Wie sähe das Leben auf der Erde für den einzelnen aus, wenn alles gerecht verteilt wäre, und die Menschen so leben würden, das sie die Umwelt nicht schädigen?

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6 Antworten

Wäre es so, dann hätte es gar keine Evolution gegeben (Selektion durch Kampf um knappe Ressourcen und gegen widrige Umweltbedingungen) und es gäbe keine Menschen.

Es ist für alle Organismen eine evolutionäre Grundregel, die Population so anwachsen zu lassen, dass es nicht mehr für (um die Worte der "großen Seele" zu verwenden) "jedermanns Bedürfnisse reicht". N Dozent hatte da mal n schönes schlaues Wort für, weiß ich leider nimmer.

Btw, vorsicht mit Elektroautos. Wenn Du fair rechnen willst, dann wirst Du ne Ökobilanz machen müssen. Und wenn im Strom nur n Bruchteil Atomstrom drin ist, dann musst Du (zumindest meiner Überzeugung nach) mit quasi unendlich Belastung rechnen, da Du quasi unendlich Strahlungsdauer des Alturans hast. Da wird derzeit viel von Medien und Politik "vereinfacht", dass man es eigentlich "Manipulation der Massen" nennen müsste...

Was du schreibst ist mir schon klar, allerdings ist es ja auch nur eine rein hypothetische "Was wäre Wenn" Frage.

So ähnlich wie diese TV Doku Reihe, die verschiedene Szenarien zeigte, wie z.B. "Welt ohne Menschen" wo man durchspielte, was passieren würde, wenn von jetzt auf gleich alle Menschen einfach weg wären.

Das gleiche gibt's auch nochmal mit Öl, und ich glaube auch mit der Sonne.

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Elektroautos brauchen Strom, viel Strom. Wo kriegt man viel Strom bezahlbar her? Atomkraftwerke... Zwar ist die Elektromobilität definitiv die Zukunft, aber über das "Woher" beim Strom müssen wir noch nachdenken.

Ansonsten weckt deine Frage ein ziemlich friedliches und gesundes Bild in meinem Kopf. Jedoch fürchte ich, ist der Mensch nicht dafür ausgelegt "friedlich und im Einklang mit allen und allem" zu leben... Irgendein Ego wird sich wieder zum Chef aufspielen und alles geht von vorne los...

Dann würden auf dem gesamten Planeten gerade einmal so viele Menschen leben, wie Berlin heute Einwohner hat. Es würde keinen Ackerbau und keine Industrie geben. Die Menschen würden von der Jagd leben, sie würden Pflanzen und Früchte sammeln und sie würden sich nie lange an einem Ort aufhalten um die Natur dieses Ortes nicht zu überlasten. Damit wären sie ein Teil der Natur und keine Last für alle anderen Lebewesen.

Ich glaube diese Vorstellung ist dann doch etwas ZU Extrem gedacht..

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@Fuchssprung

Hast du auch eine (irgendwie nachvollziehbare) Erklärung dafür, oder behauptest du das einfach so? Wenn ich mir die Links von flubber ansehe, erscheint mir das von dir Prophezeite doch extrem übertrieben.

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@Deamonia

Ich habe doch gar nichts prophezeit, sondern nur mit einem Gedankenspiel auf deine Frage geantwortet. 

Geh einfach mal 40.000 Jahre in der Zeit zurück. Da gab es keinen Hunger, es war für alle Menschen genug Wild und damit Fleisch vorhanden. Das beweisen Knochenfunde der Menschen aus dieser Zeit. Die Leute waren extrem fit, hervorragend ernährt und bei bester Gesundheit. Niemand hat mit seinem Verbrauch die Umwelt geschädigt und die Erde konnte die winzige Population der Menschen von damals locker ernähren. Vermutlich war es die beste Zeit in unserer Geschichte. 

Von dem Zeitpunkt an dem wir den Ackerbau erfunden haben, ging es bergab. Wir wurden immer mehr, der Gesundheitszustand wurde sehr viel schlechter, es gab nicht mehr genug Wild, die Jagd konnte so viele Menschen nicht mehr ernähren. Wir haben die Natur nach unserem Gutdünken verändert und in Kreisläufe eingegriffen, von denen wir keinen blassen Schimmer hatten. Seit dem haben wir unser Verhalten nicht mehr verändert. Wir haben das Wasser der Seen, Flüsse und Meere vergiftet, genau wie die Luft und den Boden. Wo soll das hinführen? Wann hören wir damit auf immer mehr Menschen zu machen? Bei 10 Milliarden? 20 Milliarden? 100 Milliarden? Irgendwann wird das System Erde kollabieren, wenn wir so weiter machen und das ist jetzt eine Prophezeiung.

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Es gäbe zumindest viel weniger Krieg, wenn keiner so gierig wäre, dem anderen was wegzunehmen. Es gäbe keine Hungersnöte mehr und die Menschen würden sich noch krasser vermehren als jetzt schon.

Tja, das ist eben die Frage. Wie kommst du darauf, das es keine Hungersnöte mehr gäbe? Ich meine es geht ja nicht nur um die Gerechte Verteilung, sondern eben auch darum, keinen Ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Vielleicht ist das z.B. bei 2 Kindern gar nicht mehr möglich, und daher könnte jeder maximal 1 Kind bekommen, außer ein anderer verzichtet darauf ein Kind zu bekommen.

Leider beantwortet das aber auch nicht meine Frage, ich hatte eher an sowas gedacht: Jeder Mensch hätte X qm zum Leben, es gäbe keine Autos mehr, nur noch Busse, die auch erst dann los fahren wenn sie voll besetzt sind, Ernährung wäre nur noch regional und saisonal möglich, 10 Menschen müssen mit dem Fleisch einer Kuh X Tage auskommen usw..

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Ich glaube nicht,dass dann überhaupt so viele Tiere gegessen würden. Die Menschen würden eher mehr anpflanzen denke ich. Und die Hungersnötige existieren ja im Prinzip auch nur, weil die Leute kein Geld haben. Wenn alles gerecht verteilt wäre, hätten sie auch alle essen. Zu dem Rest kann ich nichts sagen :(

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@ApfelTea

Es käme dann wahrscheinlich drauf an, WO die jeweiligen Menschen leben. Die Menschen die in Gebieten leben, wo kaum was wächst, oder wo Viehzucht leichter als Ackerbau ist, würden wahrscheinlich wieder fast ausschließlich Fleisch essen.

Was ich aber glaube ist, das die Tierhaltung dann Artgerechter wäre. Z.B. Kühe wieder auf die Weide, wo sie Gras fressen, und keine Ressourcen verbrauchen, Schweine einfach im Wald selbst ihr Futter suchen lassen usw.

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Danke, das ist genau sowas wie ich meinte.

Leider reicht meine Vorstellungskraft nicht ganz, um mir vorzustellen wie es wäre, statt 12.000-14.000 Watt nur noch 2000 zu verbrauchen. Was würde das WIRKLICH bedeuten?

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@Deamonia

Hier sind einige Beispiele drin, wo du siehst, wie weit du mit 2000W (2,5kW) kommst :-)

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@flubber21

Danke, das hilft mir schon mal weiter. Leider sagt das aber nichts über Platz und Ressourcenverbrauch aus, oder überseh ich da was?

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Wenn alles gerecht verteilt wäre, würde nach spätestens 100 Jahren wieder eine enorme Spaltung herrschen, denn die Reichen sind nicht dumm und die Konsumgeilen bleiben es auch weiterhin.

Klar wäre das so, aber mich interessiert, wie es Theoretisch aussehen würde. Müssten wir zu 10 Personen auf 20qm leben, weil der Großteil der Erde wieder Wälder werden müssten? Könnten wir noch Strom benutzen? Könnten wir noch das Essen, was wir heute Essen, oder müsste man sich komplett regional ernähren?

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@Deamonia

Dann wären wir alle nach wenigen Tagen tot, denn die Ressource Wasser ist endlich und kann nicht "nachproduziert" werden und somit dürften wir diese auch nicht nutzen.

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@xolo8

Das ist falsch, denn wir scheiden ja auch jede Menge Wasser wieder aus. Das Wasser auf der Welt bleibt praktisch immer gleich viel, es verteilt sich nur anders. (Um genau zu sein, ein ganz kleiner Teil entweicht auch ins All, aber das ist so wenig, das es kaum ins Gewicht fällt)

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