Wie rede ich mit einen nassen Alkoholiker?

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Da gibts nur eins: Sag direkt, was Du willst und warum Du das willst und daß es kein Auskneifen und Herumlavieren mehr gibt. Basta. Wenn Du Deine Entscheidung für die Gestaltung Deines Lebens getroffen hast, brauchst Du keine Argumente, um das zu "verkaufen". Es ist Deine Entscheidung und es ist außerdem allein Dein Recht, solche Entscheidungen zu treffen. Es ist auch Dein Recht, Kompromisse zu machen, mit denen Du leben kannst und Dein Partner. Es ist aber nicht SEIN Recht, allein zu bestimmen, wie Euer oder Dein Leben gestaltet werden soll. Mach eine direkte Ansage und werde dann nicht weich. Viel Glück, q.

gut gesagt - DH

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So klar und deutlich und unmißverständlich werden, wie's nur eben geht - erst für dich selbst, dann kannst du es auch ihm gegenüber.

Du ahnst ja schon, wie das weitergehen wird. Ja, so lange du immer noch und immer wieder da bist, ist er nicht wirklich konfrontiert. Im Gegenteil, du unterstützt ihn sogar. Er muss ja nichts verantworten, nichts ändern und diesen schweren Weg nicht einschlagen, vor dem er ganz sicher eine Heidenangst hat. Es bleibt nicht, wie es ist - es wird schlimmer. Ja, am Ende geht ihr beide vor die Hunde.

Ich sage das so drastisch, weil die Problematik so drastisch ist, wenn man sie nicht gestoppt kriegt (ich glaube, du verstehst, wie ich es meine ♥).

Wie oft macht es erst dann "klick", wenn Arbeit + Führerschein + Frau oder Freundin + Gesundheit + Geld verloren sind. Aber so weit muss es nicht kommen, wenn jemand früh genug "nicht mehr mitspielt". Auch aus Liebe und auch aus Verantwortung für sich selbst.

Ich weiß nicht, wo er steht, wie sehr er noch bagatellisiert und alles abtut oder ob ihm da schon irgendetwas schwant oder diffus klar ist.

Von dir kann (und muss) jedenfalls die Klarheit und die Konsequenz kommen: so geht es nicht, du schaust nicht länger zu, du leidest nicht länger und deshalb gehst du, bis er wieder Verantwortung trägt und bis er wieder stärker ist als der Alkohol. Punkt. Das ist das Ende der Ausflüchte und des Selbstbetrugs, das ist eure große Chance für die Zukunft.

Vielleicht bietest du ihm noch an, ihn dabei zu unterstützen, eine Behandlung zu finden. Und du suchst auch für dich Hilfe (Selbsthilfegruppe o.ä.) - ihr könnt euch darauf verabreden, dass jetzt jeder für sich was tut. Das ist nicht so eine Entscheidung wie Trennung. Es ist eher die gemeinsame Entscheidung für eine gute Zukunft und dass es sich lohnt, etwas dafür zu tun, indem sich jetzt jeder den Weg sucht, den er braucht.

ganz ehrlich...zieh dir reisleine...bevor dein leben auch den bach runter geht....vor allem denke dran einen charakter eines menschen kann man meistens nicht umkehren oder verändern....ich sage dir meine ehrlich meinung ;)

PS: du wirst sonst mehr leiden...wenn du ihm wirklich wichtig bist...wird er um dich kämpfen...nicht du musst was machen ....sondern NUR ER

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