Wie reitet man das Pferd richtig in Anlehnung?

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5 Antworten

Wie man es lernen kann? Durch sehr guten Reitunterricht, am besten Einzelunterricht, auf einem Pferd, das es kann. Der Reitlehrer muss sich zudem dem feinen und korrekten Reiten verschrieben haben.

Die Technik, wie man es macht, könnte man dir erklären, aber das würde dir wenig nützen. Die beste Technik ist leider ohne das Fühlen nichts. Ohne das Gefühl, wann du wie und wie stark die gelernte Technik anwendest, lernst du es nicht. Und leider ist das auch von einem guten RL nur sehr schwer vermittelbar.

Leider ist das Fühlen, wie das Pferd reagiert und was es gerade braucht, sehr talentabhängig. Es gibt Reiter, die das Fühlen niemals lernen. Seufz... Darum scheitert bei mir fast immer die Ganze Parade. Irgendwas stimmt meistens nicht. Manchmal, selten, gelingt sie mir perfekt, aber da ich nie weiß, was ich denn nun in welchem Augenblick richtig gemacht habe, kann ich das nicht wiederholen.


Seufz... Na ja, wenn wir alle perfekt fühlen könnten, wären wir alle bei Olympia.  Auch wenn man nicht perfekt ist, kann man es lernen, sein Pferd ganz nett gehen zu lassen. Dann läuft es eben eine korrekte A Dressur. Das ist auch schon nicht übel.

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Kommentar von MrsMarshmallow1
06.10.2016, 20:50

Währe froh wenn mein Pferd laufen würde ohne das ich mir ständig einen Abtreiben muss😥

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Das kannn man nicht mal eben mit ein paar Sätzen sagen. 

Fängt schon damit an, was Du mit der Frage wirklich meinst. Der Begriff  "Anlehnung" wird  nämlich in der Reiterwelt nicht ganz einheitlich verstanden. Ich verstehe darunter erst mal eine stete, vertrauensvolle Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul, die auch am Langen Zügel bestehen kann. Einige verstehen darunter, dass das Pferd " den Kopf runter und den Hals rund" macht. Und wieder andere ( wie Dahika) denken da an vollendete Reitkunst.

Was die vollendete Reitkunst angeht - der Weg ist das Ziel, denn um richtig reiten zu lernen, so sagte mal ein alter Meister, sei ein Menschenleben zu kurz....

Des weiteren wäre es, um Dir beim nächsten Schritt in die richtige Richtung weiter zu helfen, nötig, etwas mehr über deinen derzeitigen Ausgangspunkt und Deine Möglichkeiten zu erfahren.

Du reitest seit 2 Jahren - 1 x in der Woche? Bist schätzungsweise durchschnittlich begabt? In einer Gruppe oder Abteilung welcher Art? Auf ausgebundenen Pferden - welche Art Ausbinder, wie verschnallt?

Übrigens finde ich bei Deiner anderen Frage die Antwort von Michel2015 auch in diesem Zusammenhang hier recht nachdenkenswert...Auch die Hinweise, sich mit guter Literatur vor Augen zu halten, wo die Reise eigentlich hingehen soll, sind hier zu wiederholen. Ebenso sind gute Lehrvideos  zu empfehlen, denn über das Auge geht auch vieles ( auch Bewegungsmuster) ins Gehirn. Entsprechende Verlage bieten da einiges an, aber auch auf you tube wird man fündig.

Um ein Pferd in Anlehnung reiten zu können, reichen 100 Reitstunden nie und nirgends ( es sei denn, Du wärst übermäßig begabt und hättest beste Gegebenheiten. Aber wer hat die schon...?)

Anfangen tut es jedenfalls mit dem Sitz. Und an dem kannst du sicher erst mal noch einiges verbessern. Selbst in der schlechtesten Reitschule. Wie, da reden wir drüber, wenn wir mehr wissen. Ok?

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Kommentar von MrsMarshmallow1
06.10.2016, 20:47

Ja also ich reite 1× pro Woche eine Stunde lang. Und ich kann die Gangarten relativ gut. Habe aber sehr starke Probleme beim Aussitzen. Ich lehne mich zu weit nach hinten ohne Gewicht auf die Hinterhand zu bringen. wenn ich das aber nicht mache, laufe ich Gefahr runterzufallen?? 😟

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Kommentar von MrsMarshmallow1
06.10.2016, 20:48

Und es ist Vorgabe mit Ausbilndern bzw. Dreieckszügeln zu reiten. Und in der Abteilung reiten wir nixht. Jeder frei für sich.

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Du musst versuchen dein Pferd mit dem äußeren Zügel zu begrenzen und immer gleichmäßig, guten Druck auf dem äußeren Zügel haben. Mit dem inneren Zügel gibst du dann immer kleine Paraden (es reicht oft schön wenn man seine Hand nur ein kleines bisschen eindreht.) bis dein Pferd im Genick nachgibt. Du musst innen beim Paraden geben aber auch dranne bleiben und nicht immer wieder loslassen obwohl dein Pferd noch garnicht nachgegeben hat. Ansonsten kommst du schnell zum zuppeln und Riegeln. 

Lg

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Kommentar von Urlewas
06.10.2016, 15:51

Bin ich nicht ganz mit einverstanden. wenn man soviel mit der inneren Hand arbeitet, ist das zwar schon mal besser als riegeln, aber blockiert das innere Hinterbein.

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Kommentar von Dahika
06.10.2016, 17:03

tja, das ist zwar nicht falsch. Aber die restlichen, viel wichtigeren Hilfen hast du leider vergessen. Es kommt auf den Sitz an!!! Die Zügelhilfen sollten bei einem sehr gut gerittenen Pferd nicht mehr als 5 % ausmachen.

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Wie man es lernen kann und wie man es am besten macht, weiß dein Reitlehrer - vorausgesetzt, du hast einen guten.

Virtuell lernt man leider nicht reiten. Zu sehr kommt es beim Reiten darauf an, dass der Reitlehrer sehen kann, WAS du auf dem Pferd tust (es ist nicht immer das, was man selber glaubt, zu tun) und WIE das Pferd darauf reagiert, damit DU ggf. deine Hilfen korrigieren kannst (es dürfte bei den wenigsten/keinen gleich auf Anhieb klappen). Das lernt man wirklich nur vor Ort !

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Frag doch nicht im Netz, erst recht nicht hier. Frag andere Reiter/Reitlehrer in Pferdeställen.

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