Wie rechtskräftig ist ein schriftliches Angebot?

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Bitte lies die §§ 145 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs. In § 145 BGB steht: Wer einem anderen die Schließung eines Vertrags anträgt, ist an den Antrag gebunden, es sei denn, dass er die Gebundenheit ausgeschlossen hat.

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ganz klare und eindeutige Antwort; mehr ist dazu nicht zu sagen

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Und was hätte das jetzt für mich für Konsequenzen, dass ich den Auftrag ausführen muss ob ich will oder nicht, oder muss ich dem Auftragnehmer finanziell irgendwie entschädigen?

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Lies mal nach, was ich geschrieben habe. Die einzige Konsequenz kann sein, das Dein Kunde das Angebot nicht annimmt. Und das ist ja allemal besser als ordentlich drauf zu zahlen.

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Ein Angebot ist ein Angebot, kein Vertrag. Hast Du Dich grob verkalkuliert teile das dem Kunden mit und begründe, warum die Kosten deutlich teurer werden. Du musst den Auftrag nicht ausführen, wenn Du dabei drauf zahlst. Der Kunde kann dann natürlich auch sofort zurück treten. Du erhältst u.U. den Auftrag nicht.

Schriftliches Angebot verbindlich oder kann Verkäufer Angebot zurückziehen

Hallo,

folgendes Fallbeispiel:

Person A fordert bei einer Firma X ein Angebot für ein Produkt an. Firma X sendet per E-Mail ein Angebot als PDF zu. Preis ist genannt.

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Nach mehrere Monaten ist das Produkt noch nicht bei Person A angekommen. Auf Nachfrage teilt Firma X mit, dass das einst angebotene Produkt nicht mehr für den ursprünglichen Preis zu haben ist. Die Kosten würden jetzt ca. 50 bis 100% mehr betragen. Firma X will deswegen das Produkt nur deutlich teurer ausliefern.

Hat Firma X das Recht, plötzlich vom schriftlichen Angebot zurückzutreten und eine massive Preissteigerung vorzunehmen? Oder hat Person A das Recht, das Produkt für den ursprünglich angebotenen Preis zu bekommen?

Danke für eure Hilfe. MfG fusi

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Anfrage für Angebot kostenpflichtig?

Hallo,

ich habe irrtümlich eine Anfrage für ein Angebot an eine Umzugsfirma gesandt (Formular). Meine Mutter ist daraufhin förmlich ausgerastet und meinte, ein solches Angebot koste grundsätzlich etwas. Auf der Internetseite steht absolut nichts darüber - ich weiß, dass man für Kostenvoranschläge manchmal etwas bezahlen muss, aber für ein Angebot doch nicht? Das kann ich dann doch immer noch ablehnen, oder nicht?

LG

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Angebot und Auftragsbestätigung bindend?

Guten Morgen zusammen,

bis jetzt haben wir alle Aufträge mündlich zugesichert bekommen und haben soweit viel Telefonisch gemacht. Da sich nun unser Kundenkreis etwas vergrößert hat, sind auch große Firmen/Hotels usw. an unserer Dienstleistung Interessiert.

Ein Hotel wollte nun ein Angebot und eine Auftragsbestätigung für einen Dreh von uns. Wir haben "grob" kalkuliert. Da unser Job aber auch viel mit dem Wetter zusammen hängt, wir nicht wissen, ob die vom Kunden bereit gestellten Models alles so machen wie geplant und ob die Scene beim ersten Anlauf im Kasten ist, sind alles Faktoren, die wir ein halbes Jahr vorher nicht einkalkulieren können.

Grob gesagt, kann allein das Filmen sich um das doppelte verlängern. Sprich die von uns angegebenen bspw. 10h können locker mal auf 20h ausgedehnt werden.

Wie bindend ist denn nun so ein Angebot?

Wie haben in unseren AGBs ebenfalls geregelt:

Hat Firma XY im Angebot den voraussichtlichen Herstellungsgesamtpreis kalkuliert, gilt eine Überschreitung um bis zu 10% als vertragsgemäß. Bei Abweichungen, die über diesen Rahmen hinausgehen, wird Firma XY den Kunden darauf unter Angabe des voraussichtlichen zusätzlichen Honorarvolumens hinweisen. Firma XY ist lediglich dann verpflichtet, den Kunden explizit darauf hinzuweisen, wenn sich die Kosten um mehr als 20% des Kostenvoranschlages erhöhen. Das zusätzliche Honorar gilt als vereinbart, wenn der Kunde nicht binnen 2 Werktagen ab Zugang eines schriftlichen Hinweises durch Firma XY widerspricht. Im Falle, dass Firma XY das Benennen von Zusatzkosten aufgrund von Änderungswünschen des Kunden versäumt, dürfen dem Auftraggeber nur 75% der zusätzlich angefallenen Herstellungskosten in Rechnung gestellt werden.

Wir haben den Kunden auch auf unsere AGBs hingewiesen. Wie schaut es aber dann rechtlich aus, falls es zum Streitfall kommen könnte. Sind wir mit unseren AGBs hier abgesichert, oder sollte sowas explizit im Angebot nochmals erwähnt werden?

Würde mich über einen regen Austausch freuen.

MFG

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Tätigkeitsschaden - Folgeschaden? Rechtsstreit eingehen, oder Kulanz zeigen

Hallo zusammen,

vor einiger Zeit meldete einer meiner Kunden einen Schaden bei mir: Die elektrischen Rolladen eines Fensters, das ich für ihn reinigte, waren nach der Tätigkeit laut seiner Aussage defekt. Im Ausgangszustand waren sie etwa 10cm heruntergelassen. Ich putzte drunter her, wie ich es in solchem Regelfall tue und berührte sie dabei kaum. Als ich mir den Schaden ansah, waren die Rolladen nun im Kasten hochgezogen. Der Kunde fragte mich vorsichtig, ob ich sie evtl hochgedrückt habe, oder dergleichen, da er sie nun so vorfand und sie sich nicht mehr regeln ließen. Ich bestritt das zwar wahrheitsgemäß, aber kompromitierte. Ich wollte ihn ungern einer Lüge bezichten und als kleines Unternehmen hat mir mein Ruf sowie gutes Verhältnis zu meiner Kundschaft oberste Priorität.

Ohne den Schaden zuzugeben, bat ich ihn darum, einen Fachmann kommen zu lassen. Die Schadensmeldung und das Angebot, solle er dann an mich weiterleiten. Ich kümmere mich dann um den Rest, was immer auch nötig sei und verabschiedete mich.

(Hier kam mir schon seltsam vor, dass er direkt von einem Freund erzählte, der das erledigen könne. und wie das denn dann sei mit der Tapete, die über dem Kasten tapeziert wurde. Man könne ja kein Teilbereich neu tapezieren und auch wenn das Schlafzimmer komnplett neu tapeziert würde, würde der Übergang zur Diele immernoch hässlich auffallen... )

Bisweilen erhielt ich keine weitere Nachricht des Kunden und hakte die Sache für mich als erledigt ab. Erst als ich ein knappes halbes Jahr später zum nächsten Reinigungstermin erschien, legte er mir ein Angebot vor. Fehlerhaft, unvollständig und ohne Schadenbericht. Ich lehnte den Monteur ab und empfahl ihm eine andere Firma. Diese schickte mir nach Besichtigung ein Angebot, ich erledigte eine Schadensmeldung für meine Versicherung und gab ihm kurzhand grünes Licht, das der Betrag eh kaum mehr, als meine Selbstbeteiligung darstellte und ich den Kunden zufrieden sehen wollte.

Als ich weitere drei Monate später erneut bei dem Kunden war, erschrak ich, ob der erledigten Arbeit: Der Deckel des Rolladenkastens war nicht gelöst, sondern ausgesägt, die Tapete darüber grob abgerissen, sodass ich dem Kunden sagte, er solle sich ein weiteres Angebot einholen, um den Ausgangszustand wiederherstellen zu lassen. Den Monteur stellte ich erbost zur Rede und erfuhr, dass der Kunde zuvor selbst ein Loch den Kasten sägte und die Tapete darüber abriss.

Jener verlangt nun eine neue Tapezierung der gesamten Küche und droht mit einem Rechtsstreit. Das Angebot liegt auf Höhe meines Monatsnettolohnes.

Wie ist meine Situation? Welche Möglichkeiten habe ich? ....

Hoffe auf guten Rat,

euer Freedancekreegar

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Wieviel darf ein mündliches Angebot abweichen?

Moin moin, wir haben uns einen Ofen und eine Solaranlage einbauen lassen. Für diese beiden hatten wir uns ein schriftliches Angebot geben lassen. Während der Chef der Heizungsbaufirma uns sein Angebot erläuterte, kam uns in den Sinn, die Heizkörper auch austauschen zu lassen. Das Angebot belief sich auf ändern der Anschlüsse der Leitungen für den Heizkörper, Thermostate und Heizkörper. Der Chef der Firma lief mit mir noch einmal durch alle Räume, hat diese grob ausgemessen und dann ein mündliches Angebot von 1700,- Euro gegeben, welches sich aus ca. 1000,-€ Material und 700,-€ Arbeitslohn zusammensetzt. meine Lebensgefährtin und ich hatten dann auf bummelig 2000,-€ aufgerundet, welches der Chef der Firma mit "das wird ca. der Preis sein" bestätigte. Nun kam die Rechnung für die Heizkörperarbeiten und die beläuft sich auf 3700,-€. Hier meine Frage: Darf die Rechnung von dem mündlichen Angebot 54% nach oben abweichen? ich habe gehört, dass solch ein Angebot 10% abweichen darf und was kann ich machen?

Schöne Grüße

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Ich habe ein Angebot per Email angenommen (Schlosserei um die Ecke).Keine Bestätigung erhalten. Kein AGB auf Website. Darf ich noch diese Bestellung widerrufen?

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