Wie rechtfertigte die DDR-Führung den Mauerbau der eigenen Bevölkerung?

6 Antworten

Die DDR begründete die Sicherung der Staatsgrenze zu Westberlin so:

Auf Beschluss des Ministerrates der DDR und gemäß der gemeinsamen Empfehlung der Staaten des Warschauer Vertrages wurde in der Nacht vom 12. Zum 13. August 1961 die bis dahin offene Staatsgrenze der DDR zu Westberlin von Einheiten der Nationalen Volksarmee, der Kampfgruppen der Arbeiterklasse, der Grenzpolizei und der Volkspolizei unter sichere militärische Kontrolle genommen und der Schutz an der Grenze zur BRD verstärkt.

Damit wurden die Pläne des westdeutschen Monopolkapitals und seiner imperialistischen Verbündeten durchkreuzt, unter Ausnutzung der offenen Grenze den Aufbau des Sozialismus in der DDR empfindlich zu stören bzw. rückgängig zu machen. Besonders im Frühjahr 1961 hatten die aggressivsten Kreise des Imperialismus verstärkt zu Mitteln des Embargos, der Sabotage und der Abwerbung gegriffen. Zielstrebig wurde die Einverleibung der DDR in den imperialistischen Machtbereich ideologisch vorbereitet.

Mit den Sicherungsmaßnahmen vom 13. August 1961 rettete der erste deutsche Arbeiter-und-Bauern-Staat den Frieden und schützte an der Seite der Sowjetunion und der anderen sozialistischen Länder zuverlässig die Grenzen des Sozialismus gegenüber den Hauptkräften des Imperialismus in Europa. Widerwillig mussten die imperialistischen Politiker ihre seit der Gründung der DDR schwerste Niederlage hinnehmen.

(Wörterbuch der Geschichte, Dietz Verlag, Berlin 1984)

Schutzwall gegen den kapitalistischen Westen. Friedenszaun.

So zynisch das klingt, aber dem Frieden hat die Mauer damals wirklich gedient. Nach dem Bau der Mauer entspannte sich das Ost-West-Verhältnis merklich.

Die westlichen Politiker haben zwar immer große Reden geschwungen a la "Ich bin ein Berliner" , aber im Grunde hatten sie nichts dagegen.

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