Wie riskant ist es, sich ein Hauskredit ans Bein zu binden?

12 Antworten

Finde ich nicht riskant. Riskant ist es nur, wenn deine Einkünfte, bzw. das, was du als "Spielgeld" zur Verfügung hast, über den besagten Zeitraum nicht gesichert ist. Mein erstes Haus kaufte ich mit 22- acht Jahre später war das bezahlt, danach vermietet, und mit der Miete ein neues gebaut. So mache ich das seit über 40 Jahren, bei jetzt der 7. Immobilie. Mein Job war unkündbar, mein mittleres Einkommen gesichert, meine Pension war schon als 22-Jähriger eine feste Größe, an der sich nach unten nichts ändern konnte. Wenn du also ähnliche berufliche Verhältnisse hast (z.B. als Beamter oder in einem beamtenähnlichen Verhältnis), spricht absolut nichts gegen den Erwerb einer (ersten) Immobilie.

Mit 22 Jahren ein Haus bauen mein tiefster Hochachtung das schaffen die wenigsten😃

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@MadameAnjelou

Nö, das habe ich fertig gekauft. Damals war ich Unteroffizier. Erst das zweite habe ich gebaut, mit 30 Jahren.

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@wiki01

Du bist trozdem einer der ganz wenigen glücklichen die das schaffen unter 1 Promille der Bevölkerung in deinem Alter damals!!!!

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Respekt!

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Erstes Haus mit 22? Na da gabs wohl ne saftige Finanzspritze von den Eltern, was? 😅

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@P2661

Ja, gebe ich zu. Aber ab da alles in Eigenregie und Eigenverantwortung. Aber darum geht es nicht. In der Frage ging es darum, ob es riskant ist, sich eine lange Finanzierung einer Immobilie ans Bein zu binden. Ich lebe seit 42 Jahren in Eigentum. Niemand kann mir mehr kündigen. Ich bin heute derjenige, der kündigt.

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Da gibt es keinen Königsweg, denn entweder hast du den Kredit zu bezahlen oder eine Miete. Je nach eigenem Lebensstil und den Vorstellungen kann man sich für den einen oder den andren Weg entscheiden.

Zwar sagt man gerne "Mein Haus bezahle ich ab", aber auch ein Haus verursacht immer noch weitere Kosten, selbst wenn es abgezahlt ist oder gerade deswegen. Denn eine neue Heizung nach 15 Jahren oder ein Dach nach 30 Jahren ist nicht gerade ein Schnäppchen, andersherum siehst du in angesagten Wohnlagen, dass die Mieten explodieren. Dann muss man halt umziehen mit all den Konsequenzen.

Du also hast in beiden Fällen durchaus einen Einfluss auf die Kosten, aber die Rahmenbedingungen sollte man halt kennen. Und der Vergleich Miete vs Kredit geht keinesfalls eindeutig in Richtung Kredit und Haus abzahlen. Das ist kein einfachere Rechnung.

Bei all diesen "Rechenbeispielen" vermisse ich den nahezu immer fehlenden Hinweis darauf, dass es für viele einen wesentlichen(!) Unterschied macht, dass sie im eigenen Haus selbst entscheiden können, was sie ggf. umbauen, renovieren, installieren, verbessern. Da quatscht i.d.R. niemand (kein Vermieter) rein und es ist für viele einfach ein anderes Lebensgefühl.

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@beamer05

Das ist für mich überhaupt keine Frage, dieser Unterschied ist aber ein "weicher" und meist wird nur von der nackten und einfachen Kostenseite aus geschaut.

Keine Frage, ein eigenes Haus ist ein wenig Luxus, den man dennoch in irgendeiner Form bezahlt. Gern bezahlt ;-)

"Da quatscht i.d.R. niemand (kein Vermieter) rein "

Stimmt, aber jeder hat Nachbarn. "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt." ;-)

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@SirKermit

Klar, aber DIE hat der Mieter auch.

Und gelegentlich soll es auch vorkommen, dass man sich mit den Nachbarn gut versteht, und diese - auf Gegenseitigkeit - ein bischen ein Auge drauf haben, wenn man mal ein paar Tage weg ist.

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@beamer05

Da stimme ich dir gerne zu. Auch wir haben solche Nachbarn und sind solche Nachbarn.

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Es ist immer ein Risko, sich an langfristige Verträge zu binden, bei Immobiliendarlehen sowieso.

Ich bin Beamter, meine Frau auch, wir haben unser Haus vor über 10 Jahren finanziert mit 305000 €! Jetzt haben wir vor kurzem mit der Anschlussfinanzierung begonnen, damit werden wir in 18 Jahren fertig sein.

Unsere Jobs sind zwar so gut wie 100% sicher, aber dennoch kann ja immer etwas unvorhergesehenes passieren...ganz oft z.B. trennen sich Eheleute, dann muss die Bude verkauft werden. Oder man erleidet einen Unfall und kann nicht mehr voll oder teilweise arbeiten oder ein Kind wird zum Pflegefall oder oder oder!

Man kann nicht alles vorhersehen, was passieren kann.

Aber ich sehe das so: Man hat immer das Haus als Gegenwert und kann so aus solchen Situationen noch heil herauskommen, ohne dass man finanziell ruiniert ist. Viele machen dabei leider den Fehler, dass sie sich emotional viel zu sehr an ihre Immobilie binden, dass sie den Traum lange nicht aufgeben wollen, quasi bis ihnen das Wasser bis zum Hals steht. Man will dass unbedingt halten, es ist doch ,,das schöne selbst geplante Haus, alles selbst gemacht, so viel Herzblut reingesteckt, mimimi"...Bullshit!

Ein Haus ist ein Bau aus Stein, Holz, Beton, viel Plastik und Mörtel. Und das muss man im Zweifel auch aufgeben können, bevor man sich oder gar die ganze Familie ruiniert hat.

Von daher, ja, das ist ein Risiko, aber wenn man danach geht, dürfte niemand ein Haus bauen, kaufen oder irgendwo investieren oder oder oder!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Fast alles im Leben ist risikobehaftet, ja eine Hausfinanzierung ist wohl eine längerfristige Bindung. Man kann sich ein Haus antun, man kann aber auch in Miete wohnen. Mein Traum war mein eigenes freistehendes Wohnhaus mit einem Garten, ich habe mir den Traum erfüllt und meine Hauskredite planmässig abbezahlt. Jetzt als Rentner bin ich froh, in meinem eigenen Haus zu wohnen. Natürlich muss man in das eigene Haus immer wieder investieren, damit kein Reparaturstau und beim Wert kein Preisverfall entsteht.

Für meine Kinder ist immerhin ein ansehliches Erbe gewiss.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Kommt drauf an .... in welcher Relation die monatliche Rate in Verbindung mit einer ortsüblichen Nettomiete zum monatlichen Einkommen steht.

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