Wie Rechnungen steuerlich absetzen?

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4 Antworten

Du wirfst da einiges durcheinander. Umsatzsteuer ist für einen Unternehmer ein durchlaufender Posten.

Mit der Einnahme-Überschuss-Rechnung wird der einkommensteuerpflichtige Gewinn durch Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und der Betriebsausgaben ermittelt , und zu den Betriebsausgaben zählen auch Zahlungen an andere Freiberufler oder Gewerbetreibende, die Arbeiten für dich erledigen.

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Kommentar von serssh
28.12.2015, 13:53

Dank. Ich habe aber nicht von der Umsatzsteuer gesprochen. Das das ein Durchlaufender Posten ist weiß ich. Außerdem wäre ich von der Umsatzsteur befreit, da ich als Kleinunternehmer tätig wäre. Bis 17.500 Euro im Jahr. Lassen wir mal die Umsatzsteuer außer Acht. Das Geld was ich bekomme (Einnahmen) im Jahr z.B.2015 muss ich doch versteuern. Als Ausgabe hätte ich dann z.B. Kilometergeld, Materialkosten u.s.w. und so wie ich das nun jetzt verstehe auch die Dienstleistungskosten von meinem Helfer (Freiberufler), der mir eine Rechnung schreibt. So wie wir das jetzt vom FA verrechnet? Versteuert wie auch immer? Nehmen wir an ich bekomme von meinem Auftraggeber 1000Euro (Ohne Umsatzsteuer) für meine Dienstleistung. Diese Arbeit hat aber für mich mein Helfer gemacht und er stellt mir eine Rechnung von 700Euro (Auch Umsatzsteuerbefreit). Heißt ich habe an dem Auftrag 300 Euro verdient. Am Ende des Jahres muss ich eine Erklärung dem FA abgeben (Einnahmen-Überschuß). Wieviel bleibt mir von den 300 Euro noch übrig? Ich hoffe ich konnte so halbwegs beschreiben was ich wissen möchte

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Kommentar von Bakaroo1976
28.12.2015, 21:20

Die Umsatzsteuer ist aufgrund der Abschnittsbesteuerung kein durchlaufender Posten für jemanden, der nicht bilanziert! Grundsätzlich ist die erhaltene Umsatzsteuer  Betriebseinnahme/Einnahme, die gezahlte Umsatzsteuer Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten.

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Als erstes einmal musst Du Dein Gewerbe anmelden. Dann hast Du die Möglichkeit, mit dem Finanzamt zu besprechen, welchen Umfang Dein Gewerbe annehmen wird und ob es sinnvoll ist (gerade am Anfang meistens sehr sinnvoll), sich zur Umsatzsteuer anzumelden. In der Regel will das Finanzamt erst einmal eine monatliche Umsatzsteueranmeldung. Wenn nach einem Jahr festgestellt wird, dass die Umsätze eine gewisse Grenze nicht überschreiten, ändert sich der Anmeldezeitraum auf vierteljährlich.

In die Umsatzsteueranmeldung, die Du per Elster machen kannst, trägst Du alle Rechnungen und Belege ein, die Deine Ausgaben nachweisen und den Steuersatz, mit dem sie berechnet wurden. Meistens sind das 19 %. Aus all diesen Belegen erhältst Du die verauslagte Mehrwertsteuer zurück.

Außerdem musst Du im Gegenzug Deine Einnahmen belegen, die Du in Form von Rechnungen Deinen Auftraggebern berechnet hast und auf die Du jeweils 19 % Mehrwertsteuer aufgeschlagen hast.

Diese an die Kunden berechnete Mehrwertsteuer muss Du an das Finanzamt weiter leiten, darfst aber im Gegenzug abziehen, was Du selbst verauslagt hasdt (s. o.). Wenn die Ausgaben die Einnahmen erst einmal übersteigen, bekommst Du auf diese Weise Geld zurück.

Das Finanzamt will außerdem wissen, mit wieviel Einkommen (abzüglich aller Deiner Ausgaben incl. beauftragten Freiberufler) Du rechnest. Daraus berechnet das Finanzamt eine Einkommenssteuervorauszahlung, die Du vierteljährlich an das Finanzamt zahlen musst. Im folgenden Jahr machst Du dann Deine Einkommenssteuererklärung und auf Basis dieser ermittelt dann das Finanzamt, was Du nachzuzahlen hast oder evtl. sogar zurück bekommst.

Wichtig: Am besten läßt Du Dich von einem Steuerberater beraten und von ihm künftig Dein freiberufliches Wirken begleiten. Man erspart sich viel Zeit und Ärger und kann sich mehr auf das Eigentliche konzentrieren.

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Kommentar von wfwbinder
28.12.2015, 14:00

Neben einigen Unkorrektheiten in Deinem Vortrag, erkläre mir mal, warum er ein Gewerbe anmelden soll, wenn seine Subunternehmer Freiberufler sein sollen.

Entweder er ist Gewerbetreibender, dann werden es die, die für ihn arbeiten, auch sein, oder die sind Freiberufler, dann dürfte er es auch sein udn braucht kein Gewerbe anzumelden.

Wieso soll er den vermutlichen Umfang seines Betriebes mit dem Finanzamt besprechen? Meinst Du, die haben eine Glaskugel? Was er an Umsatz erwarten kann, kann nur er wissen. Das braucht er nicht mit denen zu besprechen, sondern trägt es einfach in den "Fragebogen zur steuerlichen Erfassung" ein.

Für den Fall, dass Du Steuerberater bist, solltest Du den Beruf wechseln, bevor Du verhungerst. Wenn Du in einer Steuerkanzlei arbeitest, lasse Dich auf Weiterbildung schicken.

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vom Finanzamt bekommst Du (indirekt) die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer des Kollegen erstattet. indirekt deshalb, weil die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer von Deinen eingenommenen Umsatzsteuerbeträgen gekürzt wird.

Ansonsten ist die Rechnung des Kollegen ganz normale Betriebsausgabe (Fremdleistung).

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Was verstehst Du unter:

   Wie wird das nun versteuert und was noch wichtiger ist ! Wie viel davon bekomme ich erstattet?

Was willst Du denn erstattet bekommen?

Du nimmst einen Auftrag an. Nehmen wir mal an, Aufttragssumme 2.500,- Euro netto.

Also schreibst Du eine Rechnung über 2.500,- + 19 % 475,- Euro = 2.975,-

Euro.

Du lässt die Hauptarbeit von einem Kollegen machen. Der Schreibt Dir eine Rechnung über 2.000,- + 19 % 380,- Euro = 2.380,- Euro.

Umsatzsteuerlich 475,- Euro Umsatzsteuer - 380,- Vorsteuer, Zahlung an das Finanzamt 95,- Euro.

einkommensteuerlich:

Einnahme  Honorar                          2.500,- Euro

+ Einnahmen USt                                 475,- Euro

- Fremdleistungen                              2.000,- Euro

- Vorsteuer (+VSt aus and. Ausg.)         380,- ( + X )Euro

- gezahlte Umsatzsteuer                           95,- (- X ) Euro

- andere Betriebsausgaben

(Telefon, Computer, Internet,

Fahrtkosten usw.)                                     xxx,- Euro

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Gewinn (höchstens 500,-)                        xxxx,- Euro.

Du wirst Steuern zahlen müssen. Erstattung nur wenn ein Verlust entsteht.

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Kommentar von serssh
28.12.2015, 13:58

Könnten Sie noch mal so eine Berechnung machen aber ohne die 19% Steuern da ich als Kleinunternehmer tätig wäre und der Helfer auch

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Kommentar von serssh
28.12.2015, 14:06

Bauunternehmen/Metallbetriebe. Warum? Hast es einen Einfluß?

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