Wie sag ich ihr dass ich auf sie steh?

6 Antworten

Angelus Silesius
Die Liebe, wenn sie neu,
braust wie ein junger Wein:
Je mehr sie alt und klar,
je stiller wird sie sein.

Heinrich Heine
Im wunderschönen Monat Mai, 
Als alle Knospen sprangen, 
Da ist in meinem Herzen 
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai, 
Als alle Vögel sangen, 
Da hab ich ihr gestanden 
Mein Sehnen und Verlangen.

Unbekannt
Komm her und setz dich nieder auf meinen Schoß,
weil ich dir was erzählen muss,
denn meine Liebe zu dir ist so groß,
dass ich sie dir nun schenke mit einem Kuss.

Johann Wolfgang von Goethe
Ein Blick von deinen Augen in die meinen,
Ein Kuß von deinem Mund auf meinem Munde,
Wer davon hat, wie ich, gewisse Kunde,
Mag dem was anders wohl erfreulich scheinen?
Entfernt von dir, entfremdet von den Meinen,
Führ ich stets die Gedanken in die Runde,
Und immer treffen sie auf jene Stunde,
Die einzige; da fang ich an zu weinen.
Die Träne trocknet wieder unversehens:
Er liebt ja, denk ich, her in diese Stille,
Und solltest du nicht in die Ferne reichen?
Vernimm das Lispeln dieses Liebewehens;
Mein einzig Glück auf Erden ist dein Wille,
Dein freundlicher, zu mir; gib mir ein Zeichen!

Johann Wolfgang von Goethe
Ich weiß es wohl und spotte viel:
Ihr Mädchen seid voll Wankelmut!
Ihr liebet, wie im Kartenspiel,
Den David und den Alexander;
Sie sind ja Forcen miteinander,
Und die sind mitteinander gut.
Doch bin ich elend wie zuvor,
Mit misanthropischem Gesicht,
Der Liebe Sklav', ein armer Tor!
Wie gern wär ich sie los, die Schmerzen!
Allein es sitzt zu tief im Herzen,
Und Spott vertreibt die Liebe nicht.

Unbekannt
Meine Liebe zu dir ist unendlich groß,
sie ist stabil wie ein Baum,
sie schwimmt zu dir wie dichtendes Floß.

William Shakespeare
Zweifle an der Sonne Klarheit, 
Zweifle an der Sterne Licht, 
Zweifl’, ob lügen kann die Wahrheit, 
Nur an meiner Liebe nicht. 

Hier noch einige Erotische:

Fridolin von Schillen

Liebe ist, sich so zu zeigen,
dass nicht der Himmel voller Geigen
hängen muss bei Nacht und Tag.
Liebe ist, auch zu ertragen
Misstöne und Paukenschlag. 
Ob Adagio, ob Crescendo 
Ich lausche, denn ich lieb dich so!

Unbekannt
Ich sitz hier auf 'nem Sonnenstrahl,
den schick ich Dir und grüß Dich mal!
Mit solch kleinem Sonnengruß,
wird dein Tag ganz zuckersüß!

Hier noch einige Erotische:

Als sie sich endlich aus ihrem weichen Bett aus Moos erhoben, dämmerte es bereits. Über der Skyline der Stadt ging eine kalte Morgensonne auf. Zu schwach um jetzt schon die Hitze der vergangenen Nacht zu vertreiben aber kühl genug um einen langen, nüchternen Tag anzukündigen. Vor ihnen lag eine neue Arbeitswoche und hinter ihnen die aufregendste Nacht ihres Lebens. Hier oben, versteckt zwischen den Buchen auf den Hügeln über der Stadt zog der neue Tag langsamer herauf als unten zwischen den Häusern, die bereits in gleißendem Sonnenlicht lagen.

Sie umarmten sich ein letztes Mal und küssten sich, strichen sich gegenseitig kleine Zweige und Blätter aus dem Haar und zogen sich dann hastig an. Wie zwei ausgelassene Teenager liefen Sie lachend und voller Vorfreude auf das nächste Wochenende den schmalen Pfad vom Hügel hinab, hielten sich an den Händen und erreichten den Parkplatz wo seit dem vergangenen Abend sein Auto auf die Rückkehr der beiden wartete.

Er brachte sie noch bis zur nächsten Bushaltestelle, verabschiedete sie mit erwartungsvollem Blick und fuhr dann weiter bis zu seiner Arbeitsstätte am anderen Ende der Stadt. Dass sein Outfit ziemlich zerknittert war, störte ihn nicht und war auch kein Problem. Was er für seine Arbeit als Chemiker benötigte, war ein Schutzanzug und ein Kittel und die lagen beide im Vorraum seines Labors. Der Bus kam wenige Augenblicke nachdem sie das Auto verlassen hatte. Sie stieg ein, setzte sich auf einen leeren Platz am Fenster, blickt in die Morgensonne hinaus während der Bus sie zur Uni brachte und ging in sehnsüchtigen Gedanken den vergangenen Abend noch einmal durch: Sie hatten sich auf dem Heimatfest getroffen. Es war eine warme Augustnacht, fast tropisch. Bei einem guten Glas Wein wollten Sie Ihr zufälliges Wiedersehen feiern. Aus dem einen Glas waren freilich mehr geworden, ebenso wie aus der ersten Wiedersehensfreude...

Alte Liebe rostet nicht

Sie kannten sich noch aus Schultagen. Er war ein paar Klassen über ihr gewesen. Dennoch hatten sie auch an den Nachmittagen oft miteinander zu tun gehabt, da sie Mitglieder im selben Sportverein gewesen waren. Sie hatten sich immer sehr gemocht, waren sich sympathisch gewesen. Mehr ist daraus aber nie entstanden, obwohl er mehr als einmal daran gedacht hatte. Sie war damals viel zu jung gewesen für eine Beziehung, und er war seinerseits zu jung um zu erkennen, dass sie mehr noch nicht wollte. Er hatte ihr ein paar mal kleine Liebesbotschaften und heiße Liebessprüche auf Zettelchen geschrieben, kurze Liebesgedichte und Sprüche, die er selbst irgendwo aufgeschnappt hatte, dann aber doch nie abgeschickt.

An der kleinen, gemütlichen Bierbude zwischen Autoscooter und Kettenkarussell tauschten sie Erinnerungen aus. Sie mussten näher zusammenrücken, um sich zu verstehen. Die Musik, der Lärm und die vielen Menschen um sie herum drängten Sie aneinander. Der Funke, der schon immer zwischen ihnen geschwelt hatte, glühte neu auf. Zudem war die laue Sommernacht wie gemacht dafür, aufkeimende Leidenschaften in leicht entflammbaren Herzen zum lodern zu bringen. Ein inneres Feuer erhitzte sie, heißer als die tropische Sommernacht und lauter als der Lärm um sie herum. Als sie den Trubel längst nicht mehr wahrnahmen, wurde aus der Frage “zu mir oder zu dir?“ sein Versprechen “ich werde dir den schönsten Ort der Welt zeigen!“ Neugierig, widerstandslos, aufgeregt und erregt ließ sich an die Hand nehmen und sich führen wie ein Schulmädchen.

Sie war eigentlich nicht der Typ, der sich abschleppen ließ. Aber dieser Mann begeisterte sie so sehr und schien ihr so vertrauenswürdig, dass sie gern bereit war sich ihm einfach zu überlassen. In jeder Hinsicht! Sie fühlte sich wie in einem heißen, wilden Tango gefesselt, berauscht, herumgewirbelt und doch so sicher gehalten in seinen starken Armen, dass es ihr ein wahres Vergnügen war sich einfach fallen und führen zu lassen. Eine Nacht voller Sterne Er hatte den Wagen außerhalb der Stadt auf dem kleinen Parkplatz am Fuße des Hügels geparkt. Eigentlich hätte er nicht mehr fahren dürfen. Aber die Straßen waren leer gewesen, keine Streife weit und breit zu sehen. Die Leidenschaft hatte seine Sinne klar gemacht, jedenfalls meinte er das. Er war hellwach und zugleich wie in einem Traum gefangen bei dem Gedanken an das, was diese Nacht Ihnen beiden noch bringen würde. Der Himmel war sternenklar und der Mond schien auf den Weg, so dass sie beide nicht ins Stolpern gerieten während sie sich eng umschlungen Schritt für Schritt zu dem Platz bewegten, den er ihr als den Schönsten der Welt beschrieben hatte.

Er hatte nicht übertrieben! Er half ihr, sich in das weiche Moos zu setzen und neben ihm eröffnete sich ihr ein atemberaubender Blick über die nächtlich beleuchtete Stadt. Noch hier oben war die Musik der Kirmes und der fröhliche Lärm der Menschen zu hören. Vertraut nahe und doch weit genug entfernt um sich unbeobachtet und ungestört einander hingeben zu können wurde die Musik des Festes und die vertraute Geborgenheit der Natur zu einer Kulisse, die sich zusammen mit den Ereignissen dieser Nacht als ein unvergessliches Theaterspiel der Liebe in ihre Erinnerung brannte. Sie bestaunte noch die Schönheit des Ausblicks und des Moments, als er sie sanft in das Bett aus Moos und Blättern zog, sie auf den Rücken legte und so sie sanft küsste, dass sie beinahe nicht merkte, dass er ihr den Slip unter dem leichten Sommerkleid längst herunter gestreift hatte. Fast unwirklich weiß schimmerte ihre nackte Haut im Mondlicht. Ein leichtes Frösteln überzog sie, das aber eher ihrer Lust entsprang als der Nachtluft.

Rauer Sturmwind der Lust, sanfte Brise der Liebe

Seine Hände wanderten über ihren Körper. Das Streicheln wurde fester, fordernder. Sie fühlte sich wie ein gefangenes Reh, aber sie wehrte sich nicht gegen die Gier des Wolfes, der sie überwältigte. Als sie spürte, dass er befürchtete sie zu überrumpeln gab sie ihm ein Zeichen. Zog seinen Mund auf ihren herab, biss ihn, wälzte seinen Leib auf ihren und öffnete ihm das Tor zum Himmel. Durch den Schleier seiner Haare und die Lücken im Blätterdach der Bäume sah sie die Sterne. Sie hörte den verschreckten Ruf eines aufgescheuchten Vogels, seinen heißen Atem, ihr Blut, das längst nicht mehr im Rhythmus der Musik aus der weit entfernten Stadt pulsierte.

In einem harmonischen Gleichtakt der Herzen galoppierten sie wie wilde Pferde durch die Nacht. Sir rannten bis an den Rand eines Abgrunds. Sie verlangsamten ihren wilden Ritt nicht, als sich die tiefe Schlucht vor ihnen auftat. In wortloser Übereinstimmung stießen sie sich vom Boden ab als sie den scharfen Rand der Klippen berührten. Sie sprangen mitten hinein. Verloren den Boden unter den Füssen, wohlwissend dass ihre Liebe sie sicher trug und sie nicht hart aufschlagen würden. Sie hörten das Rauschen des Blutes in in ihren Ohren wie die Brandung wilder Wellen und wie den Wind, der ihren freien Fall begleitete. Ein rauer Sturmwind der Lust schüttelte ihre Körper und zerrte an ihren Gliedern. Mit zum Bersten gespannten Muskeln genossen sie die Kraft ihres Sprunges, die Macht ihrer Leidenschaft und das Abenteuer dieses Fluges...

Sie landeten schließlich sanft unter den tosenden Fluten eines Wasserfalls am Ende der Schlucht. Ihre Körper waren nass, erhitzt und erschöpft. Nebeneinander ließen sie sich fallen, griffen matt aber entschlossen nach einander, sicher sich niemals wieder loszulassen. Eine warme Brise streichelte so sanft sie wie in einem wahrgewordenen, romantischen Liebesgedicht. Sie drehten sich glücklich ihre Gesichter zu und blickten mit feucht-glänzenden Augen einander in die Seelen.

Sie war seine Traumfrau gewesen. Schon immer. Schon lange bevor aus ihnen beiden ein Paar geworden war. Und er war ihr Traummann gewesen. Zumindest hatte er das geglaubt. Fest und sicher. Ihre zahlreichen Liebesbotschaften, heißen Liebessprüche und die schönen Liebesgedichte, die sie ihm geschrieben hatte, ließen ihn fest an die Unsterblichkeit ihrer Beziehung glauben. Bis zu dem Tag, an dem sie ihm so scheinbar aus heiterem Himmel den Laufpass gegeben hatte und Schluss war. „Punkt aus, basta“, hatte sie gesagt und keine Aussprache, keine Diskussion mehr zugelassen.

Klar – sie hatten ein paar mal echt Trouble gehabt wegen der süßen Kleinen, der er ein bisschen Nachhilfe in Tennis gegeben hatte. Aber sonst? Und deswegen gleich Schluss machen? Wie konnte sie deswegen so eifersüchtig sein? Sie war doch seine große Liebe! Das mit der anderen war doch bloß ein bisschen Spaß, bloß Sex und hatte doch mit ihr gar nichts zu tun...

„Egal“, hatte er sich irgendwann gesagt: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter“ und sich wieder den schönen Dingen des Lebens und der Freiheit als ungebundenem Single hingegeben. Seinen Trennungsschmerz hatte er - typisch Mann - in unzähligen One-Night-Stands ertränkt und den faden Nachgeschmack am Morgen, wenn er klammheimlich die Wohnungen seiner Gespielinnen verließ mit billigem Wein hinuntergespült. „Frauen erobern“ hieß sein neues Hobby. Es machte Spaß, war gut für sein Ego, seinen Aufmerksamkeit fordernden Körper und außerdem verspürte er bei jeder neuen Eroberung so etwas wie Rache an ihr.

Befreiendes Outing

Das ging eine Zeitlang gut. Ziemlich lange sogar. Ein ganzes Jahr gelang ihm dieser Selbstbetrug und die Unterdrückung der inneren Stimme, die doch immer lauter wurde und sich eines Abends in bierseliger Laune im Kreise seiner besten Freunde Gehör verschaffte. Wie ein Schuljunge sprudelte die aufgestaute Spannung und all sein Kummer aus den Tiefen seiner verletzten Männerseele hervor. Wie ein Damm brach die Mauer, die er aus Stolz und auch aus der Uneinsichtigkeit eigener Fehler um sein wundes Herz gezogen hatte.

Nüchtern hätte er sich diese Blöße, die er für völlig unmännlich hielt, nie gegeben. Nun war er erstaunt, wie befreiend dieses Outing war und wie selbstverständlich seine Freunde bereit waren, seelischen Beistand zu leisten. Noch erstaunlicher war allerdings, dass sie schmunzelnd zugaben gewusst zu haben, wie es immer um ihn gestanden habe und nur darauf gewartet hatten, dass er sich endlich seine Hörner abstoßen und zur Einsicht kommen würde.

Einige seiner Freunde waren die Partner der Freundinnen seiner Ex. Den gemeinsamen Freundeskreis hatte das Paar auch nach der Trennung nicht aufgegeben. So waren seine besten Kumpels durch ihre Partnerinnen natürlich auch bestens über den Seelenzustand der Ex informiert. Die hatte zwar aus Wut über die ständige Untreue ihres Lebensgefährten die Beziehung beendet, weil sie aus Achtung vor sich selbst diesen Zustand nicht mehr hinnehmen wollte, aber anfangs trotzdem sehr gelitten. Im Gegensatz zu ihm aber hatte sich sich von Beginn an gleich bei ihren Freundinnen ausgeheult, Trost und Zuspruch erfahren und war so recht schnell aus dem Tief wieder herausgekommen.

So war sie bereits nach kurzer Zeit in der Lage gewesen, ihre zerbrochene Beziehung neutral zu analysieren und zu begutachten, was wirklich gut und was schlecht daran gewesen war. Ihm war das nie gelungen. Ein falscher, männlicher Stolz hatte ihn erfolgreich daran gehindert eigene Fehler zu erkennen und zu ändern. Nun also waren seine Freunde es, die ihm den Kopf wuschen bis er wieder klar sah. Sie waren es auch, die ihm berichteten, dass noch längst nicht aller Tage Abend war was die gestörte Beziehung betraf. Es gab durchaus Chancen, die verlorene Ex zurück zu erobern. Und die standen nicht einmal schlecht!

Sie hatte geflucht und geweint aber sich schnell mit der Situation abgefunden und nach vorn geschaut. Das Leben ging ja schließlich weiter! Die anderen Männer warten doch schon! Das Leben hatte ihr allerlei zu bieten und sie griff danach. Auch sie erlebte ein paar lockere One-Night-Stands und erotische Verabredungen, aus denen sich keine weiteren Treffen ergaben. Im Gegensatz zu ihm aber war sie auch keineswegs an einer neuen, festen Beziehung interessiert, sondern genoss eine ungezwungene Zeit als Ausgleich zum überstanden Seelen-Stress. Mr Right würde ihr eines Tages schon über den Weg laufen ohne dass sie krampfhaft nach ihm suchte. Dessen war sie sich ganz sicher. Ganz nebenbei konnte sie aber die Schadenfreude über seine Eifersucht angesichts ihres Lebenswandels nicht erwehren. Ganz Weib sorgte sie natürlich auf ihre Weise und mit Hilfe ihrer Freundinnen dafür, dass er von jedem ihrer Treffen mit anderen Männern brühwarm auch erfuhr...

Wie ein Häufchen Elend

Nun also saß er wie ein Häufchen Elend zwischen seinen Kollegen und hörte, dass er von ihrer Beuteliste doch noch nicht ganz gestrichen war. Was sollte er tun? Die Aussicht auf einen Neubeginn der Beziehung überforderte ihn. Sollte er einfach zu ihr gehen? Was wenn sie nein sagte, oder gar nicht allein war? Einen Brief schreiben oder anrufen? So viel Mut brachte der starke Mann dann aber auch nicht auf. Schließlich waren es wieder seine Freunde, die ihm auch aus dieser Misere halfen. Sie hatten auf diese Gelegenheit seit langem gewartet und ließen ihn noch ein wenig am Gängelband laufen bevor sie ihm rieten sich zu duschen und sich was Ordentliches anzuziehen, da sie vorhatten ihn mit auf eine Fete zu schleppen.

Unnötig zu erwähnen, dass natürlich auch sie auf dieser Party sein würde. Klar auch, dass keiner der anwesenden Männer irgendwie interessant für sie war – bis auf den Einen!

Seine Freunde hatten ihn eindringlich gewarnt sich bloß keinen Mut anzutrinken – das konnte nur in die Hose gehen. Wenn er wirklich Ernst machen wollte, dann musste er einen nüchternen Kopf behalten, reumütig aber nicht untertänig vorgehen, romantisch aber nicht aufgesetzt handeln, forsch aber nicht überrumpelnd auftreten und vor allem nicht lallen und dummes Zeug erzählen!

Aufreizend wiegte sie die Hüften

Die schwierigste Aufgabe seines Lebens stand ihm bevor! Sie genoss die Blicke auf ihrem Körper während sie aufreizend vor ihm tanzte, die Hüften ihm Takt der Musik wog und sich mit beiden Händen durch die lange Mähne fuhr. Sie spürte die Stiche in seinem Herzen, wenn sie demonstrativ mit anderen Männern eng umschlungen tanzte. Sie blickte ihm durch den Schleier ihrer Haare ins Gesicht und signalisierte ihm Interesse. Siegessicher ließ sie ihn zappeln, gab ihm Zeichen, dass sie ansprechbar wäre, nur um sich im entscheidenden Moment mit Freundinnen zum Rauchen auf der Terrasse zurück zu ziehen. Sie genoss das Spiel wie eine Jägerin, wie die Katze, die mit der Maus spielt bevor sie sie frisst.

Sie bestimmt die Spielreglen

Sie hatte alle Ampeln auf grün geschaltet und gestattete, dass er sie endlich schüchtern ansprach. Sie gab ihm das Gefühl, dass er den ersten Schritt machte, obwohl natürlich sie es gewesen war, die ihm dafür den ganzen Abend lang den Weg geebnet hatte. Ohne diese stumme Zustimmung hätte er es nie gewagt. Es amüsierte sie, dass er noch immer nicht in der Lage war dieses ewig alte Spiel zwischen Frau und Mann zu erkennen, darauf hereinfiel wie ein reflexgesteuertes Tier und sich willig durch die Manege ihrer Vorstellungen führen ließ. Gut so! Sie bestimmte die Spielregeln und war fest davon überzeugt sich diesmal das Heft nicht aus der Hand nehmen zu lassen.

Der letzte Tanz wurde angekündigt und die Musik schwüler. Es war bereits fast wieder Morgen, als sie wie eine Raubkatze auf ihn zu ging, ihm am Kragen packte und ihn an sich zog. Sie schmiegte im Rhythmus der Musik ihren heißen Körper eng an seinen und wiegte sich hin und her. Ihr schnelles Blut unter der Haut und ihr Herzklopfen versprachen ihm ein Abenteuer, das ihm sowohl das Ende seines Seelenschmerzes als auch die Erlösung seiner körperlichen Anspannung andeutete.

Die Jägerin wird selbst zur Beute

Im oberen Stockwerk stand ein Zimmer frei. Sie führte ihn an der Hand die Treppe hinauf, sah sich an der Tür um und zog ihn hastig hinein. Mit dem Rücken zur Tür drehte sie den Schlüssel im Schloss herum und ließ zu, dass er sie wortlos packte und gierig auf das breite Bett in der Mitte des Raumes warf. Eben noch entschlossene Jägerin wurde sie nun selbst zur Beute. Sie wurde binnen weniger Sekunden zum Opfer seines Charmes, seines umwerfenden Äußeren, seiner starken Arme und ihrer eigenen, ungestümen Leidenschaft. Sie gab sich ihm willig hin und genoss es ihm in diesem Augenblick im wahrsten Sinne des Wortes „unterlegen“ zu sein, sie umschloss ihn mit ihrem ganzen Körper, mit Armen und Beinen, Mund und Schoß und der ungestümen Kraft ihres Temperaments – bis sie beide erschöpft und glücklich nebeneinander in die weichen Kissen fielen.

„Sollen wir es noch einmal versuchen?“ fragte er nach einer Weile unsicher. Wieder war er der kleine Junge, der Angst vor Schelte hat. Sie drehte sich ihm zu und stütze den hübschen Kopf auf die Hand. „Mal sehen“, wägte sie ab und schmunzelte vieldeutig: Für eine einzigen One-Night-Stand bist du fast zu schade...“

Heute hörte ich sie flüstern

Leise lüstern durch die Nüstern

Die Anti-Oxydantien

Könnten, mit hohen Garantien

Die Liebeslust der Damen steigern

Da wird sich keine mehr verweigern:

Im Winzerland, `s ist kaum zu glauben

Wachsen sie in roten Trauben.

Oder gar im Alkohol?

Wer, bitte, weiß das wohl?

Und auch die Schokolade soll

Die Damen machen liebestoll.

Auf, ihr Herren, kauft schnell ein,

doch lasst das Trinken selber sein:

Mit diesen wundersamen Waffen

Die Herren gar zu oft erschlaffen.

Ich seh’ euch alle nun erbleichen,

doch könnt´ auf anderes ihr ausweichen:

Zum Beispiel Kaffee oder die Tomaten

Lasst euch von „Wiki“ gut beraten!

(© Erika Lond)

Autor:

 

 

Erika Lond

(*1946)

Gelesen: 361.668

Erotik ist, man glaubt es kaum,

oft nur ein Traum.

Ist dieser erstmal ausgeträumt

und hat sich gar nichts aufgebäumt,

dann war' s, man glaubt es kaum,

wirklich nur ein Traum...

Autor:

 

 

Erika Lond

(*1946)

Gelesen: 430.356

Ich will Dich

Im sanften Kerzenschein

will ich Dir

 

meine Liebe zeigen

Mit der Glut meiner Lippen

auf deinem nackten Körper

der das Feuer in mir entfacht

Leidenschaftlich

werden wir uns lieben

und unsere Sehnsucht stillen

Lass mich deine Lust spüren

und deine Hände

über meinen bebenden Körper

 

gleiten

bis das Blut

 

in unseren Adern kocht

Deine Küsse

 

entführen mich in das süße Reich

meiner geheimsten Träume

Dein sanftes Flüstern

lässt meine Begierde

immer wieder neu entfachen

Ich will Dich mein Herz

mit jeder Faser meines Körpers

Meine glühenden Lippen

verschmelzen mit deinen

und rauben mir den Atem

Bis unsere verborgenen Träume

in einem Feuerwerk der Leidenschaft

explodieren

Autor:

 

 

Marion M.

Gelesen: 466.826

Spitzen-Nacht

Hinter einem Tuch aus Spitze

verberg ich meinen Körper fast.

Nichts ist so wie ich’s gern hätte,

zu viele Pfunde, zuviel Ballast.

Vernehm dein Lächeln, deine Freude,

auch deinen Fragezeichen-Blick.

Belustigt funkeln deine Augen,

schamhaft schaue ich zurück.

Spielerisch küsst deine Zunge,

kreist und forscht in meinem Mund.

Deine Hände gleiten zaghaft

über meines Leibes Rund.

Du nimmst das Tuch in deine Hände,

presst es mir fest auf meine Haut.

Es wölben Hügel sich und Knospen

durch Spitzen dir sich hin vertraut.

Du hast erotisch mich gewandet,

viel schöner als beim nackten Sein

gleite ich glücklich dich begehrend

in uns’re „Spitzennacht“ hinein.

© Schlossfee 29.07.2007

Autor:

 

 

Helga Boban

Schlossfee

Gelesen: 472.644

Kuschelabend

Mein männlich sanftes „Kuschelkissen“

erwartet mich auf unsrem Bett.

Will dich atmen, dich umschmeicheln,

 

zärtlich sein, frivol, kokett.

Herzlich komm ich dir entgegen,

sinnlich leg ich mich zu dir.

Umfasse dich mit weiten Armen,

erspüre Lust bei dir, bei mir.

Mit streichelweichen Flüsterküssen

verwöhne ich dein linkes Ohr,

Mal' Zungenherzen auf dein Bäuchlein,

dringe in deine Sinne vor.

In mich greifen, auf mir landen,

Haut an Haut verflochten sein.

Mit Wortgeflüster abwärts tauchen,

Liebesglück im Bettenhain.

Inniges Zusammenschmiegen,

 

Zärtlichkeit sucht ihren Raum.

Fieberhaftes sich Begehren,

Lust quillt auf wie Eierschaum.

Lass mich fallen, lass dich gehen,

lass uns für Stunden glücklich sein.

Lass Lava aus den Lenden speien,

lass uns einander alles sein.

© Schlossfee 06.06.2007

Autor:

 

 

Helga Boban

Schlossfee

Gelesen: 477.416

Dich zu treffen, könnte für uns deswegen regelrecht gefährlich werden, denn wir würden uns wochenlang einschließen und die welt für eine weile vergessen.

Autor:

 

 

A. Theodor Turan

(*1965)

Gelesen: 472.426

Spüren!

Möcht dich Spüren tief in mir.

Möcht dich fühlen auf meinem nackten Körper.

Deine Wärme deine Nähe, einfach alles.

Spüre wie es dich an macht, wenn ich dich sacht küsse.

Sacht streichel ich deinen Körper, küsse dich Stück für Stück

immer weiter runter einfach überall.

Sanft stöhnst du auf, wir werden immer wilder,

deinen Körper an meinem zu spüren ist einfach geil

und darum lieb ich dich.

Autor:

 

 

Sonja Z.

Gelesen: 478.299

Hot Love!

Sanft küss ich deinen Körper.

Streichel dich überall wo du es magst.

Liebe es wenn du stöhnst

 

und mache immer weiter.

Küsse deinen süßen Hals

 

und streichel dich immer wilder.

Bin verrückt nach dir.

Nach deinen Küssen

oder nach deinem Saft.

Wir liegen uns stundenlang in den Armen

und genießen so viele schöne Stunden.

Auch wenn es nur unsere wilde Fantasie

ist, so ist sie doch wunderschön.

Autor:

 

 

Sonja Z.

Gelesen: 476.066

Samt auf meiner Haut

Wie Samt auf meiner Haut

so zart und sinnlich

jede Berührung

Das leichte Zittern deiner Finger

so prickelnd und streichelzart

dass es mich atemlos macht

Mit allen Sinnen deine Nähe

genießen

Zärtlich fordernde Küsse

mein immer schneller

 

schlagendes Herz

Dich spüren

Haut an Haut

Jeden Zentimeter

 

deines Körpers erforschen

Ich will Dich spüren

Nur ein Blick von Dir

der mich so fesselt

So treibst Du durch

 

meine Gedanken

Autor:

 

 

Marion M.

Gelesen: 426.718

Lass Dich Fallen

Lass Dich fallen, hab keine Angst

Schließ Deine Augen und spüre mich

 

Gib Dich deinem Verlangen hin

weil ich nur heute bei Dir bin

 

Zwei Seelen die auf einer Wolke schweben

 

nur mit Dir will ich das erleben

Dein Atem streichelt meine Haut

wir beide sind uns so vertraut

Der Augenblick der uns gehört

dein sanfter Blick der mich betört

Denk jetzt nicht nach und lass Dich geh'n

vor Leidenschaft will ich vergeh'n

Auf meinem Körper Deine Hände

Zart und sinnlich ohne Ende

Von Deinen Lippen will ich trinken

 

und sanft in Deine Arme sinken

Autor:

 

 

Marion M.

Gelesen: 420.795

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