin 14 das darf er doch gar nicht.!?!?

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@HipHop98

Es könnte allerdings sein, dass er dir dennoch damit droht. Ob er das darf - keine Ahnung. Das Argument, dass es besser ist, wenn er es von dir hört, ist schwierig...Wenn du denkst, dass das passieren könnte, solltest du vllt. doch mal versuchen, dich zu outen.

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